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Title
Ein spieltheoretisches Modell inklusive Simulation über die Entwicklung der Balkanstaaten / von Raffaela Brodt ; Judith Guggenbichler
Additional Titles
A game-theoretical model including a simulation of the development of the Balkan States
AuthorBrodt, Raffaela ; Guggenbichler, Judith
CensorHanappi, Gerhard
Published2009
DescriptionVII Bl., 250 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Balkan / Spielthoerie / Entwicklungsmodell / Simulation / Albanien / Bosnien-Herzegowina / Kroatien / Mazedonien / Montenegro / Serbien
Keywords (EN)balkan states / game theory / development model / simulation / Albania / Bosnia-Herzegowina / Croatia / Macedonia / Montenegro / Serbia
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-35232 Persistent Identifier (URN)
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Ein spieltheoretisches Modell inklusive Simulation über die Entwicklung der Balkanstaaten [7.54 mb]
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Abstract (German)

Die Balkanstaaten treten nach den Transformationen ihrer kommunistischen Regime in demokratische Systeme mit der Annäherung an die Europäische Union wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Mit den EU-Osterweiterungen 2004 und 2007 wurden drei Länder der Balkanregion bereits in die europäische Staatengemeinschaft aufgenommen.

Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Serbien streben einen möglichst baldigen Beitritt in die EU an. Diese Staaten erfüllen aktuell noch nicht alle notwendigen Kriterien für eine Aufnahme. Die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen der Staaten sollen Erfüllung dieser Vorgaben vorantreiben.

Die Entwicklung eines Staates kann nicht autark betrachtet werden, sondern ist auch von den Entscheidungen seiner Nachbarstaaten und der Europäischen Union abhängig. Für den Balkanraum existiert kein makroökonomisches Modell, das diese Zusammenhänge beinhaltet und auf die Besonderheiten der Region eingeht. Das Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines Modells, das die Entwicklungen der Staaten im Hinblick auf einen EU-Beitritt darstellt.

Die Staaten werden im Modell mit ökonomischen, politischen und ideologischen Kennzahlen beschrieben. Die Grundlage dieser Kennzahlen bildet die Historie der Länder mit Berücksichtigung ihrer individuellen Charakteristika. Die Ausgangswerte werden je nach getroffenen Entscheidungen verändert und stellen die Entwicklungen der Staaten dar.

Ein Modelldurchlauf besteht aus mehreren Stufen, in denen die Veränderungen der Länder für eine Periode von vier Jahren berechnet werden. Die Interaktionen der Länder untereinander und mit der EU werden dabei mit Hilfe der Spieltheorie umgesetzt.

Zusätzlich wird eine Simulation des Modells als parametrierbare Java-Applikation implementiert. Durch die einstellbaren Werte ist es dem Benutzer möglich, direkt auf die Kalkulationen im Modelldurchlauf Einfluss zu nehmen. Mit der Simulation können lang- und kurzfristige Entwicklungen der Staaten berechnet werden. Die veränderten Kennzahlen der Länder nach einem oder mehreren Modelldurchläufen stellen die Ergebnisse dar. Die Start- und Endwerte werden tabellarisch aufgelistet und können über unterschiedliche Diagramme visualisiert werden.

Mit dem Modell und dessen Umsetzung wird ein Werkzeug geboten, das die Entwicklungen der sechs Balkanstaaten, die noch keine Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind, simuliert. Durch die einstellbaren Parameter wird dabei nicht ein allgemein gültiges Resultat erzielt, sondern es ergeben sich eine Vielzahl von möglichen Entwicklungen. Diese können für unterschiedliche Betrachtungen und Analysen der Balkanregion herangezogen werden.

Abstract (English)

After the transformation from communistic regimes into democratic systems, the Balkan States moved again in the public eye with their progress towards the European Union. With the Eastern European expansions of the EU in 2004 and 2007, three of the Balkan countries are already new members of the European community. Albania, Bosnia-Herzegovina, Croatia, Macedonia, Montenegro and Serbia strive for the goal of the accession to the EU as soon as possible. Currently those states cannot satisfy the required criteria for an EU entry. The economical and political decisions of these states drive the fulfillment of the necessary conditions.

The development of a state cannot be observed autarkically, because it also depends on the decisions of its neighboring states and the European Union. Until now there is no macroeconomic model available for the Balkan area, which includes these interrelations and considers the specific characteristics of the region. The aim of this paper is the formation of a model, which represents the development of the states in the face of accession to the EU. The states are described via economical, political and ideological key figures.

These figures are generated from a historical basis and individual characteristics are considered. The initial values get changed according to the taken decisions in the model and represent the development of the states. One cycle of the model consists of multiple stages; therein the changes of the countries are calculated in four-year-periods. The interactions of the states among each other and with the EU are realized by means of game theory.

Additionally there is a simulation of the model as a Java-application implemented with adjustable parameters. The user can directly influence the calculations in the flow path of the model with the tunable variables. The development of the states can be computed for the short- and long-run with this simulation. As the result of this model the modified key figures of the countries are displayed after an execution of one or more cycles. The initial and final values are listed in table form and can be visualized with different charts. The model and its implementation provide a tool which offers the possibility to simulate the development of the six Balkan States, which are not yet member states of the European Union. The goal of this model is not to achieve one generally valid result; the adjustable parameters are causing various developments of the countries. These outcomes can be used for different observations and analysis of the Balkan region.

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