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Titel
Vergleich von geförderten Sanierungskonzepten in Wien anhand eines gründerzeitlichen Wohnhauses / von Friedrich Bitzinger
VerfasserBitzinger, Friedrich
Begutachter / BegutachterinMahdavi, Ardeshir ; Korjenic, Azra
Erschienen2008
Umfang72 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)geförderte / Sanierungskonzept / Wien / gründerzeit / Wohnhaus / Vergleich / Passivhaustechnik /
Schlagwörter (EN)compare / funded / rehabilitation of concepts / Vienna / Passivhousetechnology
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-26527 Persistent Identifier (URN)
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Vergleich von geförderten Sanierungskonzepten in Wien anhand eines gründerzeitlichen Wohnhauses [5.06 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung:

Kriege werden um Energie und Ressourcen geführt. Umweltorganisationen und Wissenschaftler warnen vor den zukünftigen Entwicklungen. Das exponentielle Wachstum in der Wirtschaft löst auch exponentielles Wachstum der Weltbevölkerung und der Umweltbelastung aus. Ökologen sowie auch Ökonomen sind sich einig, dass ein Sinneswandel in der Gesellschaft nötig ist. Die Verknappung von Energie und Ressourcen lösen diesen Sinneswandel aus. Nachhaltigkeit wurde zu einem weltumspannenden Begriff und beherrscht unser handeln. Um den stetig wachsenden Energiebedarf im Griff zu haben, bedarf es einer Energiestrategie mit zwei Schwerpunkten: Energieeffizienz und Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Die Energieeffizienz ist relativ leicht und daher sofort umzusetzen, während der Umstieg auf erneuerbare Energieträger die Zukunft sein soll. Der Begriff Nachhaltigkeit hat einen großen Anwendungsbereich und wird in dieser Arbeit in Form der Gebäudesanierung interpretiert. Eine Sanierung beinhaltet Wiederverwertung, Behebung von Bauschäden bzw.

Bauweisen und Neugestaltung bestehenden Strukturen. Sie ist also eine Effizienzsteigerung der bestehenden Substanz. Eine Reduzierung des Energieverbrauchs ist das oberste Ziel und kann hier bis zu 80% erreichen. Bedeutend bei der Sanierung ist das Erkennen von Zusammenhängen.

Maßnahmen müssen in einem Konzept zusammengefasst werden und miteinander abgestimmt werden. Damit kann eine Sanierung nicht nur Energie sparen sondern auch die Wohnqualität erhöhen. Eine Investition die eine Wertsteigerung mit sich bringt.

Sanierung von Gebäuden hat aber auch das Problem der aufrechten Wohn-verhältnisse. Während in anderen Großstädten in Europa das Konzept der Flächensanierung praktiziert wurde und wird, so wird in Wien die sanfte Sanierung propagiert und auch gefördert. Es wurde zu einem politischen Thema eine Sanierung ohne Umsiedlung und Absiedlung zu bewerkstelligen. Wien weist grob gesagt zwei Gebäudetypologien auf: die der Gründerzeit und die der Nachkriegszeit. Während die Gründerzeitgebäude am Haus sowie auch in den Wohnungen sanierungsbedürftig sind, so ist bei den Nachkriegszeitbauten die Gebäudehülle zu erneuern. Die Stadt Wien hat dafür verschieden Sanierungskonzepte bei der Hand (Sockelsanierungskonzept für die Gründerzeithäuser und TheWosan-Konzept für die Nachkriegszeitbauten) die auch großzügig, im Vergleich mit anderen europäischen Großstädten, gefördert werden. In dieser Diplomarbeit werden nun die verschiedenen geförderten Sanierungskonzepte anhand eines Beispiels gezeigt und durchgeführt. Ein Vergleich der verschiedenen Konzepte soll die verschiedenen Punkte der Sanierung beleuchten. Die Punkte sind: - die Energieeffizienz im Zusammenhang mit den Maßnahmen, - die Sanierungskosten im Zusammenhang mit den Maßnahmen, - die Belastung für den Eigentümer bzw. Mieter der Wohnungen und - schlussendlich die Belastung für den Fördergeber (Land Wien).

Die Ergebnisse der durchgeführten Sanierungskonzepte brachte folgende Erkenntnisse bzw. Problemstellungen:

In der Sockelsanierung spielt die thermische Verbesserung nur eine kleine Rolle denn sie kommt nur den Mietern der Wohnungen zu gute. Der Eigentümer der die Kosten der Sanierung trägt bekommt die Rückvergütung für die thermische Verbesserung nur in Form der Wertsteigerung des Hauses. Ganz gegensätzlich dazu ist es bei der thermisch-energetischen Sanierung, da dieses Konzept vor allem bei Wohnhäusern mit Eigentumswohnungen angewendet wird. Die Eigentumsgemeinschaft trägt die Kosten der Sanierung und wohnt auch zugleich in den einzelnen Wohnungen.

Die Sanierung selbst trifft häufig auch auf mangelnde Bereitschaft der Bewohner eine Baustelle in der Wohnung zu haben, die bei Einbau von Passivhaustechnik zum Beispiel notwendig ist. Nur durch wirtschaftliche Gründe (Förderung) und durch zeitintensives entkräften von Vorurteilen, können die Bewohner überzeugt werden.

Der Einsatz von Passivhaustechnologie ist derzeit noch mit erheblichen Mehrkosten behaftet und führt so zu Ablehnung von innovativen Sanierungskonzepten.

Die förderrechtlichen höchstzulässigen Gesamtsanierungskosten entsprechen nicht mehr der Zeit und führen so zu halbherzige Sanierungsmaßnahmen bzw. versperren ebenfalls innovative Sanierungskonzepte.

Grundsätzlich ist eine Sanierung eng mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten verbunden. Anreize wie eine Förderung beschleunigen daher den Entschluss eine Sanierung zu machen. Die Entscheidungsfindung zu einer Sanierung darf aber nicht nur wirtschaftlichen Gründen zu Grunde liegen, sondern muss auch gesellschaftliche Überlegungen haben, damit eine Sanierung nicht bei Baubeginn anfängt und bei Bauende aufhört. Der Gedanke der Energieeffizienz muss auch in unserem täglichen Leben vorhanden sein. Die Bildung einer Gemeinschaft ist notwendig um der Energieeffizienz eine Motivation zu geben. Bauliche Gegebenheiten sollen diese Gemeinschaft bilden und damit auch das Energiebewusstsein fördern.

Zusammenfassung (Englisch)

Summary: Sustainability has become a global concept and we dominated. To the ever-growing energy needs under control, it needs an energy strategy with two priorities: energy efficiency and switch to renewable energy sources. The concept of sustainability has a large scope and in this work is in the form of renovated buildings interpreted. A reduction of energy consumption is the highest goal and can be up to 80%. Significant recovery is in recognition of the context. As a result, a renovation not only save energy but also the quality of housing. While in other major cities in Europe the concept of land rehabilitation was practiced, is in Vienna the gentle rehabilitation propagated and promoted. Vienna has roughly two buildings types: the time around 1900 and the buildings after the second world war. The city of Vienna has taken different reovation concepts. In this thesis are now supported the various redevelopment concepts shown on an example which was built around 1900. A comparison of different approaches should shown this points: -- Energy efficiency, -- The renovations costs, -- The costs for the owners of the flats and -- The costs for the gouverments (country Vienna). The results of the remedial approaches yields the following findings or problems: -- The renovations measures benefits the tenants while the cost carriers (owner) has no benefit except the increase in value -- Lack of preparedness of residents for a restoration -- Significant additional costs for passive house technology -- Too low maximum total renovations costs --.... The idea of energy efficiency must also be in our daily life there. The formation of a community is needed to give energy efficiency a motivation. Building should form communities and also the energy awareness.