Titelaufnahme

Titel
City Catalyst : punktuelle Regenerationsprozesse im urbanen Kontext Johannesburgs / von Anna Lindner und Katharina Zerlauth
VerfasserLindner, Anna ; Zerlauth, Katharina
Begutachter / BegutachterinRieger-Jandl, Andrea
Erschienen2010
Umfang139 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)urbane Akupunktur / Stadt / Johannesburg / Bottom up / Kulturwissenschaften / urbane Regenartion / Gebwerbegebiet / Südafrika / Stadtanalyse / räumliche Organisation
Schlagwörter (EN)urban acupuncture / city / Johannesburg / Bottom up / cultural studies / urban regeneration / industrial area / South Africa / urban analysis / spatial organisation
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-38149 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Johannesburg zählt zu den größten Städten Afrikas. Die Stadt ist weder am Meer, an einem Fluss oder an einem anderen Gewässer gelegen, einzig der Goldfund vor 120 Jahren führte zur Stadtgründung am Witswatersrand. Das schnelle Wachstum der Stadt war stets von ökonomischem Aufschwung geprägt und binnen kürzester Zeit entwickelte sich die Metropole zum kulturellen und finanziellen Zentrum des südlichen Afrikas. Vom ersten Moment an war die Stadtplanung von räumlicher Segregation geprägt. Heute setzt sich die Stadt aus schnell urbanisierenden Cluster zusammen, welche sich um das historische Zentrum gruppieren. Diese lose Konstellation der Bezirke wird noch durch so genannte Pufferzonen verstärkt welche einer zusätzlichen Trennung und einfacheren Überwachung dienen sollen. Genau diese Leerräume erschweren es aber eine demokratische Stadt aus dem Erbe der Apartheid entstehen zu lassen.

Das Stadtbild ist von immer wiederkehrenden Umsiedlungen und Umnutzungen geprägt. Das einstige Stadtzentrum der weißen Reichen ist nun von schwarzen Einwanderern bevölkert, die vorhandene bauliche Struktur wird zweckentfremdet und an die neuen Bedürfnisse angepasst. Die Weißen flüchten sich immer weiter in die nördlichen Vororte. Angst ist allgegenwärtig in Johannesburg, der Rückzug hinter hohe Mauern und eingeschlossene Communities sind die logische Konsequenz.

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit einem alternativen Planungsansatz für eine innerstädtische Problemzone. Der erste Analyseteil soll einen Überblick über die Entwicklung und den Aufbau der Stadt geben. Nach einer Bestimmung des Standortes Johannesburgs wird auf verschiedene, für die Entwicklung der Stadt bedeutenden, Phänomene eingegangen. Im nächsten Schritt wird auf das Planungsgebiet und dessen nähere Umgebung genauer eingegangen. Dabei kommen persönliche Erfahrungen, Interviews und Beobachtungen, die während eines Forschungsaufenthalts 2009 gemacht wurden, zu tragen.

Nicht nur baulichen Faktoren werden herausgearbeitet, bestehende Nutzungen und Nutzende werden beachtet und bei der späteren Planung berücksichtigt. Aufbauend auf den Untersuchungen wird ein alternativer Lösungsansatz für die Regeneration des behandelten Gebiets beschrieben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Anwendung punktueller Maßnahmen, die in weiterer Folge positive Impulse setzten sollen und bereits bestehende und funktionierende Funktionen unterstützen beziehungsweise bestärken. Die gesetzten Interventionen verstehen sich als strukturelle und räumlich organisatorische Vorschläge, auf eine detailierte gestalterische Ausarbeitung wird absichtlich verzichtet.

Dieses Projekt versteht sich als einen alternativen Umgang mit urbanen Problemen und soll Bottom up Prozesse sowie gemeinschaftsbildende Organisationen fördern und somit zu einer Demokratisierung der Stadt beitragen.

Zusammenfassung (Englisch)

Johannesburg is among the biggest cities in Africa. The discovery of gold 120 years ago led to the foundation of the town on Witswatersrand. The rapid city-growth was characeritsed by economic prosperity. Within a few decades, the town developed into the cultural and financial capital of Southern Africa.

From the foundation onwards, the city-planning has always been affected by segregation. Nowadays the city consists of fast urbanising clusters grouped around the historical center. So- called buffer zones planned for faster and easier control of the masses, add to this loose constellation of districts. These empty spots complicate the democratic process of the plot.

The cityscape is characterized by recurrent translocations and conversions. The former city center of the the white population is now occupied by black immigrants who adapt the old housing structures to their lifestyle. The Whites enclose themselves in the northern suburbs.

Fear is omnipresent in Johannesburg; gated communities seem to be a logical consequence. This thesis deals with alternative planning for challenging inner city areas. The first chapter analyses the city, its layout and its development. After the introductory paragraphs the significant phenomena in Johannesburg will be discussed. The next part is a description of the planning area based on a field survey in 2009. Interviews with the users, personal impressions and observations are taken into account for the following planning process. Based on these investigations an alternative planning solution for the regeneration of the area will be developed. The main focus is the implementation of punctual interventions which in another sequence influence the whole areas regeneration process. These actions support the existing functions in the quarter and improve the diversity of them.

This project is meant as alternative proposal for urban problems. It is meant to start bottom up processes and encourage community organizations to stabilize the democratic process.