Titelaufnahme

Titel
Ökonomische Modelle der globalen Klimaerwärmung / von Barbara Lugschitz
VerfasserLugschitz, Barbara
Begutachter / BegutachterinFürnkranz-Prskawetz, Alexia
Erschienen2010
UmfangV, 96 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Klimaerwärmung / ökonomische Modelle / Klimawandel / Emissionen / Kohlendioxid / Emissionsreduktion / Intergenerationelle Gerechtigkeit / Externalität / endogenes Wachstumsmodell / DICE
Schlagwörter (EN)mitigation / global warming / carbon / DICE / abatement / emissions / economic models / intergenerational equity / externality / endogenous growth model
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-41988 Persistent Identifier (URN)
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Ökonomische Modelle der globalen Klimaerwärmung [0.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In meiner Diplomarbeit behandle ich die Klimamodelle "A Question of Balance" (im Weiteren mit DICE-Modell-2007 bezeichnet) von W.

Nordhaus, "Global Warming und Economic Externalities" von A. Rezai, D.

K. Foley und Lance Taylor und "Economic Growth and GlobalWarming: A Model of Multiple Equilibria and Thresholds" von A. Greiner und W.

Semmler. Das DICE-Modell-2007 beruht auf einem ökonomischen Modell, das um geophysikalische Gleichungen erweitert wird. Mit dem Modell ist es möglich, verschiedene Politiken in Bezug auf die globale Erwärmung zu vergleichen. In meiner Diplomarbeit gehe ich auf das Basismodell und den optimalen Fall ein. Im Basismodell wird das derzeitige anthropogene Verhalten in Bezug auf den Klimawandel simuliert und es dient als Referenzpfad für andere Politiken. Im optimalen Fall wird das bevorzugte Verhalten bezüglich der Maßnahmen zur Milderung des Klimawandels ermittelt, dabei werden die aktuellen Kosten der Emissionsreduktion mit dem Nutzen verminderter zukünftiger Klimaschäden abgewogen. Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Thematik der intergenerationellen Gerechtigkeit. Dabei geht es darum, auf wie viel gegenwärtige Generationen verzichten müssen, um zukünftigen Generationen eine weniger zerstörte Umwelt zu hinterlassen. Der Emissionsreduktionspfad des optimalen Falls erweist sich anfangs als sehr gemäßigt, auf mittlere und lange Sicht werden allerdings drastische Maßnahmen gefordert.

Das Modell "Global Warming und Economic Externalities" ist stark an das DICE-Modell-2007 angelehnt, allerdings ist es im Vergleich dazu noch deutlich vereinfacht. Insgesamt werden drei verschiedene Szenarien modelliert, welche sich in ihren Strategien, dem Klimawandel entgegenzutreten, unterscheiden. Der "business-as-usual"-Fall, bei dem die Externalität der Klimaerwärmung nicht berücksichtigt wird, simuliert das aktuelle Verhalten und wird als Vergleichspfad für den optimalen Fall verwendet. Im optimalen Fall wird die Externalität vollständig internalisiert und es zeigt sich, dass alle Generationen von Aktivitäten zur Milderung des Klimawandels profitieren.

Dem optimalen Pfad zufolge wird der Verminderungsaufwand verstärkt in den ersten Jahrzehnten ausgeführt. Da in vielen anderen Klimamodellen auf einen anderen Referenzpfad zurückgegriffen wird, wird auch dieser noch modelliert. Die Autoren dieses Modells merken an, dass die Thematik der intergenerationellen Gerechtigkeit sich aus der Wahl eines Referenzpfades, der die Externalität teilweise internalisiert, ergibt.

Dieser Vergleich führt zu falschen Schlussfolgerungen, aus denen sich die Problematik der intergenerationellen Gerechtigkeit begründet.

Das dritte Modell basiert auf einem endogenen Wachstumsmodell, das um die Aspekte der globalen Klimaerwärmung erweitert wird. Das vorrangige Ziel ist hierbei nicht, verschiedene Politiken, dem Klimawandel entgegenzutreten, zu modellieren, sondern die Langzeiteffekte der Interaktion von globaler Erwärmung und Wirtschaftswachstum, insbesondere der Übergangsdynamik, die mit der Klimaerwärmung auftreten kann, zu untersuchen. Es wird analysiert, ob mehrere Gleichgewichte auftreten und ob es Schwellen gibt, die die Einzugsbereiche der optimalen Pfade für die langfristig stabilen Zustände trennen.

Nach der Erklärung der Modelle, die ich alle mit dem Computerprogramm Mathematica nachprogrammiert habe, ziehe ich einen Vergleich, der die Übereinstimmungen und Divergenzen der Modelle herausarbeitet.