Titelaufnahme

Titel
Modelle zur Vorhersage des Tragvermögens eines Kronendübels als alternativer Schubverbinder / Thomas Petraschek
VerfasserPetraschek, Thomas
Begutachter / BegutachterinFink, Josef ; Kollegger, Johann
Erschienen2008
UmfangXI, 317 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2008
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kronendübel / Betondübel / Push-Out Versuche / Tragmodelle
Schlagwörter (EN)crown dowel / concrete dowel
Schlagwörter (GND)Stahlbetonbau / Verbundbauweise / Dübel besonderer Bauart / Krone <Bauwesen> / Tragfähigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-24749 Persistent Identifier (URN)
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Modelle zur Vorhersage des Tragvermögens eines Kronendübels als alternativer Schubverbinder [37.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Betondübel ist ein in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnendes alternatives Verdübelungssystem zum Kopfbolzendübel im Stahl-Beton Verbundbau. Das Prinzip dieser Lösung ist relativ einfach. Durch Brennschneiden werden in einem Blechstreifen oder in einem Stahlprofil mehrere hintereinander angeordnete Aussparungen mit beliebiger Geometrie erzeugt und zusammen mit Bewehrung einbetoniert.

Der Beton in den Ausnehmungen definiert die Betondübel. Die Schubübertragung selbst erfolgt einerseits durch einen dreiaxialen Druckspannungszustand in den Dübeln als auch durch den Scher- und Biegewiderstand der resultierenden Stahlzähne. Das Institut für Tragkonstruktionen - Stahlbau an der TU Wien befasst sich seit Herbst 2004 mit dem Themenbereich der alternativen Schubsicherung. Ein Ergebnis dieser Forschungsbemühungen ist unter anderem die Stahlkrone, deren geometrische Gestaltung eine neue Formgebung für die Stahlzähne einer Betondübelleiste darstellt.

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Beschreibung jenes Kraftflusses, der aus der Ausleitung des in der Verbundfuge vorhandenen Schubflusses in den Betongurt entsteht. Um ein geschlossenes Berechnungskonzept entwickeln zu können, wird deshalb nicht nur das lokale Tragverhalten der Stahlkrone betrachtet. Auch zur Beschreibung des Kraftflusses im Betongurt, zur Einleitung der resultierenden Druckstreben an den Krafteinleitungsflächen des Schubverbinders und zur Analyse der Druckspannungen im Knotenbereich vor dem Stahlzahn werden basierend auf mehreren Modellen Berechnungsgleichungen angegeben.

Die Verifizierung der Modellbildung erfolgt mit den ausgewerteten Ergebnissen umfangreicher experimenteller Untersuchungen. Diese ermöglichen aber nicht nur die Bestätigung der Modelle. Sie dienen auch zum Erlangen von Kenntnissen, die das Nachvollziehen des komplexen Tragverhaltens unterschiedlicher Schubverbinder unter statischer Beanspruchung überhaupt erst ermöglichen, bzw. mit denen bestimmte Versagensmuster einzelnen Komponenten der Schubverbindung zuordenbar werden. Neben den Ergebnissen für den "Kronendübel", der sich durch besonders hohe Traglasten gekoppelt mit meinem hervorragenden Verformungsvermögen auszeichnet, werden auch die des "Puzzledübels" und des "Kopfdübels" vorgestellt.

Abschließendes Ergebnis der vorliegenden Arbeit ist damit nun nicht nur ein geschlossenes Berechnungskonzept, sondern auch ein geschlossenes Nachweiskonzept. Die vorgestellte Nachweisführung besteht gestützt auf mechanischen Trag- bzw. Versagensmodellen aus voneinander unabhängigen Bestimmungsgleichungen, deren kleinster Wert das Tragvermögen einer Schubverbindung mittels Stahlkrone repräsentiert.