Titelaufnahme

Titel
Gewerblicher Grundstückshandel und seine Auswirkungen auf die Bewertung von Immobilien / Bernhard Woschnagg
VerfasserWoschnagg, Bernhard
Begutachter / BegutachterinRoth, Martin
Erschienen2007
Umfang75 Bl.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Master Thesis, 2007
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-37008 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Gewerblicher Grundstückshandel und seine Auswirkungen auf die Bewertung von Immobilien [0.18 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurde dargelegt, dass der Begriff des gewerblichen Grundstückshandels - wie der Name schon andeutet - dazu dient, wiederholte Verkäufe von Grundstücken des Privatvermögens als gewerbliche Tätigkeit einzustufen. Daraus ergeben sich einige relevante steuerliche Konsequenzen, allen voran der Umstand, dass ein allfälliger Veräußerungsgewinn grundsätzlich steuerpflichtig ist und keine Möglichkeit besteht, nach Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei zu verkaufen. Als Ausgleich für diesen Nachteil können durch einen Verkauf aufgedeckte stille Reserven unter gewissen Voraussetzungen auf eine neu angeschaffte Liegenschaft übertragen werden. Es kommt dadurch allerdings nur zu einer Steuerstundung und nicht zu einer Steuervermeidung. Ein weiterer relevanter Punkt ist der Umstand, dass im Unterschied zur reinen Vermögensverwaltung im Rahmen des gewerblichen Grundstückshandels erwirtschaftete Verluste auch vortragsfähig, d.h. mit künftigen Gewinnen verrechenbar, sind. Darüber hinaus wurde gezeigt, welche unterschiedliche steuerliche Behandlung einer Immobilie im Rahmen des gewerblichen Grundstückshandels zuteil wird, je nachdem, ob sie dem Umlauf- oder dem Anlagevermögen zugerechnet wird. Um die unterschiedlichen steuerrechtlichen Konsequenzen zu quantifizieren, wurde anhand eines Beispiels der Netto-Kapitalwert einer Immobilieninvestition einmal als steuerfreie Veräußerung nach Ablauf der Spekulationsfrist dargestellt und einmal als steuerpflichtige Betriebseinnahme errechnet. Das Ergebnis zeigte, dass der Kapitalwert der beiden Investitionen sich erheblich voneinander unterschied. Schlussendlich wurde dargelegt, dass die in Österreich gängigen Verkehrswertermittlungsverfahren nicht geeignet sind, um die Vorteilhaftigkeit zweier Immobilieninvestitionen zu vergleichen. Ihre Zielsetzung liegt vielmehr in der stichtagsbezogenen Ermittlung des Verkehrswertes als Transaktionswert. Um mehrere Investitionsalternativen vergleichen zu können, ist ein dynamisches Wertermittlungsverfahren, wie etwa die Investitionsrechnung oder das DCF-Verfahren, erforderlich. Deshalb sollte, je nach Zielsetzung der Bewertung einer Immobilie, auch die Möglichkeit der Anwendung alternativer Wertermittlungsverfahren nicht außer Acht gelassen werden.