Titelaufnahme

Titel
Schwellen in der Architektur : eine Analyse österreichischer Klöster / von Manuela Enengel
VerfasserEnengel, Manuela
Begutachter / BegutachterinIllera, Christa
Erschienen2008
Umfang193 S. : zahlr. Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Schwelle / Kloster
Schlagwörter (EN)Threshold / Monastery
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-22272 Persistent Identifier (URN)
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Schwellen in der Architektur [25.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Schwelle ist die elementare Gestaltung menschlicher Raumordnung, sie scheidet innen von außen. Schwellen definieren immer einen Übergang, die Überwindung einer Grenze. Als Schnittstellen sind sie Trennung und Verbindung zugleich. In dieser Arbeit wird analysiert, wie die Grenze aussieht, die es zu überschreiten gilt bzw. definierte Personenkreise von einer Überschreitung abhalten soll. Wird diese Gestaltung des Schwellenbereiches bewusst oder unbewusst wahrgenommen und zu welchem Handeln verleitet sie? Dazu wurden unterschiedliche Ordensniederlassungen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland untersucht - mittelalterliche Gründungen genauso wie Neubauten des 20.

Jahrhunderts. Das zeitgenössische Kloster baut im Prinzip auf den benediktinischen Grundlagen auf und weist - wenn auch modifiziert - die entscheidenden Funktionen daraus auf. Wenige, klar abgesteckte Wege, meist über differenzierte Abstufungen der Öffentlichkeitsgrade, die jeweils nur für bestimmte Personen(gruppen) zugänglich sind, führen in ein Kloster und die Klausur hinein. Einen großen Einschnitt in das monastische Leben bedeutet oft der Tourismus, eine Aufgabe des Klosters, für die es ursprünglich nicht vorgesehen war. Daraus folgend gibt es heute mehr und/oder andere Benutzergruppen als zur Zeit ihrer Entstehung. In den meisten Klöstern haben sich die Klausurbereiche stark verkleinert. Auch Bereiche rund um den Kreuzgang werden oft zur Besichtigung freigegeben, was zu einer Überschneidung der Wege zwischen Besuchern und Bewohnern führen kann. Es wird in dieser Arbeit gezeigt, mit welchen baulichen, oft subtilen Methoden die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem gezogen werden.