Titelaufnahme

Titel
Das Hernalser Kalvarienbergviertel : von der Entstehung des Kirchenplatzes, des Klosters und der baulichen Weiterentwicklung zum Schulkomplex / von Ingrid Bednar
VerfasserBednar, Ingrid
Begutachter / BegutachterinDöring-Williams, Marina
Erschienen2009
Umfang119, [26] Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2009
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Hernals, Kalvarienbergviertel
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-25522 Persistent Identifier (URN)
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Das Hernalser Kalvarienbergviertel [4.66 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Thema dieser Arbeit ist das Hernalser Kalvarienbergviertel.

Im Speziellen befasst sich die Arbeit mit der Entstehung des Platzes, des Klosters und in weiterer Folge der baulichen Entwicklung zum Schulkomplex. Das Hernalser Kalvarienbergviertel befindet sich im Nordwesten des dicht bebauten Wiener Stadtgebietes, im 17. Bezirk. Am Hernalser Spitz, dem Einmündungspunkt der Jörgerstraße in die Hernalser Hauptstraße, quert die Kalvarienberggasse. Südlich des Elterleinplatzes auf einer leichten Anhöhe befindet sich der Bartholomäusplatz mit der Kalvarienbergkirche und dem angrenzenden Schulkomplex. Das Kalvarienbergviertel wird heute durch die beiden Schulen, die Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe in der Kalvarienberggasse 28 und das Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium in der Geblergasse 56-58 geprägt. Die beiden Schulen befinden sich auf dem Areal des dort entstandenen Offizierstöchter-Erziehungs-Institutes. Ein Teil dieses Gebäudekomplexes war davor ein Kloster. Die in diesem Kloster lebenden Paulinermönche errichteten auch die Kalvarienbergkirche, die im Bezug zum Kloster stand.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Rekonstruktion der Entwicklungs- und Baugeschichte dieses Viertels. Mit Hilfe des recherchierten Akten- und Planmaterials ist die bauliche Situation des Viertels in Bauphasen grafisch dargestellt.

Die Entstehung des Kalvarienbergviertels beginnt 1639 mit der Errichtung eines Kreuzweges von St. Stephan in der Stadt Wien zu dem Dorf Hernals, wo ein Heiliges Grab neben der dort bestehenden Pfarrkirche errichtet wurde. Dies ist als gegenreformatorische Maßnahme zu sehen, denn in Hernals wurden bis 1625 protestantische Predigten abgehalten zu denen die Wiener "ausliefen". Anfang des 18.Jahrhunderts entschloss man sich neben dem Heiligen Grab einen Kalvarienberg zu errichten. Während des Baues dieses künstlichen Berges errichtete man auf dem Kirchenplatz eine Annenkapelle. Bei diesem Berg handelte es sich um einen künstlichen Berg, eine Treppenanlage mit darunter befindlicher Bergkirche. Das Besondere des Hernalser Kalvarienberges wird anhand von zwei weiteren vom Paulinerorden betreuten Kalvarienbergen erörtert, nachdem der Paulinerorden zur Betreuung nach Hernals berufen wurde und sich an der Stelle ein Kloster errichtete. Nachdem die Pauliner ihr Kloster vollendet hatten, gingen sie an den Bau einer Kalvarienbergkirche. Ein einschneidendes Kapitel für den Hernalser Kirchenplatz birgt die Zeit der Klosteraufhebungen in der die alte Pfarrkirche, die Annenkapelle und das Heilige Grab abgerissen wurden. In das leerstehende Klostergebäude zog das Offizierstöchter-Erziehungs-Institut, das mit seinen zahlreichen Erweiterungsbauten, wie einer Kapelle, einer Krankenanstalt, eines Turnsaals und mehreren Gebäudetrakten, zu einem Gebäudekomplex heranwuchs. Ende des 19.Jhdts wurde die Kirche umgestaltet und die durch Kriegsschäden beschädigten Gebäudeteile des Schulkomplexes durch Neubauten ersetzt.