Titelaufnahme

Titel
Erweiterung Graphikmuseum Bruneck / von Ursula Seyr
VerfasserSeyr, Ursula
Begutachter / BegutachterinPálffy, András ; Aigner, Anita
Erschienen2007
Umfang78 Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Erweiterungsbau / Graphikmuseum / Bruneck / Südtirol / Kunstmuseum
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-19727 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Projekt der Erweiterung des Graphikmuseums Bruneck in Südtirol versucht durch die Adaptierung eines Nachbargrundstücks des existierenden Museums auf konkrete Problempunkte und Wünsche der bestehenden Institution einzugehen, diese zu lösen und umzusetzen. Das Museum soll den heutigen Tendenzen im Museumsbau entsprechend erweitert und aktualisiert werden. Der Erweiterungsbau löst das derzeitige Museumsgebäude aus der unglücklichen Hinterhofsituation, in die es eingeschlossen ist, ermöglicht eine Neuorientierung des Gebäudes und macht dieses zu einem sichtbaren Anziehungspunkt im Stadtgefüge. Neue Räumlichkeiten für Wechselausstellungen, sowie Café, Shop und Vortragsraum sollen das Museum zu einem kulturellen Treffpunkt für seine Besucher machen.

Der Erweiterungsbau erstreckt sich als länglicher Körper von Westen nach Osten. Er gliedert sich in drei Bereiche: der offenen Erdgeschosszone, dem nach außen geschlossenem Ausstellungskörper und dem Erschließungsblock als Verbindung zwischen Alt und Neu. Der ruhige, geschlossene, schwebend erscheinende Ausstellungskörper, dessen monolithischer Charakter durch seine Ausführung in weißem Beton unterstrichen wird, steht im Kontrast zur transparenten, dynamischen, einsichtigen Zone des Erdgeschoßes. Er enthält zwei große Ausstellungsräume für Wechselausstellungen, von denen einer als völliger Kunstlichtraum ausgebildet ist und somit der Graphik eine angemessene Präsentationsatmosphäre bietet, der andere durch eine Sheddachkonstruktion Oberlicht erhält, welches von einer Streuschicht aus geätztem Glas gleichmäßig im Raum verteilt wird. Als introvertierter Körper bezieht er sich ganz auf seinen Innenraum, während der Erdgeschoßbereich sich als eine Art öffentlicher Platz ins ansteigende Geländeniveau einbettet und die außermusealen Funktionen wie Shop und Café beinhaltet. Ein urbaner Raum, der unter dem weißen Ausstellungsmonolithen hindurchzufließen scheint. Der sich vom Vorplatz bis zur Terrasse durchziehende Natursteinbelag, die tragenden Scheiben und die Längsausrichtung der Möblierungselemente unterstreichen diesen Raumfluss. Der Erschließungsblock nimmt die unterschiedlichen Geländeniveaus von Bestand und Neubau auf und zieht das Spiel der Ebenen weiter. Die einläufige Treppe hebt erneut den linearen Charakter des Gebäudes hervor. Die vielen Podeste vermitteln zwischen Alt und Neu, verbinden und verzahnen beide Hälften und lassen doch jede als eigenständigen Baukörper erkennbar sein.