Titelaufnahme

Titel
Wirkungsanalysen von Planungsprinzipien in der Verkehrsplanung gezeigt am Beispiel der Stadt Salzburg / von Heinz Peter Kloss
VerfasserKloss, Heinz Peter
Begutachter / BegutachterinKnoflacher, Hermann ; Harder, Günter
Erschienen2009
Umfang531 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2009
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Fußgängerzone / Radverkehr / Verkehrsberuhigung / ÖPNV / Kfz-Verkehr / Fußgängerverkehr / Parken / Befragung / Hypothesen / Verkehrspolitik / Indikatoren
Schlagwörter (EN)pedestrian zones / bicycle traffic / traffic calming / public transport / car traffic / pedestrian traffic / stationary traffic / transport policy / indicator
Schlagwörter (GND)Salzburg / Verkehrsplanung / Wirkungsanalyse / Geschichte 1945-2008 / Salzburg / Verkehrsplanung / Wirkungsanalyse / Geschichte 1945-2008 / CD-ROM
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-25026 Persistent Identifier (URN)
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Wirkungsanalysen von Planungsprinzipien in der Verkehrsplanung gezeigt am Beispiel der Stadt Salzburg [13.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Beantwortung der Frage, ob und in welcher Qualität die vom Gemeinderat beschlossenen Ziele und Prinzipien in der Salzburger Verkehrspolitik mit den gesetzten Maßnahmen erreicht werden - oder aus welchen Gründen sie verfehlt wurden -, steht im Mittelpunkt dieser Arbeit. Dazu wird vorbereitend die Methodik und Bewertung von verkehrsrelevanten Wirkungsanalysen in allgemeiner Form analysiert und Beispiele aus europäischen Städten angeführt, die auf diesem Gebiet weit voran liegen. Eine chronologische und methodische Betrachtung der seit 1945 gesetzten Ziele und realisierten verkehrlichen Maßnahmen in der Stadt Salzburg gewährt einen ersten Überblick, spiegelt im Rückblick aber auch das Ergebnis eines gegen- seitigen Lernprozesses und die Paradigmenwechsel zwischen dem fachlichen und politischen Gestaltungswillen sowie der Kritik und Akzeptanz der Bürger zur Verkehrspolitik als "Kunst des Möglichen" wider. Die Ergebnisse der mittels Indikatoren erstellten Wirkungsanalysen zeigen, dass die höchste Zielkonformität bei den Maßnahmenbereichen: Fußgängerzone, Radverkehr und Verkehrsberuhigung, eine mittlere Qualität beim ÖPNV Stadt und Region und nur mehr unzureichende Zielkonformität beim fließenden Kfz- Verkehr, Fußgängerverkehr und beim ruhenden Verkehr erreicht wurde. Beim Radverkehr ist Salzburg mit 17% aller Wege die Nr.1 der Landeshauptstädte. Anhand einer Befragung zu 20 formulierten Hypothesen aus den Bereichen: Ziele, Akteure-Prozesse, Maßnahmen, Systemerfassung und Wirkungsanalysen wird versucht die Ursachen und Hintergründe für fehlende Zielerreichungen zu ergründen. Zehn interne Experten haben aus ihrer praktischen Erfahrung die drei Thesen (Kurzform): "Informationspolitik und Vorbildwirkung der Politik schafft "Gemeinschaftssinn", "es werden keine offiziellen Erklärungen für "Zielver- fehlungen" gewünscht" und "politische Kooperationsbereitschaft ist in der Planung gefragt," an die Spitze gesetzt, wie überhaupt ohne stärkeren Einsatz der politischen Akteure (Bürgermeister) und ohne klare Strategien eine Wende zu einer nachhaltigen Verkehrs- und Raumpolitik in Zukunft nicht möglich sein wird und die vorbildlichen Ziele und Leitbilder nur Papier bleiben. Die Arbeit schließt mit einem kritischen Resümee und bietet mögliche Optionen für eine nachhaltigere Verkehrsplanung in der Stadt Salzburg.

Zusammenfassung (Englisch)

The focus of this paper is an assessment of the question whether, and to what degree, aims and principles for the Salzburg transport policy that the 'Gemeinderat' (district authority) agreed on are being achieved with the present methods - or why they have been missed. The preparatory stage of the paper involves a general analysis of the methodology and benchmarking of traffic-related effect analyses, combined with examples from other European cities that are far ahead in this field. A chronological and methodological examination of the aims postulated since 1945, alongside the realised traffic control measures, provides a first overview. The result also mirrors the outcome of a mutual learning process and paradigm change between the professional and political will to design, as well as the critiques and approvals of the citizens towards traffic policies as an 'art of the possible'. The results of the indicator-based effect analyses show the highest compliance in the areas of: pedestrian zones, bicycle traffic and traffic calming; medium compliance with city and regional public transport; and only inadequate compliance with aims in moving traffic, pedestrian traffic and stationary traffic. Regarding bicycle traffic, Salzburg ranks first among the regional capitals with 17% of all routes covered by bike. The causes and backgrounds to the failed achievement of objectives will be assessed based on 20 hypotheses from the areas of: aims, actors-processes, measures, system monitoring, effect analyses. Ten internal experts have placed three theses as the most applicable (in short): "information policy and political role-modelling creates a sense of community", "there is no demand for official explanations for why aims have been missed" and "planning needs a political will to cooperate". Altogether, a change towards sustainable traffic and future development policies will not be possible without stronger commitment from the political actors (mayor), and the development of clear strategies. The exemplary aims and mission statements will remain shelved forever. The paper concludes with a critical summary and offers possible options for a more sustainable traffic planning in the city of Salzburg.