Titelaufnahme

Titel
Nach Baumann: Die Moderne im alpinen Ausdruck der (neuen) Nordkette / von Christian Schgaguler
Weitere Titel
Past Baumann: modernity in the alpine expression of the (new) Nordkette
Verfasser / Verfasserin Schgaguler, Christian
Begutachter / BegutachterinJäger-Klein, Caroline
Erschienen2008
Umfang124 S., [16] gef. Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2009
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Moderne / Tirol / Franz Baumann / Innsbruck / Nordkettenbahn / Denkmalpflege / Industriedenkmal
Schlagwörter (EN)Modernity / Tirol / Franz Baumann / Innsbruck / Nordkettenbahn / history of architecture: preservation of monuments
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-27988 Persistent Identifier (URN)
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Nach Baumann: Die Moderne im alpinen Ausdruck der (neuen) Nordkette [39.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Spannungsbogen vordenkerischer und traditionalistischer Tendenzen brachte die Moderne in Tirol architektonische Einzelkämpfer hervor, die in ihrem tiefsinnigen Verständnis für die Landschaft, kritisch abwägend zwischen richtungsweisenden Positionen und regionalen Prägungen, maßgeblich zur Herausbildung einer autochthonen Interpretation Neuen Bauens in den Bergen beitrugen. Einer davon war Franz Baumann. Seine siegreichen Entwürfe für die Stationsbauten der Seilschwebebahn auf die Nordkette, zugleich sein beruflicher Durchbruch, zeugen von einer selbstbewussten Auslegung moderner Maximen, präzis abgestimmt auf klimatische Launen, intakt eingepasst in den landschaftlichen Kontext. Seit nunmehr 80 Jahren pendeln die Gondeln zwischen Hungerburg und Hafelekar, bringen Innsbruck auf die Nordkette und die Nordkette in die Stadt. Gezeichnet von zahlreichen Umbauten - manche geglückt, andere weniger, die Überlebensfähigkeit bislang allerdings gewährleistend - harren Baumanns Meisterwerke in den Bergrücken des Karwendels. In Zeiten des Umbaus der fassbaren Nordkette zum abstrakten Nordpark, stellt sich aber die Frage, inwiefern Baumanns Architektur, mittlerweile unter Denkmalschutz, auf aktuelle Abläufe angemessen reagieren kann. Ein kompromissloses Festhalten an nostalgischen Bildern und Vorstellungen kann nicht der Weg in die Zukunft eines Gebäudes sein, welches seiner Zeit ursprünglich weit voraus war. Denn das Einfrieren eines verflossenen Wunschzustandes würde Baumanns herrlich herausgearbeitete Authentizität mit einem Mal demontieren, dem Wesen seiner Architektur zutiefst zuwiderlaufen. Die Herausforderung besteht darin, Baumanns Formensprache weder zu imitieren, sie noch durch inhaltslose Phrasen zu ergänzen. Durchdringend hatte er demonstriert, dass Grundgerüste aufgegriffen und konsequent in neue Gestaltungsformen übertragen werden können, ohne dabei an Substanz zu verlieren. Wird diese Transformation unbeirrt weitergesponnen, kann einer drohende Degeneration zu bloßen baukünstlerischen Relikten erfolgreich entgegengewirkt werden.

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