Titelaufnahme

Titel
Konzept zur Erstellung barrierefreier Webseiten : eine exemplarische Erfolgsmessung der Web Accessibility / von Rudolf Jürgen Hartjes
VerfasserHartjes, Rudolf Jürgen
Begutachter / BegutachterinQuirchmayr, Gerald
Erschienen2009
UmfangV, 115 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Mag.-Arb., 2009
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Barrierefreiheit / WCAG / WAI
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-28009 Persistent Identifier (URN)
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Konzept zur Erstellung barrierefreier Webseiten [10.4 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Thematik des barrierefreien Internet nimmt in Österreich einen relativ geringen Stellenwert ein und wird primär unter einem sozialen Aspekt betrachtet. Untersuchungen zufolge sind die Hauptgründe für das Fehlen barrierefreier Internetangebote ein erwarteter hoher finanzieller und technischer Aufwand sowie mangelnde Fachkenntnis seitens der Betreiber . Um den zu erwartenden Aufwand zu konkretisieren, wurde ein Konzept zur Erstellung barrierefreier Websites erarbeitet. Das Konzept setzt sich aus folgenden drei Schritten zusammen: i) Der Erstellung eines validen Quellcodes, ii) die Implementierung der WCAG 1.0 sowie iii) einer Evaluierung der Barrierefreiheit mittels Unified Web Evaluation Methodology (UWEM) 1.2. In weiterer Folge wurde das Konzept auf eine bestehende nicht barrierefreie Website eines österreichischen Unternehmens angewandt, um jener Zielgruppe die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit der Barrierefreiheit nahezubringen Die Analyse des wirtschaftlichen Nutzens der Barrierefreiheit erfolgte im Rahmen einer Single Embedded Case Study nach Yin. Diese Case Study bediente sich zum einen eines Vergleiches der Zugriffsstatistiken der nicht barrierefreien Version der Website mit jenen der barrierefreien Website. Bei dieser Analyse zeigte sich eine Zunahme der Gesamtbesuchszahlen um +60,47%. Ferner erhöhten sich auch qualitative Besuchsmerkmale, wie die Anzahl der aufgerufenen Seiten pro Besuch (+2,41 Seiten) und die durchschnittliche Besuchsdauer pro Besucher (+01:17 Min.). Unter der Annahme, dass die Einführung der Barrierefreiheit eine umfangreichere Indizierung der Seiteninhalte durch Suchmaschinen mit sich bringt, wurde zudem eine detaillierte Analyse der durch Suchmaschinen generierten Besuche durchgeführt. Hier erreichten sämtliche quantitativen und qualitativen Metriken der barrierefreien Website signifikant (p<0,05) bessere Werte als jene der nicht barrierefreien Website. Der zweite Teil der Case Study bestand in einer Analyse der Kosten und Nutzen der Barrierefreiheit, welche anhand dieses Fallbeispiels durchgeführt wurde. Bereits nach zwei Monaten konnte durch die barrierefreie Webpräsenz ein Umsatzzuwachs in Höhe der für die Einführung der Barriere angefallenen Kosten verzeichnet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The issue of web accessibility holds relatively little significance in Austria and is primarily viewed in a social context.

According to studies3, expectedly high financial costs, technical time and effort, as well as a lack of expertise on the part of the provider are to blame for the shortage of accessible internet sites. In an effort to document the extent of these expected costs, a concept detailing web accessibility development has been prepared. The concept is comprised of the following three steps: the creation of valid source code, the implementation of WCAG 1.0 as well as an evaluation of accessibility via Unified Web Evaluation Methodology (UWEM) 1.2. Furthermore, the concept has been applied to an existing, nonaccessible website belonging to an Austrian company in order to prove the commercial significance of accessibility. In order to analyze the commercial use of accessibility, a single case study based on Yin's case study framework was conducted.

This case study draws on a comparison of the access statistics of a non-accessible version of the website with those of an accessible one.

The analysis shows an increase of total visits by +60.47%. Qualitative visitor distinctions such as the number of page hits per visit (+2.41 pages) and the average duration of a visit (+0:01:17) also increased. On the assumption that the introduction of web accessibility brings with it a more comprehensive search engine content indexation, a detailed analysis was made of search-engine-generated visits. All quantitative and qualitative metrics4 for the accessible website achieved significantly (p<0.05) better values than those of non-accessible websites. The second part of the case study consisted of an accessibility cost/use analysis, which was conducted with the aid of an isolated test case (www.ruwa.at). After only two months, the profits generated by the accessible version of the website reached the amount of the initial costs occrued through the introduction of that same web accessibility.