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Titel
Analyse der Emissionsminderungspotentiale von Heizsystemen im österreichischen Gebäudebestand / von Franz Zach
Verfasser / Verfasserin Zach, Franz In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Begutachter / BegutachterinHaas, Reinhard ; Kranzl, Lukas
Erschienen2008
Umfang198 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Heizung / Emissionen / Heizkostenvergleich / Gebäudebestand / Energieverbrauch / Energieeinsparung
Schlagwörter (EN)heating / emissions / comparison of heating costs / Austrian buildings / energy consumption / energy saving
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-25216 Persistent Identifier (URN)
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Analyse der Emissionsminderungspotentiale von Heizsystemen im österreichischen Gebäudebestand [11.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit ökologischen Aspekten von Heizungssystemen mit Bezug zum österreichischen Gebäudebestand.

Zentrale Fragestellungen:

1.) Wie hoch sind Schadstoff- und Treibhausgasemissionen der vorherrschenden Heizungssysteme? 2.) Wie verändert sich die Emissionssituation, wenn innovative Heizungssysteme implementiert werden? 3.) Wie hoch sind die österreichischen Emissionen aus Raumwärme und Warmwassererzeugung? 4.) Was würde sich unter Zugrundelegung anderer (erstrebenswerter) Verteilungen der Heizungssysteme verändern? CO2-Äquivalente (Treibhausgase), SO2-Äquivalente (Versauerung), TOPP-Äquivalente (Ozonbildung), Staub und kumulierter Energieaufwand werden berechnet.

Zwischen vier Gebäudegrößen und sieben Bauperioden wird unterschieden.

Für jede der 28 Gebäudegruppen wird die momentane Heizungsstruktur dargestellt.

Durch Untersuchung von Gebäudedaten, Heizungsanlagen sowie Benutzerverhalten wird der jährliche Endenergiebedarf errechnet.

Die Emissionen werden mit dem Computerprogramm GEMIS berechnet.

Wesentliche Ergebnisse:

1.) Kohleheizungen haben hohe Emissionen.

2.) Gas ist umweltfreundlicher als Öl.

3.) Holzheizungen haben niedrige Treibhausgas-, aber hohe Staubemissionen.

4.) Fernwärme ist relativ umweltfreundlich, allerdings ist unklar, welche Emissionen eingerechnet werden müssen.

5.) Wärmepumpen liegen relativ gut. Die Gebäudedämmung und der Strommix beeinflussen die Ergebnisse stark.

6.) Solaranlagen sind umweltfreundlich, ihr Deckungsgrad ist niedrig.

Weiters werden gesamtösterreichische Emissionen berechnet. Durch Szenarienbildung zur Heizungserneuerung und Gebäudesanierung werden beachtliche Einsparpotentiale aufgezeigt.

Anschließend folgt ein wirtschaftlicher Vergleich. Unsichere Parameter (Abschreibungsdauer, Energiepreisentwicklung, Zinssatz, Kosten wie Anschlussgebühr) machen Aussagen schwierig. Holzheizungen und Wärmepumpen benötigen höhere Investitionskosten, sind dafür im Betrieb günstiger als Öl und Gas. Öl ist teurer als Gas. Fernwärme ist relativ günstig.

Hindernisse bei der Implementierung moderner Heizungssysteme (Biomasse, Wärmepumpen, Solaranlagen) und Fehler bei der Verwendung von Heizungen werden aufgezeigt.

Weiters werden Gesetze zur Inverkehrbringung und Überprüfung von Heizungsanlagen zusammengefasst.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with ecological aspects of heating systems, related to Austrian buildings. CO2-equivalent-emissions, SO2-equivalent-emissions, TOPP-equivalent-emissions, smoke and total energy demand are calculated.

Main questions:

1.) How high are the emissions of greenhouse gases and air pollutants? 2.) How does the situation change if modern heating systems are installed? 3.) How high are the emissions in Austria caused by heating? 4.) How would that change if newer heating systems are installed? 7 building periods and 4 building-sizes are distinguished.

By evaluation of data of Austrian buildings, heating systems and the behaviour of people the site energy demand is calculated.

Emissions are calculated by "GEMIS".

Main results:

1.) Coal heatings show high emissions.

2.) Gas is better than oil.

3.) Wood emits much smoke but low greenhouse gases.

4.) District heat is difficult to calculate, because it is not clear which emissions have to be included.

5.) Heat pumps show quite low emissions, but results depend on electricity mix and thermal quality of the builiding.

6.) Solar systems are good for environment, but their potential is low.

Total Austrian emissions are calculated and high potentials for reducing emissions by replacing heating systems are shown.

Many variables (development of energy prices, lifetime of heating systems, interest...) make an economical analysis difficult. Wood heatings and heat pumps need higher capital costs but lower current costs than gas and oil.

Furthermore restrictions for the implementation of modern technologies and mistakes regarding the usage of heating systems are discussed.

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