Titelaufnahme

Titel
Die Behandlung von Immobilien in Basel II : mit besonderem Fokus auf die Wertermittlung / Spacil Wolfgang
VerfasserSpacil, Wolfgang
Begutachter / BegutachterinRoth, Martin
Erschienen2005
Umfang58 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Master Thesis, 2005
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-35682 Persistent Identifier (URN)
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Die Behandlung von Immobilien in Basel II [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die risikoorientierte Bewertung von Immobilien nimmt im Bereich der Risikosteuerung von Kreditinstituten aufgrund bankinterner betriebswirtschaftlicher Notwendigkeiten sowie bankaufsichtlicher - regulatorischer - Anforderungen einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Am Ende des sich soeben in der Kreditindustrie und in deren regulatorischen Rahmenbedingungen stattfindenden Neuorientierens in Fragen des Risikomanagements wird der Immobilienbewertung die Funktion eines Risikosteuerungsinstruments zukommen. Entsprechende Anforderungen werden dabei nicht nur von den Kreditinstituten selbst, sondern auch von den die Immobilienbewertung durchführenden Sachverständigen erfüllt werden müssen. Die neuen Eigenmittelregelungen für Banken (Basel II) stellen gerade in diesem Zusammenhang neue Rahmenbedingungen für Schlüssel-Nachfrager der Immobilienbewertung dar. Immobilien erfreuen sich als Kreditsicherheiten großer Beliebtheit, da die ihnen zugrunde liegenden Rechtsverhältnisse prinzipiell aus dem Grundbuch leicht ersichtlich sind. Die risikomindernde Wirkung erfolgt einerseits auf Basis der Sicherheitenvereinbarung und andererseits aufgrund des Werts der Immobilie. Die Verringerung bzw. Abdeckung des mit einem Kreditengagement verbundenen Risikos (Kreditrisiko), nämlich dass der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht vollständig nachkommen kann, ist Ziel der grundpfandrechtlichen Sicherstellung mittels Immobilien. Der fachgerechten Ermittlung des Immobilienwertes zu Beleihungszwecken kommt daher eine zentrale Bedeutung zu. Die folgenden Kapitel haben daher zum Ziel, die immobilienspezifischen Fragestellungen, die sich aus den neuen Eigenmittelregelungen für Kreditinstitute (Basel II) ergeben, im Detail darzustellen. Ein spezieller Fokus wird dabei auf die in Zusammenhang mit der Immobilienbewertung stehenden Aspekte gelegt. Hier werden einerseits die bei der Erstbewertung zu berücksichtigenden Anforderungen und andererseits das Erfordernis eines laufenden Monitorings der Immobilienwerte vorgestellt. Weiters wird versucht zu analysieren, inwieweit sich diese Anforderungen mit der aktuellen Bewertungspraxis decken. In Kapitel 2 wird ein Überblick darüber gegeben, wie Immobilien im regulatorischen Umfeld für Kreditinstitute eingebettet sind. Dabei werden ausgehend von aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen die neuen Eigenmittelvorschriften für Banken (Basel II) und deren Umsetzung in das nationale Bankenaufsichtsrecht dargestellt. Basel II stellt sicher die bedeutendste Änderung des Bankaufsichtsrechts seit Ende der 1980er Jahre dar. Die Sicherstellung der Stabilität des Bankwesens allgemein spiegelt sich unter anderem in Regelungen über die Risikobegrenzung für Kreditinstitute wider. Diese Risikobegrenzung ist im Kreditgeschäft vor allem durch die Qualität von Kreditsicherheiten (insbesondere Immobilien) definiert. Kapitel 3 geht im Detail auf die expliziten Bestimmungen für Immobilien in Basel II ein. Wo es notwendig erscheint, werden auch die gegebenen Unterschiede zu den Regelungen nach Basel I dargelegt. Die zwei zentralen Wertbegriffe der neuen Eigenmittelregelungen sind dabei der Markt- und der Beleihungswert von Immobilien. Im vierten Kapitel werden die durch Basel II dargestellten Anforderungen mit der nationalen Bewertungspraxis in Zusammenhang gestellt und versucht, Überschneidungen zu identifizieren. Diesbezüglich wird in erster Linie ein Vergleich der in Basel II zu berücksichtigenden Wertbegriffe sowie der Verfahren in der täglichen Ermittlungspraxis angestellt.