Titelaufnahme

Titel
Infrastruktur-UVP und Städtebau-UVP : das Thema Siedlungsentwicklung in der Infrastruktur-UVP "S 1 West" und der Städtebau-UVP "Flugfeld Aspern Süd" / von Katharina Wagner
VerfasserWagner, Katharina
Begutachter / BegutachterinKanonier, Arthur
Erschienen2009
UmfangIII, 112 S. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Umweltverträglichkeitsprüfung / UVP / Infrastruktur / Städtebau / Umweltverträglichkeitserklärung / Siedlungsentwicklung
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-31682 Persistent Identifier (URN)
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Infrastruktur-UVP und Städtebau-UVP [3.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Entstehung der Umweltverträglichkeitsprüfung Ende der 70-er Jahre in den USA war ein wichtiger Fortschritt für den Umweltschutz. Sie ist heute ein weit verbreitetes Verfahren Verfah-ren zur Feststellung möglicher negativer Auswirkungen von Großprojekten auf die Umwelt.

Die-se Umweltauswirkungen müssen bei der Planungs- und Ausführungsphase ermitteln, beschrie-ben und bewertet werden.

Die UVP stellt eine deutliche Qualitätsverbesserung gegenüber vorherigen Instrumenten der Vorhabensgenehmigung dar und ist somit ein wichtiger Schritt hin zu einem vorsorgenden und ganzheitlichen Umweltschutz. Sie dient dem Projektwerber als Planungsinstrument und zur Entscheidungsvorbereitung.

Ziel der UVP ist es  Umweltschäden nach dem Vorsorgeprinzip von vornherein zu vermeiden;  die Umweltauswirkungen ganzheitlich und umfassend, nicht nur sektoral und aus-schnittsweise zu betrachten;  eine bessere Vorbereitung der Projekte und der Genehmigungsverfahren zu erreichen;  Umweltbelange mit dem gleichen Stellenwert wie andere Belange in die Abwägung und Entscheidung einzubringen;  die Genehmigungsverfahren von Vorhaben unter Beteiligung der Öffentlichkeit transpa-renter und nachvollziehbarer zu gestalten.

Zu Beginn der Arbeit werden die gesetzlichen Grundlagen der UVP dargestellt. Eine Zusam-menfassung der Historie, die verfassungsrechtlichen Grundlagen für das UVP-G und das UVP G selbst, mit besonderem Augenmerk auf die Umweltverträglichkeitserklärung sind die In-halte dieses Kapitels.

Der Hauptteil der Arbeit besteht aus der Darstellung der beiden Beispielprojekte. Einerseits wird die Siedlungsentwicklung des Fachbeitrages Siedlungs- und Wirtschaftsraum der UVE einer Inf-rastruktur-UVP behandelt, andererseits wird dies auch für eine Städtebau-UVP wiedergegeben.

Durch die bevorstehende EU Osterweiterung hat der Großraum Wien mit bedeutenden regio-nalwirtschaftlichen und verkehrlichen Auswirkungen zu rechnen. Weiters ist aufgrund der zent-ralen Stellung der Bundeshauptstadt Wien und der Entwicklung St. Pöltens zu einer vollwirksa-men Landeshauptstadt mit einer signifikanten Erhöhung im Ziel- und Quellverkehr zu rechnen. Diesen Entwicklungen wird das vorhandene Straßennetz in der Ostregion nicht mehr gerecht. Es wurden daher bereits in zahlreichen Untersuchungen und Konzepten Maßnahmen definiert, welche in der aktuellen Fassung des Bundesstraßengesetzes 1971 vom 19.08.1999 Berück-sichtigung fanden und somit gesetzlich verankert wurden. Im Bundesstraßen-Übertragungsgesetz vom 29.03.2002 wurde die B305 im gegenständlichen Abschnitt nunmehr ein Teil der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße. Nebst der Projektbeschreibung und dem Prüfgegenstand wird hier besonderes Augenmerk auf die UVE-Methodik im Detail gelegt. Die RVS kommt hier als Bewertungsmethode zur Anwendung. Das "Flugfeld Aspern Süd" wird hier als Beispielprojekt für eine Städtebau-UVP genauer be-trachtet. Für das ehemalige Flugfeld Aspern wurde ein Masterplan entwickelt und beschlossen, der langfristig die Errichtung eines neuen Stadtteils im 22. Wiener Gemeindebezirk zum Ziel hat. Dem Fachbeitrag Siedlungs- und Wirtschaftstraum kommt beim Städtebauvorhaben besondere Bedeutung zu, da diese viele raumplanerische Elemente aufweisen. Am Beginn dieses Kapitels wurde das Vorhaben und sein Umfeld näher beschreiben, bevor hier ebenfalls die Be-wertungsmethodik im Detail erläutert wird. Bei dieser UVE wurde versucht, ebenfalls eine öko-logische Risikoanalyse als Bewertungsmethode anzuwenden, nur war dies aufgrund der vielen weichen Faktoren nicht möglich. Die Wirkfaktoren "Wohnwert" oder "Stadtklima" lassen sich an-hand von Festlegung von Wirkungsintensität, Eingriffserheblichkeiten etc. nicht bewerten, son-dern erhielten eine verbal beschriebene Bewertung. Es war somit wichtig hier ein Gleichgewicht zwischen verbal beschriebenen und einklassifizierten Wirkfaktoren zu finden.

Schlussendlich wurden die wesentlichen Unterschiede dieser beiden Projekte dargestellt. Es ist hier zu erwähnen, dass sich der Tatbestand eines Städtebauvorhabens von den typischen UVP-Projekten (wozu auch die Infrastruktur-UVP zählt) unterscheidet. Da beim "Flugfeld Aspern Süd" letztendlich die genaue Ausgestaltung des Vorhabens beim Erstellen der UVE noch nicht bekannt ist. Hingegen bei der S 1 West stand das technische Projekt mit all seinen Details bereits zum Zeitpunkt der Untersuchung fest.

Zusammenfassung (Englisch)

The emergence of Environmental Impact Assessment in the USA at the end of the 1970s was an important step forwards for environmental protection. Today it is a widely used process for determining the possible negative effects which large projects may have on the environment. These environmental effects must be ascertained, described and assessed in the planning and execution phases.

The EIA represents a clear improvement in quality compared to previous tools for planning ap-proval and is consequently an important step towards preventative and integrated environmental protection. The project agent can use it as a planning tool and in operations research.

The aim of the EIA is  to avoid environmental damage from the outset in accordance with the Precautionary Principle;  to consider the environmental effects in an integral and comprehensive manner, not just by sector and in parts;  to achieve better preparation for the project and the approval process;  to accord environmental concerns the same value as other issues in weighting and deci-sion making;  to design the approval process for projects with the involvement of the general public, transparently and with traceability, from the outset.

The statutory principles of the EIA are outlined at the beginning of the work. A summary of the history, the constitutional legal basis of the EIA Law and the EIA Law itself, with special focus on the environmental impact declaration, form the contents of this chapter.

The main part of the work consists of a presentation of the two sample projects. On the one hand this involves the settlement development part of the settlement and economic zone tech-nical paper of the EID of an infrastructure EIA, and on the other hand this will then be repro-duced for an urban development EIA too.

Due to the impending EU expansion in the East, the metropolitan area of Vienna must allow for significant regional economic and traffic effects.

Furthermore, the central location of the federal capital Vienna and the development of St. Pölten into an effective regional city with a significant increase in target and source traffic must be taken into account. The existing road network in the eastern region will no longer be able to cope with these developments. Consequently measures had already been defined through countless research and concepts which were taken into account in the current version of the Federal Road Network Law of 1971 dated 19.08.1999 and were therefore legally established. In the Federal Road Transfer Law dated 29.03.2002 the current section of the B305 became from then on part of the Vienna S 1 outer ring road highway. Together with the project description and the test specimen, particular focus will be placed here on the EIA methodology in detail.

RVS come into use here as an assessment method. The "Aspern South Airfield" will be considered more precisely here as a sample project for an urban development EIA. A master plan which had the long-term goal of constructing a new city district in the 22nd district of Vienna was developed and resolved upon for the former Aspern airfield. The settlement and economic zone technical paper assumes particular importance for urban construction planning, as it features many of these spatial planning elements. At the be-ginning of this chapter the plan and its environment were described in more detail, before the assessment methodology is also explained in detail. With this EID the application of an ecological risk analysis as an assessment methodology was also tried, only this was not possible due to flexible factors. The power factors "imputed income" or "urban climate" cannot be assessed by means of establishing the intensity of their impact, intervention relevance etc, but received a verbally described assessment. Consequently it was important here to find a balance between verbally described and single classified power factors.

Finally, the significant differences in these two projects were demonstrated. It should be men-tioned here that the facts for an urban development differ from typical EIA projects (which also includes the infrastructure EIA). Because in the end with the "Aspern South Airfield" the exact design of the development was still not known at the time the EID was produced. On the con-trary, with the S 1 West the technical project had already been established with all its details at the time of the research.