Titelaufnahme

Titel
Ein APT-Multifaktormodell für den polnischen Aktienmarkt auf Basis einer endogenen Faktoranalyse / Johannes Rieger
VerfasserRieger, Johannes
Begutachter / BegutachterinAussenegg, Wolfgang
Erschienen2008
Umfang77 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)APT / Faktormodell / Polen / Multifaktor / PCA / Hauptkomponentenanalyse
Schlagwörter (EN)APT / factor model / Poland / multifactor / PCA / principal component analysis
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-27600 Persistent Identifier (URN)
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Ein APT-Multifaktormodell für den polnischen Aktienmarkt auf Basis einer endogenen Faktoranalyse [0.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbitrage Pricing Theory (APT) ist ein Modell zur Bestimmung von erwarteten Wertpapierrenditen auf einem vollkommenen Kapitalmarkt.

Sie unterstellt, dass diese Renditen durch die Übernahme von systematischem Risiko erzielt werden, da das unsystematische Risiko durch Portefeuillebildung wegdiversifiziert werden kann. Gemäß Roll und Ross (1980) hat so ein APT-Modell die Form eines k-dimensionalen linearen Faktormodells.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Faktorstruktur für den polnischen Aktienmarkt zu bestimmen, und anschließend festzustellen, wie gut die dortigen Renditen durch ein APT-Multifaktor-Modell erklärt werden können. Als Datengrundlage dienten Tages- und Monatsrenditen von 110 an der WSE (Warsaw Stock Exchange) notierten Firmen (Zeitraum 1999-2005). Aus diesen wurden für unterschiedliche Portfolios und Subperioden, mit Hilfe der Hauptkomponentenanalyse, künstliche Faktoren ermittelt, sowie anschließend durch Regression die Ausprägungen der Risikoprämien bestimmt (i.e. der Preis der für die Übernahme eines bestimmten Risikofaktors bezahlt wird). Zum Schluss wurde die Güte des Erklärungsgrades der einzelnen Modelle analysiert.

Die empirische Untersuchung ergab, dass die Anzahl der signifikanten Risikofaktoren wesentlich vom Beobachtungszeitraum sowie der Anzahl der Beobachtungen abhängt. Auf Basis von Monatsrenditen erwiesen sich zwischen 6 und 10 Faktoren als relevant, jedoch zeigten die Modelle nur bei bestimmten Portfolios eine annehmbare Anpassung.

Für die Modellierung der Tagesrenditen ergaben sich große Unterschiede zwischen den Beobachtungszeiträumen. Während für die erste Subperiode (1999-2001) die APT verworfen werden musste, zeigte sich für die zweite (2002-2005) eine durchgängige Gültigkeit dieser. Beinahe alle Portfolios dieser Periode weisen auf ein 2-3 Faktoren APT-Modell hin.