Titelaufnahme

Titel
Aufarbeitung und Erforschung der Bautätigkeiten von Architekt Ignaz Endlweber im Raum Pitten (NÖ) von 1909 bis 1938 / von Christina Moder-Borsic
VerfasserModer-Borsic, Christina
Begutachter / BegutachterinJäger-Klein, Caroline
Erschienen2010
Umfang212 S. : zahlr. Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Endlweber / Architekt / Baumeister / Pitten / Heimatstil / Semmering-Architektur / Englisches Cottage / Sommerfrische / Villa
Schlagwörter (EN)Endlweber / architect / master-builder / Pitten / domestic revival / Semmering-architectur / English Cottage / summer retreat / villa
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-32887 Persistent Identifier (URN)
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Aufarbeitung und Erforschung der Bautätigkeiten von Architekt Ignaz Endlweber im Raum Pitten (NÖ) von 1909 bis 1938 [42.84 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Diplomarbeit ist, wie bereits der Titel aussagt, die Erforschung und Aufarbeitung der Bautätigkeiten des Architekten Ignaz Endlweber im Raum Pitten (Niederösterreich) von 1909 bis 1938. Auf Grund der mündlichen Überlieferungen des Enkelsohnes Endlwebers, sowie zahlreich vorhandenen Dokumenten, wie z.B. Arbeitszeugnissen und Fotos, kann die Biografie des Architekten sehr genau nachgezeichnet werden. Als Endlweber 1909 in Pitten sesshaft wurde, war gerade die Blütezeit des Sommerfrische-Tourismus vor Ort angebrochen. In Folge des Wohlstandes ergab sich für Ignaz Endlweber eine äußerst zufriedenstellende Auftragslage. Villen, Arbeiterhäuser, kleine und große Wohnhäuser - all das konnte er bereits bis zum Wirtschaftseinbruch mit Beginn des Ersten Weltkrieges verwirklichen. Die Villenbauten dieser ersten Schaffensperiode, welche seine Hauptbauaufgabe in diesem Zeitraum darstellten, weisen deutlich die Formensprache des Heimatstils auf und lehnen sich stark an regionale Einflüsse der Semmering-Architektur an.

Dies äußert sich in den unregelmäßigen Gebäudegrundrissen, den dadurch entstehenden abwechslungsreichen Dachformen, dem Einsatz von Stilelementen des Heimatstils und die Verwendung von Sgraffito-Ornamenten. Beim Bautyp des großen Wohnhauses wird die Idee des palladianischen Systems angewandt. Nach dem Ersten Weltkrieg war die wirtschaftliche Lage schlecht und Endlweber errichtete meist kleine Wohnhäuser. Im Zuge der Recherche konnten durch die Mithilfe der Hausbesitzer bzw.

Gemeindeämter zahlreiche Plandokument digitalisiert und viel Information über die Bauherren erfasst werden, wobei ein Großteil dieses gesammelten Wissens in dieser Arbeit niedergeschrieben wurde und somit ein Teil der Architekturgeschichte des Ortes Pitten dokumentiert werden konnte.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this diploma thesis, as already seen in its title, is the research and the review of the building activities of the architect Ignaz Endlweber in the Pitten area (Lower Austria), covering the period from 1909 to 1938. We can accurately trace the architect's biography on the basis of the oral deliverances of Endlwebers grandson and the numerous available documents, e.g. employer's references and photographs.

At the time when Endlweber settled down in Pitten, the heyday of summer tourism had just started. In line with the prosperity and wealth, Endlweber was able to enjoy extremely satisfactory project orders.

Villas, workhouses, small and large residential houses - he was able to realize all these projects already before the economy slowdown, which started with the beginning of the World War I. Villas from this first work period, which represented his main task during this time, show clearly design vocabulary of the "Heimat"- style (domestic revival) and are strongly influenced by the regional Semmering- architecture. This is expressed in irregular buildings' ground plans, which led to the emergence of the varying roof shapes, in applying elements of the "Heimat"- style and Sgraffito-ornaments. The large residential houses incorporate the idea of the Palladian system. The end of the World War I brought the economic slowdown and Endlweber built mostly small residential houses. During the research it was possible to digitalize numerous ground plans and acquire a lot of information about the building contractors with the help of landlords and local authorities. The larger part of the total collected information and knowledge was presented in this thesis, hence documenting a part of the architectural history of the Pitten area.