Titelaufnahme

Titel
Druckverhältnisse bei Betonierarbeiten mit weichen Betonen im Spezialtiefbau / von Gerhard Gruber
VerfasserGruber, Gerhard
Begutachter / BegutachterinJodl, Hans Georg ; Heegemann, Ingo
Erschienen2008
UmfangIII, 108, XVII Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Druckverhältnisse / weiche Betone / Spezialtiefbau
Schlagwörter (EN)concrete with thin viscosity / special foundation engineering
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-25953 Persistent Identifier (URN)
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Druckverhältnisse bei Betonierarbeiten mit weichen Betonen im Spezialtiefbau [9.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gerhard GRUBER: Druckverhältnisse bei Betonierarbeiten mit weichen Betonen im Spezialtiefbau Seit einigen Jahren treten im Spezialtiefbau, insbesondere bei weichen Betonen, Probleme hinsichtlich der Stabilität des Frischbetons bei der Herstellung von Bohrpfählen und Schlitzwänden auf. Durch das Bluten von Beton (Auspressen von Wasser aus dem Frischbeton)kann die Betondeckung verringert werden (bis hin zur Freilegung der Bewehrung), Nachsackungen an der fertig betonierten Betonoberfläche entstehen und optische Mängel auftreten.

Da das Bluten des Betons neben der Betonzusammensetzung auch vom Frischbetondruck abhängt, wird in der vorliegenden Arbeit der Frischbetondruck mittels Baustellenversuchen ermittelt.

Messungen des Frischbetondrucks wurden bereits an Stützen und Wänden im Hochbau durchgeführt. Die Betonierhöhen liegen dort bei max. fünf Metern. Im Spezialtiefbau sind jedoch Betonierhöhen von 20 bis 40 Metern keine Seltenheit. Durch die größeren Betonierhöhen treten wesentlich höhere Frischbetondrücke auf und das Bluten kann dadurch verstärkt werden.

Zur Messung der Betondrücke kamen zwei unterschiedliche Messgerätetypen zum Einsatz. Zum einen wurde ein Druckkissen mit elektrischem Druckgeber verwendet und zum anderen wurden Flüssigkeitsdruckgeber mit piezoresistiver Messtechnik eingesetzt. Beide Messgerätetypen lieferten nahezu gleiche Daten und können somit als gleichwertig angesehen werden.

Die Messaufnehmer wurden über die Tiefe in annähernd gleichen Abständen in fünf Ebenen an den Bewehrungskörben befestigt, um den Frischbetondruckverlauf über die Tiefe zu ermitteln. Beendet wurden die Messungen mit dem Abklingen des Betondrucks nach dem Betonierende.

Die Messungen ergaben, dass der Frischbetondruck von der Betonkonsistenz, der Betoniergeschwindigkeit und der Verzögerung der Anfangserhärtung abhängt. Der maximal mögliche Frischbetondruck kann mit dem hydrostatischen Flüssigkeitsdruck abgeschätzt werden. Zur Berechnung des Frischbetondrucks kann die Erddrucktheorie nach Coulomb mit dem Sonderfall des Erdruhedrucks herangezogen werden. Da der Eingangsparameter, der Reibungswinkel des Betons in Abhängigkeit vom Erstarrungszustand, nicht bekannt ist und erst im Labor mittels Versuchen bestimmt werden muss, wird die Berechnung nur exemplarisch durchgeführt.

Zusammenfassung (Englisch)

Gerhard GRUBER: pressure relationships at concreting work with soft stressing in special foundation engineering For some years difficulties in the production of bored piles and diaphragm walls have appeared in special foundation engineering. These difficulties, which show most frequently with soft concrete, originate from the so-called "bleeding of concrete" (squeeze water from fresh concrete), causing the exposure of the reinforcement, optical defects and the sinking of the concreted surface. The bleeding of concrete depends on the concrete composition and its pressure. In this thesis the concrete pressure will be investigate with jobsite measurements.

Measurements of concrete pressure have already been carried out in props and walls in structural building construction. Concrete work is usually done up to a height of five metres. In special foundation engineering, however, work is carried out in a height of 20 to 40 metres. Owing to the greater heights the concrete pressure is substantially higher and thus bleeding is higher.

In the course of this study two different instrument models were employed to measure concrete pressures. A caul with an electric pressure transmitter as well as a fluid pressure transducer with piezo-resistive measurement were used. Both measuring instruments delivered almost precisely the same data and can thus be considered equivalent. The measuring instruments were fastened to the reinforcement cage on five different levels, the distances of which were nearly the same. The measurements were quit with the decay of the concrete pressures.

The measurements proved that the fresh-concrete pressure highly depended on the concrete consistency, the speed of the concreting work and the delay of the hardening. The highest possible concrete pressure can be equalled with the hydrostatic liquid pressure. The calculation of the concrete pressure can be carried out on the basis of Coulombs earth static pressure theory (rest theory). However, the study presented in this thesis was only exemplary.

The initial parameter, the frictional angle of the concrete as a function of its hardening, is unknown and must still be determined in the laboratory by means of tests.