Titelaufnahme

Titel
Zukünftiges Wohnen : Entwicklungen, Trends, Einflussfaktoren / Theodor Poppmeier
VerfasserPoppmeier, Theodor
Begutachter / BegutachterinMalloth, Thomas
Erschienen2008
Umfang135 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien. Techn. Univ., Master Thesis, 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-36582 Persistent Identifier (URN)
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Zukünftiges Wohnen [1.69 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit bezieht sich auf in ihrer Argumentation auf Westeuropa und vor allem auf ein Wohnumfeld im deutschsprachigen Raum. Die Gesellschaftsstruktur ändert sich gerade fundamental. Durch neue Technologien vervielfacht sich Wissen ex-plosionsartig, die Menschen werden älter, vernetzter, individueller. Das Produkti-onszeitalter ist endgültig vorbei und die neuen Denkstrukturen schlagen auf alle Lebensbereiche durch. Arbeiten, Freizeit und Wohnen verschmelzen ineinander, eine räumliche oder zeitliche Trennung dieser Bereiche wird obsolet. Es ist nicht möglich Wohntrends singulär zu extrahieren, wohl aber mit dem Hintergrund der Entwicklung des Wohnens, deren Einflussfaktoren und im Kontext zu sämtlichen Lebensgebieten darstellbar. Die gestiegenen Bildungsstandards der Frauen haben unter anderem zu einem Rückgang der Geburten geführt und lassen unsere Ge-sellschaft langsam veraltern, Sicherheitsstandards ziehen an. Diese Punkte auf Wohnen umgelegt verlangen flexible, modulare Immobilien die auf die Wünsche mobilitätsgetriebener Menschen eingehen. Das eigene Heim soll aber auch vom Stress des Tages abschotten und Möglichkeit zum Rückzug bieten. Die mit Technik vollgestopfte Außenwelt wird ersetzt durch einen sinnlichen Mi-krokosmos mit Möglichkeit zur Entspannung und Erholung. Feng Shui und Geoman-tie helfen im Einklang mit der Natur zu leben. Technologie soll im Hintergrund unterstützen, den Kopf von mühevoller Hausarbeit möglichst freihalten und kei-neswegs mit komplexen Anforderungen überlasten. Neben dem Beistand durch technische Intelligenz helfen dem gestressten Bewohner auch Servicedienste zu dessen Wohlbefinden. Reinigungsdienste, Gärtner und HomeCaterer sind schon Klassiker, die Betreuung beginnt schon früher, bei viel umfassenderen Servicelei-stungen der Makler über Relocation Dienste und geht bis zum Auslagern von Stau-raum. Wohnen wird zum Erlebnis. Farben, Formen, Licht und Düfte bilden neben dem perfekten Raumklima das Mood Management, es soll die gewünschten Stim-mungen untermalen. Um Immobilien mit Leben zu erfüllen ist Energie notwendig. Die Forderung nach einer unabhängigen, Versorgung mit Energie unter und das unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit ist eine der großen Ansprüche der Zukunft. Alternative Energie-quellen werden noch stärker ansteigen. Die Natürlichkeit ist enorm wichtig, sie steht für Gesundheit und ist eine der Ba-siskomponenten für zukünftiges Wohnen. Eigentum wird unwichtiger, der Zugang zu Nutzungsmöglichkeiten und Informationen ist die Sicherheit von morgen. Sämtliche Komponenten sind individuell, nach den persönlichen Befindlichkeiten des Einzelnen auszulegen, das einförmige Massenprodukt ist gestorben. Unsere Wohnformen werden vielfältiger, die Anforderungen der Nutzer steigen und sind einer permanenten Änderung unterzogen. Platzoptimierung im kleinen Bereich ist die Aufgabe auf der einen Seite, wie der verschwenderische Umgang mit Raum in großzügigen Lofts andererseits. Auch das Wohnen in Gemeinschaften bekommt eine neue Dimension. Immer öfter finden sich Gleichgesinnte zu Wohn Groups zusammen. Die Bandbreite reicht von Rentner WGs und Frauenwohnen bis zu einem gemeinsamen Leben in homosexuellen Beziehungen. Die traditionelle Aufteilung von Räumen nach deren Funktionen und Nutzungen verschwindet immer mehr. Die Wohnbereiche verschmelzen ineinander, die Gren-zen der Zimmer sind fließend. Es entstehen mehrere Zentren, das wichtigste Ele-ment ist die Möglichkeit zur Kommunikation.