Titelaufnahme

Titel
Terminplanfortschreibung bei gestörtem Bauablauf / von Stefan Lackinger
VerfasserLackinger, Stefan
Begutachter / BegutachterinKropik, Andreas ; Ehgartner, Jörg
Erschienen2010
Umfang88 Bl. : Ill.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Terminplanfortschreibung / Terminplanung / Gestörter Bauablauf
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-42072 Persistent Identifier (URN)
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Terminplanfortschreibung bei gestörtem Bauablauf [1.23 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird der Weg vom Erkennen einer Bauablaufstörung bis zur Durchführung der Terminplanfortschreibung beschrieben und beleuchtet dabei die Rechte und Pflichten des Bauherrn und des Auftragnehmers bezüglich der terminlichen Ausführung eines Bauvorhabens.

Im ersten Kapitel werden die allgemeinen Grundlagen der Terminplanung dargelegt. Das beinhaltet die Darstellung der verschiedenen Möglichkeiten von Abhängigkeiten zwischen Vorgängen, die Berechnung einer Vorgangsdauer und die unterschiedlichen Formen einer Bauzeitplanung. Die Fortschreibung eines Bauzeitplanes erfolgt unter Berücksichtigung dieser Grundlagen.

Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem kritischen Weg und den Pufferzeiträumen in einem Bauablauf. Vor allem die Nutzung der Pufferzeit wird in diesem Kapitel betrachtet. Die Thematik, ob der Auftragnehmer seine Pufferzeit dem Auftraggeber zur Verfügung stellen muss und welche rechtlichen bzw. vertraglichen Regelungen die Nutzung festlegen, steht dabei im Vordergrund. Der kritische Weg und die Vorgangspuffer sind auch im siebten Kapitel ein wesentlicher Inhalt, weil sich durch die Fortschreibung Vorgänge entlang des kritischen Weges ändern können, was sowohl Auswirkungen auf die Pufferzeiten als auch auf das Projektergebnis haben kann. Die vertragliche Behandlung der Bauzeit wird im dritten Kapitel untersucht. Eine Bauablaufabweichung macht sich in terminlicher Sicht erst dann bemerkbar, wenn ein Soll Ablaufplan vorhanden ist, der die einzuhaltenden Termine vorgibt. Besonders die Aufnahme von Zwischenterminen in den Vertrag ist ein wesentlicher Punkt, mit dem die Terminsicherheit gesteigert werden kann. Je früher man eine Abweichung von Zwischenterminen erkennt, desto leichter kann man eine gravierende Auswirkung auf den Fertigstellungstermin verhindern, indem man rechtzeitig steuernd eingreift. Um die unternehmerische Freiheit des Auftragnehmers nicht allzu sehr einzuschränken, sollten Zwischentermine nicht zu knapp aneinander vereinbart werden.

Im vierten Kapitel wird eine Zustandbetrachtung des Bauablaufes durchgeführt. Wodurch ist der fortgeschriebene Sollte-Zustand von dem ursprünglich vereinbarten Soll-Ablauf zu unterscheiden? Auch die Auswirkungen einer Bauablaufabweichung, also eine Differenz zwischen Soll- (bzw. Sollte-) und Ist-Zustand, werden in diesem Abschnitt näher betrachtet.

Kapitel fünf beschreibt den gestörten Bauablauf. Um die Verantwortung für die Störung einem der Vertragsparteien zuordnen zu können, muss nachgewiesen werden, dass die Auswirkung kausal durch die Ursache hervorgerufen wurde. Welche Störungsursache in den jeweiligen Risikobereich der einzelnen Vertragspartner fällt, wird ebenfalls in diesem Kapitel erörtert. Der Auftragnehmer hat nur dann Anspruch auf Anpassung der Leistungsfrist, wenn die Störungsursache in die Sphäre des Auftraggebers fällt.

Wie mit einer Störung im Bauablauf umzugehen ist, wird in Kapitel sechs dargestellt. Ob es zur Terminplanfortschreibung kommt oder ob der Auftraggeber Forcierungsmaßnahmen ergreift, ist vom Einzelfall abhängig.

Im sechsten Kapitel werden die Voraussetzungen zur Anpassung der Leistungsfrist angegeben, wie man einen gestörten Bauablauf optimieren kann und welche Maßnahmen zur Forcierung getroffen werden können. Die Forcierung ist ein wesentlicher Inhalt dieses Kapitels. Sie betrifft sowohl den Auftraggeber im Zuge einer Fortschreibung, als auch den Auftragnehmer, der sich im Rückstand mit seiner Leistung befindet.

Grundlegend ist dabei der Begriff der Zumutbarkeit. Die Fortschreibung stößt an ihre Grenzen, wenn dem Auftragnehmer nicht die nötigen Kapazitäten zur Verfügung stehen oder ihm eine Leistungsänderung auf Grund seiner technischen Fachkenntnisse nicht zumutbar ist.

Das siebte Kapitel beschäftigt sich mit der Tätigkeit der Fortschreibung. Dabei wird untersucht, wie ein Vorgang im Zuge der Fortschreibung terminlich bearbeitet werden kann und welche Auswirkungen sich daraus ergeben. Anhand verschiedener Fallbeispiele wird erläutert, was bei der Fortschreibung berücksichtigt werden muss und welche Gefahrenpotentiale dabei vorhanden sind (beispielsweise die Veränderung des kritischen Weges). Das Resümee dieses Kapitels bietet einen Überblick über mögliche Problempunkte im Zuge der Fortschreibung, der aber auch als Lösungsansatz zur erfolgreichen Durchführung verwendet werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper entitled "Rescheduling disrupted construction processes" describes the path taken from recognising a disruption to a construction process to implementing any rescheduling, and in doing so highlights the rights and responsibilities of both the site owner and contractor with regard to the timely execution of a construction project.

The first chapter presents the fundamental principles of scheduling.

This includes the various possible interdependencies between processes, how to calculate the duration of a process and the various types of construction planning. Any rescheduling of a construction plan must take these basic principles into account.

The second chapter concerns itself with the critical path and the buffer periods of a construction process. The use of buffer time features prominently in this chapter. Whether the contractor should allow the client to use these buffer periods, and which legal and contractual regulations determine its use, are of particular importance. The critical path and the process buffer also form a considerable part of the seventh chapter, since any rescheduling of the processes along the critical path may change them in such a way that both the buffer periods and the project outcome may be affected. The contractual handling of the construction period is dealt with in the third chapter. It is only possible to identify a deviation from the construction progress in terms of deadlines if a target flowchart is available which contains all the deadlines to be met. The inclusion of intermediate deadlines in the contract is a particularly useful means of guaranteeing deadlines. The earlier any deviation from an intermediate deadline is identified, the easier it will be to prevent any serious effect on the completion deadline by intervening in time. In order not to impinge too heavily on the operational freedom of the contractor, intermediate deadlines should not be scheduled too closely to one another.

The fourth chapter contains a construction process status review. How does the rescheduled ideal situation differ from the original target sequence? The affects of any deviations from the construction process, i.e. any difference between the target (ideal) situation and the actual situation, are also examined more closely in this section.

Chapter Five describes the disrupted construction process. In order to be able to assign responsibility for the disruption to one of the contractual parties, it must be proven that the effect was a direct result of the cause. Which cause of disruption belongs to the respective area of risk of each of the contractual parties is also discussed in this chapter. The supplier is only then entitled to adjust the performance deadline if the cause of the disruption falls within the sphere of the client.

The way in which a disruption to a construction process is dealt with is presented in Chapter Six. Whether it leads to rescheduling or whether the client decides to implement enforcement actions depends on the individual case. The sixth chapter covers the requirements for adjusting the performance deadline, how to optimise a disrupted construction process and which enforcement measures may be used. Enforcement forms the bulk of this chapter. It affects both the client in the course of rescheduling, as well as the contracting company, which is behind in its performance. The term reasonableness is significant in this respect. Any rescheduling is limited if the contractor does not have the necessary capacity or is incapable of performing any changes due to a lack of relevant technical knowledge.

The seventh chapter concerns itself with the implementation of any rescheduling. It examines how to carry out the updated process within the scheduled period and what affects this will have. Various case studies are used to illustrate what must be taken into consideration when rescheduling and what potential risks there may be (for example, changing the critical path). The summary in this chapter provides an overview of any potential problem areas which may arise during rescheduling but which may also be used as an approach to achieving successful completion.