Titelaufnahme

Titel
Stromperkolation in polykristallinen MgB2-Supraleitern / Johann Emhofer
VerfasserEmhofer, Johann
Begutachter / BegutachterinWeber , Harald W. ; Eisterer, Michael
Erschienen2008
UmfangIII, 55 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)MgB2,Magnesiumdiborid,Perkolation,Stromperkolation, Perkolationsschwelle, Transportexponent
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-25354 Persistent Identifier (URN)
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Stromperkolation in polykristallinen MgB2-Supraleitern [4.3 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um den Stromtransport in Magnesiumdiborid-Supraleitern im Rahmen einer Perkolationstheorie zu beschreiben, muss der Perkolationsquerschnitt bekannt sein. Dieser Querschnitt ist wiederum von charakteristischen Parametern abhängig. In dieser Arbeit wurden die Perkolationsschwelle pc mit 0.25 und der Transportexponent t mit 5.3 bestimmt. Dazu wurden Magnesiumdiborid-Magnesiumoxid-Mischproben, mit verschiedenen Anteilen von beiden Materialien, am Atominstitut hergestellt und charakterisiert. Die Parameter für den Perkolationsquerschnitt wurden anschließend aus dem Phononenanteil des Widerstandes bestimmt.Eine Überprüfung der Ergebnisse, durch Magnetisierungsmessungen im Vibrationsmagnetometer (VSM), zeigte hervorragende Übereinstimmung. Der Wert der Perkolationsschwelle pc von 0.25 ist durchaus realistisch für eine ungeordnete Struktur. Der Transportexponent liegt mit 5.3 deutlich über dem erwarteten Wert von etwa 2. Eine mögliche Erklärung für den hohen Transportexponenten könnten nicht berücksichtigte normalleitende Tunnelströme sein. Weiters ist das universale Verhalten des Transportexponenten nur in der Nähe der Perkolationsschwelle gültig. Bei beiden Messmethoden (Widerstandsmessung und Magnetisierungsmessung) konnten die Proben in der Nähe der Perkolationsschwelle jedoch nur mit einer hohen Ungenauigkeit charakterisiert werden. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass der Transportexponent in der Nähe der Perkolationsschwelle kleiner ist. Insgesamt zeigen jedoch die im Rahmen dieser Diplomarbeit durchgeführten Experimente überwältigende Evidenz für die perkolative Natur des Stromtransports in Magnesiumdiborid.