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Title
Zentrum Wachau : ein Rahmen für Tourismus und Kultur / von Hans-Joachim Plehn
AuthorPlehn, Hans-Joachim
CensorPálffy, András
Published2010
Description71 S. : zahlr. Ill., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Museum / Wachau
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-35904 Persistent Identifier (URN)
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Zentrum Wachau [52.63 mb]
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Abstract (German)

Das Projekt liegt in der Ortschaft Spitz an der Donau. Ziel war es, eine moderne Anlaufstelle für Touristen zu entwerfen wo sich die Wachau als Landschaft und Weltkulturerbe neu präsentiert. Das Gebäude hat einen starken Bezug zur Umgebung. Ein Weingarten und die Donau sind wesentliche Elemente und werden in den Entwurf miteinbezogen. Das Raumprogramm umfasst einen großen Ausstellungsbereich, eine Leihbücherei, ein Restaurant und einen Weinkeller sowie einen Verwaltungstrakt und die notwendigen Nebenräume. Der Baukörper liegt in einem Weingarten parallel zur Donau direkt am Treppelweg zwischen eine Schiffsanlegestelle und einer Fährstation. Der historische Ortskern der Gemeinde Spitz ist über einen attraktiven Fußweg leicht zu erreichen.

Das Volumen des Gebäudes gleicht dem eines Quaders. Hundertzehn Meter lang und zweiundzwanzig Meter breit. Allerdings wurde der Körper in der Mitte geöffnet und so entstand eine Art Rahmen, der den Blick auf die Donau beziehungsweise auf die Landschaft freigibt. Der dadurch entstandene Außenraum ist von der Witterung geschützt und kann unterschiedlich bespielt werden, beispielsweise mit größeren Veranstaltungen wie Konzerten oder Heurigen oder mit Eisstockbahnen und einem Eislaufplatz im Winter. Beim Entwurf wurde darauf geachtet, alle Räume stützenfrei und großzügig zu gestalten. Lange Fensterbänder und Schiebeelemente, die ein Verschmelzen vom Innenraum mit der Landschaft ermöglichen, unterstreichen diesen Gedanken. Der Ausstellungsbereich ist zur Gänze im Obergeschoß angesiedelt. Im überbrückten Bereich des Platzes konnten aus statischen Gründen keine Öffnungen vorgesehen werden. Hier werden die Exponate durch eine abgehängte transluzente Decke mit Tageslicht versorgt. Als Material kommen vor allem Beton und Naturstein aus der Umgebung zum Einsatz. Die Tragstruktur besteht im Wesentlichen aus vorgespannten Stahlbetonträgern, Kernen zur Aussteifung und Stahlbetonrippendecken. Die Fassade ist nichttragend und besteht aus vorgefertigten Elementen aus Naturstein, die in Form von unregelmäßigem Schichtenmauerwerk in Beton gegossen der Tragstruktur vorgehängt wird.

Dadurch soll ein Bezug zu den Natursteinterrassen der Wachau hergestellt werden, die für die Landschaft zum prägenden Bestandteil geworden sind.