Titelaufnahme

Titel
Invisible Jerusalem : ein philosophischer Spaziergang / von Oliver Rosenauer
VerfasserRosenauer, Oliver
Begutachter / BegutachterinRaith, Erich
Erschienen2008
Umfang158 Bl. : zahlr. Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2008
SpracheDeutsch ; Englisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Jerusalem / unsichtbar / Konflikt / Grenze / Israel / Palästina / Stadtmorphologie / Architektur / Stadtplanung / Soziologie
Schlagwörter (EN)Jerusalem / invisible / conflict / frontier / Israel / Palestine / urban morphology / architecture / urban planning / sociology
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-24911 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der hier unternommene philosophische Spaziergang führt von Untersuchungen des Konflikts und seiner Verräumlichung im Territorium über Case Studies so genannter "deeply divided cities" nach Jerusalem.

Dort interessiert sich die Arbeit zunächst für das sichtbare Phänomen der Grenze. An speziellen Orten in Jerusalem wird den Spuren des Konflikts nachgegangen, um den Fokus dabei auch immer wieder auf das "Unsichtbare Jerusalem" zu richten, welches auf verschiedenen Ebenen morphogenetisch wirksam ist. Versuche, verantwortliche Regelkräfte auszumachen und zu beschreiben, liefern gleichzeitig Anregungen für mögliche Weiterentwicklungen der Potenziale vorgefundener urbaner Situationen. Mit welchen Problemstellungen ist eine Stadt wie Jerusalem konfrontiert, durch deren "Körper" eine Grenze gezogen wurde? Auf welchen Ebenen manifestieren sich der Konflikt und die Ansprüche beider Seiten auf die Stadt? Was bedeuten die asymmetrische Durchlässigkeit der Grenze, die Problematik des Minderheiten/ Mehrheitsverhältnisses und verschiedene psychologische Prozesse im Alltag sowie im Verlauf politischer Verhandlungen? Die Stadtmorphologie als zentrale Methode der vorliegenden Arbeit besitzt den Charakter einer offenen Forschung und interessiert sich für die gesellschaftlichen Bedingungen von Architektur. Dass das Prinzip der Widerspruchsfreiheit auf sie nicht in gleicher Weise angewendet werden kann wie in den so genannten exakten Wissenschaften, wird mehr als aufgewogen durch ihr Potenzial, verschiedene Beobachtungen und theoretische Annäherungen zu integrieren.

Ziel der Arbeit ist, an Jerusalem die Stadtmorphologie als Methode zur Erfassung komplexer räumlicher Phänomene im Zusammenspiel mit anderen theoretischen Annäherungen darzustellen sowie die Bedeutung des Kontexts und wechselseitiger Abhängigkeiten verschiedener Maßstabsebenen und das Potenzial des morphologischen Zugangs für das konkretere "Festmachen des Entwurfs am Ort" für einen planenden Architekten aufzuzeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

This "philosophical walk" leads from research on conflict and its creative powers in territory to Case Studies of so called "deeply divided cities" to Jerusalem.

First main interest is shown in the visible phenomenon of frontiers. At specific places in Jerusalem, traces of conflict are observed to finally shift the focus towards "Invisible Jerusalem" which reveals its "morphogenetic impact" on various layers. Trying to define and to describe "responsible" powers at the same time leads to ideas on possible further developments inspired by potentials of certain spots in the city. Which set of problems does a city like Jerusalem face whose "urban body" is divided or even fragmented by borders? What layers reflect the conflict and claims of both sides? What is the meaning of asymmetric permeability of borders? What's the impact of minority/ majority relationships? What psychological mechanisms influence daily life and political negotiations? This thesis introduces Urban Morphology as a central method because of its character of opening up the discussion between various fields of academic research p.e. shows interest in social conditions of the "making of architecture". Its potential to integrate various observations and theoretical approaches makes up for the fact that the concept of consistency cannot be applied in the same way compared to exact sciences.

Final goal of the thesis on hand is to show Urban Morphology as a method to understand and describe complex spatial phenomena. Context and interdependencies between large and small scale activities and events influence architects and planners in their everyday planning experiences. Knowledge of morphological approaches can provide a set of "tools" in creating designs which respond to certain needs of places and people in a more sophisticated and comprehensive way.