Titelaufnahme

Titel
Public Private Partnership in der Verkehrs-Infrastruktur : Risiken in der Zusammenarbeit bei Infrastrukturprojekten zwischen öffentlichen Stellen und Privaten / von Bernhard Weber
Weitere Titel
Public private partnerships in traffic infrastructure
Verfasser / Verfasserin Weber, Bernhard
Begutachter / BegutachterinZehetner, Franz
Erschienen2010
Umfang134 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Public / Private / Partnership / PPP / ÖPP / Verkehrsinfrastruktur
Schlagwörter (EN)Public / Private / Partnership / PPP / ÖPP / traffic / infrastructure
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-41238 Persistent Identifier (URN)
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Public Private Partnership in der Verkehrs-Infrastruktur [6.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die öffentliche Hand ist zunehmend nicht mehr in der Lage, not-wendige Investitionen in die Verkehrs-Infrastruktur zu finanzie-ren.

Die größten Infrastrukturbereitsteller Österreichs, die ASFINAG und die ÖBB, sind hoch verschuldet. Mit dem Vertrag von Maastricht wurde zudem auch das Aufnehmen von neuen Verbindlich-keiten für die öffentliche Hand erschwert.

Public Private Partnership Projekte stellen aufgrund der zu er-wartenden Vorteile wie Effizienzsteigerung, Kosteneinsparungen und der Übertragung von Risiken eine Alternative zu konventionel-len Projekten dar: Dabei wird unter einem PPP-Projekt eine lang-fristige - in der Regel 30 Jahre - Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Stellen und Privatunternehmen verstanden. Die grund-legende Idee geht von der Annahme aus, dass Private ein Projekt effizienter, kostengünstiger und schneller abwickeln können als die öffentliche Hand.

Die Übernahme von Risiken durch den privaten Partner ist eines der Hauptmerkmale bei PPP-Projekten. Risiken, wie zum Beispiel das Baurisiko, das Finanzierungsrisiko, das Nachfragerisiko oder die Betriebs- und Instandhaltungsrisiken, werden bei herkömmlich abgewickelten Projekten von der öffentlichen Hand getragen. Bei PPP-Projekten werden solche Risiken von der privaten Seite über-nommen.

Damit ist es auch möglich, dass die zuzurechnenden Kosten nicht der öffentlichen Hand zugerechnet werden müssen. Nach Eu-rostat können diese aber nur dann nicht dem öffentlichen Schul-denstand zugerechnet werden, wenn der private Partner das Baurisiko und entweder das Ausfalls- oder das Nachfragerisiko trägt.

Schon bei historischen PPP-Projekten wie der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn wurden die prognostizierten Baukosten deutlich über-schritten. Auch beim Ärmelkanaltunnel fielen die Errichtungskos-ten mit 10 Milliarden Pfund doppelt so hoch aus wie ursprünglich angenommen. Die Gründe dafür liegen nicht so sehr bei den techni-schen Unwägbarkeiten, sondern vielmehr in einer zu optimistischen Annahme des Baugrundrisikos, in unvollständigen Abschätzungen und in nachträglichen Projektsänderungen. Bei vielen PPP-Projekten, wie zum Beispiel beim Herrentunnel oder beim Ärmelkanaltunnel, waren die Auslastungsprognosen - aus verschiedensten Gründen - zu optimistisch angesetzt. Das Nichteintreten führte daher zu massi-ven Einnahmenverlusten und resultierte in Finanzierungsschwierig-keiten der privaten Projektgesellschaften.

Damit ein PPP-Projekt daher für alle Beteiligten erfolgreich durchgeführt werden kann, sind vereinfacht dargestellt, als Er-gebnis dieser Arbeit, folgende Punkte entscheidend:

* Korrekt ermittelte "Public Sector Comparator"-Vergleichsrechnung * Projektlebenszyklusbezogene Betrachtungsweise * Projektlebenszyklusbezogenes Infrastruktur-Controlling * Verfügbarkeitsentgeltmodell bei höherem Auslastungsrisiko * Einbindung des Privaten auch in Betrieb und Instandhaltung * Aufteilung der Risiken entsprechend der Devise "wer kann was am besten"

Zusammenfassung (Englisch)

Increasingly it is not possible for the public sector to fund the necessary investments in transport-infrastructure. The two major providers of infrastructure in Austria, the ASFINAG and the ÖBB, are heavily in dept and with the Maastricht treaty it is now even more challenging for the public sector to not run into new debts.

Public Private Partnership projects are based on the expected benefits like higher efficiency, cost savings or transferring of risks.

PPP-projects could, therefore, be an alternative to con-ventional projects. By definition a PPP-project is a long-term (usually 30 years) cooperation between the public and the private sector. The idea is that the private sector can conduct a project cheaper, faster and more efficient. The risk-taking by the private partner is one of the main fea-tures of PPP-projects. Risks can be for example building-risks, financing-risks, market-risks or operating-risks and are taken by the public sector when the project is conservative realized. When realized as a PPP-project this risks can be transferred to the private partner. Then, the addable costs don't have to be attrib-uted to the public sector - but only, according to Eurostat, when the private partner carries the construction risks and either the drop out risks or the demand risks.

Even in historic PPP-projects, such as the "Kaiser-Ferdinands-Nordbahn", construction costs have significantly exceeded the forecasts. When considering the "channel tunnel", the construc-tion costs were £ 10 milliards - twice as high as originally thought. The reasons were too optimistic assumptions on the ground, incomplete assessments and ex post changes.

In many projects (for example in the "Herrentunnel" or in the "channel tunnel") the utilization-forecasts have been set too op-timistic as well. Consequently companies suffer massive revenue losses.

From the author's point of view the following points (simplified) are important to make a PPP-project successful for all partici-pants:

* Accurate "Public Sector Comparator"-account * Business analysis over the whole lifetime of the project * Availability payment model * Involvement of the private sector in operation and mainte-nance * Allocation of risks according to "doing what he does best" * Control over the whole lifetime of the project Note: The thesis is written in German.

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