Titelaufnahme

Titel
Logistik langer Tunnelbauwerke / von Florian Bachl
VerfasserBachl, Florian
Begutachter / BegutachterinJodl, Hans Georg ; Jurecka, Andreas
Erschienen2008
Umfang163 Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Tunnelbau
Schlagwörter (EN)tunneling
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-24598 Persistent Identifier (URN)
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Logistik langer Tunnelbauwerke [6.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Bau von Tunneln erfordert lange gewissenhafte Vorausplanungen, um den gewünschten wirtschaftlichen Bauerfolg zu erzielen. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Einflussfaktoren bestimmen schlussendlich, ob sich Bauverzögerungen oder Abweichungen vom Projekt ergeben.

KURZFASSUNG Der Bau von langen Tunnelbauwerken, wir sprechen hier von Längen, die sich in Größen-ordnungen von 10 bis 60 Kilometern bewegen, erfordert eine noch genauere und sorgfältigere Planung, als wir es bisher gekannt hatten. Durch die Teilung des Tunnels in mehrere Baulose kann man getrost von einer Aneinanderreihung einzelner Tunnelbauwerke sprechen, die jedes für sich betrachtet eine große Herausforderung für die Tunnelmannschaft und Ingenieure darstellt.

Vor allem durch die wechselnden geologischen und hydrogeologischen Einflüsse bestimmt, zeigt sich mit welcher Vortriebsmethode man am Effektivsten den Tunnel auffahren kann. Der Vortrieb mittels Tunnelvortriebsmaschine (TVM - Tunnelbohrmaschine oder Schild-maschine) arbeitet bei Längen ab 3 Kilometern am wirtschaftlichsten, diese Einheit aus Bohrkopf, Antrieb, Sicherungsmaßnahmen und diversen Nachläufern bohrt sich als Logistik-einheit durch das anstehende Gestein. Hier beginnt die Herausforderung den gelösten Boden ohne Verzögerung aus dem Tunnel zu fördern und die benötigten Baustoffe für den Ausbau rechtzeitig in den Berg zu bringen. Schon vor der Ausschreibungsphase versuchen wir Ingenieure die dafür geeignetsten Verfahren zu bestimmen, welche die gegebenen Randbedingungen, wie geologische und hydrologische Verhältnisse am besten berücksichtigen. Der Planung in der Projektierungsphase stehen aber teilweise nur sehr lückenhafte Kenntnisse der gegebenen Randbedingungen zur Verfügung.

Diese Planungsunsicherheit kann es erforderlich machen, dass es während des Vortriebes zu Änderungen der Logistik kommen kann. Eine besondere Herausforderung, neben der Versorgung der TVM, ist eine ausreichende Belüftung der Tunnelröhren sowie ein ausgeklügeltes Sicherheitsmanagement, welches das Unfallrisiko minimieren soll.

Bisher wurden erst wenige lange Tunnelbauwerke fertig gestellt. Einige befinden sich in Bau und viele in Planung, die daraus erhaltenen Erfahrungen helfen uns, die noch vor uns liegenden Herausforderungen besser zu meistern.

Zusammenfassung (Englisch)

ABSTRACT The construction of tunnels demands conscientious preparation in order to achieve the economic success desired. A great number of different factors finally influence eventual delays in construction as well as deviations from project plans.

The construction of long-distance tunnels, measuring 10 to 60 kilometres, demands a planning phase which has to be extremely meticulous and thorough. Because of the partition of the tunnel into several construction sections one has to deal with individual tunnel sections, each of which represents a great challenge for the construction crew and engineers. It is above all geological and hydro-geological factors that determine which tunnelling method to choose in order to effectively excavate a tunnel. Tunnelling by means of a tunnel boring machine (TVM) works most efficiently with lengths from three kilometres onwards. The TVM consists of a cutter head, an engine, a measure of protection as well as various back up systems which drill through the native rock as a logistic unit in itself. The challenge here is to muck the excavated soil from the tunnel without delay and to transport the constructing material into the mountain on time.

Even before the tendering procedure is being commenced, the engineers try to determine the most suitable methods which best consider the given boundary conditions such as geological and hydro-geological circumstances.

Yet the project planning is sometimes confronted with a lack of knowledge concerning these boundary conditions. This uncertainty in the planning process might require an amendment of the logistics.

A special challenge, besides the supply of the TVM, is to provide for a sufficient ventilation of the tunnel as well as an elaborate safety management which is able to minimise the accident risk.

Only a few long tunnels have been completed up to now. Some are still under construction, while others are in the planning stage. The experience gained can help us to improve the management of the challenges still to come.