Titelaufnahme

Titel
Waldviertler Marmor : Bestimmung der gesteinsphysikalischen Eigenschaften und des Verwitterungsverhaltens / von Rosemarie Wiesinger
VerfasserWiesinger, Rosemarie
Begutachter / BegutachterinRohatsch, Andreas
Erschienen2010
Umfang109 Bl. : Ill., zahlr. graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Technische Gesteinskunde / Gesteinsphysik / Marmor / Gesteinsverwitterung / Verwitterungsverhalten / gesteinsphysikalische Parameter / Wachauer Marmor
Schlagwörter (EN)technical petrology / rock physics / marble from waldviertel / weathering behaviour / weathering of rocks / petrophysical parameters / marble
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-38262 Persistent Identifier (URN)
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Waldviertler Marmor [9.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema dieser Diplomarbeit ist das Verwitterungsverhalten von graphitgrauem Marmor aus dem Waldviertel. Er wird häufig für Denkmäler, Dekormaterialien, Boden- oder Fassadenplatten verwendet. Die Bau- und Kunstwerke unterliegen aufgrund der klimatischen Bedingungen der fortschreitenden Zerstörung durch Verwitterung. Für die Konservierung und Restaurierung des Marmors ist die Bestimmung des Verwitterungsfortschrittes wesentlich.

In der vorliegenden Arbeit werden die gesteinsphysikalischen Eigenschaften und das Verwitterungsverhalten von Waldviertler Marmor bestimmt. Das Grundkonzept basiert auf dem Vergleich der Gesteinseigenschaften in sechs verschiedenen Zuständen: Bruchfrisch, nach 25 Frost-Tauversuchen, nach 50 Frost-Tauversuchen, nach zehnmaliger Temperaturbeanspruchung von 200 C, nach zehnmaliger Temperaturbeanspruchung von 200 C und10 Frost-Tauversuchen und maximal verwittert (natürlich verwittertes Material).

Die Charakterisierung der Gesteinszustände erfolgt mittels verwitterungssensibler petrophysikalischer Parameter:

Rohdichte, Massenbezogene Wasseraufnahme, Ultraschallgeschwindigkeit, Wasseraufnahme- und Wasserabgabe, Spaltzugfestigkeit und einaxiale Druckfestigkeit.

Durch Ermittlung und Vergleich der gesteinsphysikalischen Parameter soll die Spannbreite der Parameter aufgezeigt werden, die Marmor im Laufe seiner Lebensdauer aufweist. Es kann gezeigt werden, dass 25 bzw. 50 Frost-Tauwechsel keine erkennbaren Gefügeauflockerungen bewirken. In einem zweiten Versuch wurden bruchfrische Prüfkörper zuerst zehnmalig unter einer Temperatur von 200 C und anschließend einem zehnfachen Frost-Tauwechsel unterzogen. Durch Vergleich der Ultraschalllaufzeiten in Abhängigkeit zur Messdistanz kann gezeigt werden, dass die zehn Frost-Tauwechsel eine Schädigung des Materials bewirkten. Daraus lässt sich schließen, dass einer Gefügezerstörung durch Frost-Tauwechsel einer vorhergehenden thermischen Beanspruchung bedarf.

Zusammenfassung (Englisch)

The graphite grey marble from the Waldviertel in Lower Austria is used for monuments, decorative materials, floor and facade panels.

These buildings and works of art are governed by the climatic conditions of the progressive destruction by weathering. For the preservation and restoration it is essential to determine the weathering progress. In this thesis the petrophysical properties and weathering behaviour were determined for the marble from Waldviertel. The basic concept is based on the comparison of rock properties for six different states:

Non-weathered, after 25 frost-thaw tests, after 50 frost-thaw tests, ten times exposed to a temperature of 200C, ten times exposed to a temperature of 200C and 10 frost-thaw tests and weathered maximum.

The characterization of the rock conditions was performed by petrophysical parameters, which are sensitive to the weathering process:

Apparent density, water absorption bases on the bulk, ultrasonic velocity, water absorption and water delivery, splitting tensile strength, uniaxial compressive strength, By identifying and comparing these petrophysical parameters, the range of parameters is identified which the marble has throughout his life.

After 25 and 50 frost-thaw tests respectively no recognizable structure loosening has been observed.

In a second experiment, the non-weathered specimens were exposed to a temperature of 200 C ten times before ten frost-thaw tests were preformed. By comparing the ultrasonic running time, depending on the measured distance, it was shown that the ten frost-thaw tests causes damage of the material. That means that any structural damage due to frost-thaw testing requires a previous thermal stress.