Titelaufnahme

Titel
Von der Fläche zum Raum : zur Aktualität eines zentralen Gestaltungselementes der Moderne / Margit Ulama-Soyer
VerfasserUlama-Soyer, Margit
Begutachter / BegutachterinPalffy, Andras ; Franck-Oberaspach, Georg
Erschienen2006
Umfang131 Bl.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2006
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Architektur / Flächenelement / Raum
Schlagwörter (EN)architecture / the element of the plane / space
Schlagwörter (GND)Architektur / Ästhetik / Raumdarstellung
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-21742 Persistent Identifier (URN)
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Von der Fläche zum Raum [6.45 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Projekt geht vom zweidimensionalen Element der Fläche aus und schlägt zugleich einen Bogen zum dreidimensionalen architektonischen Raum. Mit dem Begriff Fläche ist dabei ein ebenes Wandelement ebenso gemeint wie ein ebensolches Boden- oder Deckenelement. Der Begriff ist dabei abstrahierend verwendet. Denn ein Flächenelement wird in der Architektur immer - mehr oder weniger - Körper, also Volumen haben. Es wird die These aufgestellt, dass das Flächenelement, egal ob dies nun ein horizontales oder ein vertikales Element ist, eine neue Form des Raumes konstituiert. Dieser artikuliert sich jenseits des traditionellen perspektivischen Raumes.

Bei dieser Entwicklung ist der abstrakte, geschlossene Kubus als Errungenschaft der Moderne jedoch nicht ignoriert. Das Flächenparadigma, so wie wir es verstehen, entwickelt sich vielmehr in der Dialektik mit dem geschlossenen Baukörper. Wir könnten auch davon sprechen, dass das Flächenparadigma den abstrakten Kubus gewissermaßen als Voraussetzung braucht.

Die Grundlagen des Themas wurden von der Avantgarde am Beginn des 20.

Jahrhunderts formuliert, wobei die bildende Kunst eine zentrale Rolle spielte. Hier wurde die abstrakte, immaterielle Fläche erstmals zu einem eigenständigen Topos (Suprematismus, De Stijl). Die Malerei konnte dabei viel freier agieren als die Architektur. Dennoch ist die Entwicklung der Architektur ohne die Malerei nicht vorstellbar. Die tatsächliche Dekomposition des Kubus im Sinne des Flächenparadigmas leistete Mies van der Rohe.

Die von der Moderne gelegten Grundlagen wurden in der Gegenwart auf vielfältige Weise aufgenommen und neu interpretiert. Österreich nimmt im Rahmen dieser Entwicklung eine zentrale Rolle ein. Anhand von ausgewählten case studies aus dem In- und Ausland werden zentrale Topoi der Entwicklung aufgezeigt und diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The research focuses on the two-dimensional element of the plane and finally connects it with the three-dimensional architectural space.

The concept of the plane stands for the plane element of a wall as well as for the plane element of the floor or the ceiling. But these elements will always have a certain volume. The thesis is, that the element of the plane - it may be a vertical as well as a horizontal or even a topological formed element - constitutes a new form of space. This idea of space expresses itself beyond the traditional perspective space.

To begin with, the preconditions of the Modern Movement are uncovered.

Whereas Suprematism comprehended the abstract plane in the context of art as a surface, De Stijl actually used it as an architectural means to decompose the cube. Mies van der Rohe extended what could be understood as architectural space on the basis of the skeleton and using free standing wall elements. Concerning the present the research focuses on specific case studies in order to discuss main architectural topics.