Titelaufnahme

Titel
Förderstrategien für Kleingewerbe, Handels- und Dienstleistungsunternehmen in den Stadterneuerungsgebieten Wiens : am Beispiel Lebendige Wallensteinstraße und des Stadtteilmanagements der Gebietsbetreuung / von Katharina Conrad
VerfasserConrad, Katharina
Begutachter / BegutachterinWitthöft, Gesa
Erschienen2010
Umfang147 Bl. : Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Stadterneuerung / Lokale Ökonomie / Stadtteilmanagement / Wien / Wirtschaftsförderung / Gebietsbetreuung Stadterneuerung / Lebendige Straßen
Schlagwörter (EN)Urban Renewal / Local Economies / Neighbourhood Management / Vienna / Developement Strategies / Area Urban Renewal Offices
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-34748 Persistent Identifier (URN)
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Förderstrategien für Kleingewerbe, Handels- und Dienstleistungsunternehmen in den Stadterneuerungsgebieten Wiens [1.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Diplomarbeit wird untersucht, welche Förderstrategien für Kleinstunternehmen in Wiener Geschäftsstraßen und Einkaufsvierteln bei planerischen Aufwertungsprozessen (Stadterneuerung) angewandt werden. Diese Betriebe aus den Bereichen Gewerbe, Handel und Dienstleistungen werden in der Literatur unter dem Begriff "lokale Ökonomien" zusammengefasst. Der Fokus dieser Arbeit liegt aber nicht bei den "kreativen" lokalen Ökonomien aus den Bereichen Design, Kunst, Musik, Medien, usw., sondern bei den bislang in der Literatur weniger beachteten Kleinstunternehmen in Stadterneuerungsgebieten. Dazu zählen beispielsweise Stoff- und Bekleidungsgeschäfte, Dienstleistungsunternehmen wie Friseurgeschäfte oder SteuerberaterInnen und die Gastronomie.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht also einerseits, wie die Gebietsbetreuung Stadterneuerung mit der Förderung dieses Ausschnitts von lokalen Ökonomien derzeit umgeht und welche Empfehlungen sich daraus ableiten lassen. Andererseits werden auch die Zusammenarbeit und Vorgehensweisen mit anderen fördernden Institutionen (Förderungsgebern wie der Wirtschaftsagentur Wien oder der Wirtschaftskammer Wien) und mit den relevanten Akteuren und Akteurinnen aus Verwaltung und Politik untersucht. Diese Fragestellungen werden anhand einer empirischen Untersuchung zum Fallbeispiel "Lebendige Wallensteinstraße" und zum Stadtteilmanagement der Gebietsbetreuung Stadterneuerung in dieser Arbeit beantwortet. Als theoretischer Referenzrahmen dienen die Erfahrungen des deutschen Programms "Soziale Stadt".

Ergebnis dieser Arbeit ist, dass es in Wien keine verbindlich geltende, städtische Strategie zur Förderung dieses ausgewählten Teilbereichs von lokalen Ökonomien gibt. Mehrere fördernde Institutionen, darunter auch die Gebietsbetreuung Stadterneuerung, setzen individuelle Schwerpunkte und nehmen unterschiedliche Abgrenzungen ihrer Fördergebiete vor.

Bedingt durch diese drei Faktoren überwiegen nicht-institutionalisierte Kooperationsformen. Es kommt des Weiteren zu keiner Bündelung der finanziellen und personellen Ressourcen, obwohl alle Institutionen über zu geringe Mittel verfügen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass sich die Stadtteilmanagements in Wien voneinander in ihrer Umsetzung stark unterscheiden. Zudem fehlt eine Einbettung dieses Instruments der Stadterneuerung auf städtischer Ebene. Zu empfehlen ist daher, dass die Politik und Verwaltung Wiens den Förderungsbedarf der lokalen Ökonomien erkennt und diesen im Rahmen der Stadterneuerung als ressortübergreifende Verwaltungsaufgabe aufgreift.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis investigates into what types of development strategies are being employed for microenterprises in shopping streets and shopping quarters of Vienna on the part of urban redevelopment. The aforesaid enterprises (businesses, commercial companies and services enterprises) are subsumed under the generic term "local economies" in literature on urban renewal. The focus of this paper, however, does not lie with the creative industries among the local economies above (such as design, the arts, music, the media, etc.) but with microenterprises (i.e. clothes and cloth shops, services enterprises such as hairdressers' shops or tax consultants' offices and the catering trade among them) which have been less thoroughly looked into by research so far.

On the one hand, therefore, this paper focusses on the issue of how the Vienna Renewal Area Offices are currently dealing with developing these specific local economies and as to what proceedings could be recommended as a result. On the other hand, this paper also investigates into the manners of cooperation with and action of other sponsors - which are institutions such as Wirtschaftsagentur Wien and Wirtschaftskammer Wien - as well as relevant local administrators and politicians. These issues have been dealt with in an empirical investigation concerning the case study of "Lebendige Wallensteinstraße" and "Neighbourhood Management" of Vienna Area Urban Renewal Offices (Wiener Gebietsbetreuung Stadterneuerung). The theoretical framework of this paper is based on the experiences of the German programme "Soziale Stadt".

The findings of this diploma thesis include the fact that there is no binding urban strategy in Vienna with regard to the development of the selected segment of local economies. Several sponsoring institutions, the Vienna Area Renewal Offices among them, establish individual priorities of their own and define the areas to be sponsored accordingly, thus even the borderlines of areas of business development vary. Due to these factors, mostly non-institutionalised forms of cooperation can be found there. What is more, there is no concentration of financial and personal means although none of the institutions involved has the necessary resources at its disposal. Another finding is that even the different offices of "Neighbourhood Management" themselves do not put their strategies to practice in the same way all over the city. It is advisable, therefore, to embed this instrument of urban renewal into urban redevelopment on a municipal level. Politicians and administrators of Vienna should be advised to recognize the necessity to develop local economies and deal with it as an inter-agency administrative task in urban renewal.