Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen der Gesetzeslage für CO2-Handel und erneuerbare Energien auf die Müllverbrennung in Europa / von Fabian Herbert Storek
VerfasserStorek, Fabian Herbert
Begutachter / BegutachterinRechberger, Helmut
Erschienen2007
Umfang70 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Förderung Müllverbrennung / Ökostrom / Handel / Müllverbrennung / /77/EU / /87/EU / Förderung / Siedlungsabfall / Europa
Schlagwörter (EN)subsidy waste to energy / green ernergy / trade / waste to energy / /77/EU / /87/EU / subsidy / residual waste / europe
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-18673 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen der Gesetzeslage für CO2-Handel und erneuerbare Energien auf die Müllverbrennung in Europa [0.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

An der TU Wien wurde eine Methode (Bilanzmethode) entwickelt und patentiert, anhand derer 1. die biogenen bzw. fossilen CO2 Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen (MVA) und 2. der Stromanteil, der aus erneuerbaren Quellen bei der Müllverbrennung erzeugt wird, bestimmt werden können. Ziel der Arbeit ist es darzustellen, 1. ob Förderungen für Strom aus Müllverbrennungsanlagen (MVA) in Europa möglich sind, 2.

wie hoch diese sind und 3. um welche Fördervolumina es sich dabei handelt.

Es wurde zuerst die Ökostromrichtlinie 2001/77/EU auf Anwendbarkeit auf MVA untersucht und die Umsetzung in den einzelnen Staaten dargestellt.

Anschließend wurde die Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EU auf die Anwendbarkeit auf MVA überprüft. Im dritten Schritt wurde über Daten von Eurostat, CEWEP und diverse nationale Statistikämter das Abfallaufkommen innerhalb der EU abgeschätzt und nach Staaten aufgeschlüsselt.

Abschließend wurde zu klären versucht welche Fördermodelle in den EU-Staaten für Strom aus Müllverbrennungsanlagen zur Anwendung kommen.

Gemäß 2001/77/EU ist der Stromanteil aus der biogenen Fraktion des Restmülls als Ökostrom anzusehen. Alle untersuchten Staaten außer - Deutschland und Österreich - haben die Richtlinie entsprechend umgesetzt. Nach 2003/87/EU sind MVA bis 01.01.2008 vom Emissionszertifikathandel ausgeschlossen, es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sich das nach diesem Datum ändern könnte. Das gesamte Aufkommen von Restmüll in den EU15 beträgt rund 230 Mio. t/a, davon werden derzeit rund 26 % verbrannt, was einer jährlichen Gesamtmenge von 18.836 gWh Strom aus Müllverbrennungen entspricht. Die untersuchten Staaten decken 89 % des Gesamtabfallaufkommens in den EU25 ab. Auf eine Tonne Abfall entfallen im Schnitt 403 kWh. Das entspricht einem Erlös von ca. 14,3 Euro/t (zzgl. 201,5 kWh * Normaltarif) aus der Stromeinspeisung. Förderart und Höhe sind dabei in allen Staaten unterschiedlich gelöst. Die gesamte Müllmenge bzw. die daraus erzeugte elektrische Energie, für die im Rahmen der Ökostromrichtlinie Förderungen bezogen werden kann, liegt derzeit bei rund 177 Mio. Tonnen.

Zukünftig wird unter anderem, bedingt durch das Deponierungsverbot von unbehandelten Abfällen nach 1999/31/EU, mit einem deutlichen Anstieg dieser Zahl zu rechnen sein.

Daraus ergibt sich in Europa ein beachtliches Potenzial für die Bilanzmethode.

Zusammenfassung (Englisch)

At Vienna University of Technology a method was developed and patented (Bilanzmethode), which allows firstly to qualify the biogenous CO2 emissions from waste to energy plants (WEP) and secondly to determine the share of renewable energy produced by waste to energy plants. The intention is to describe 1. The possibility for subsidies for electricity from waste to energy plants, 2. The amount of the subsidies and 3.The overall volume subsidies are possible for.

First of all the applicability of the directive for green electricity 2001/77/EU on WEP was tested and the implementation in national law displayed. Afterwards the applicability of the directive for the trade of CO2 emissions on WEP was tested. In the third step the data from Eurostat, CEWEP and divers national statistic offices were analysed in order to estimate the amount of waste in the EU. Last but not least it was attempted to give an overview of subsidy models and subsidy amounts in EU countries. As per 2001/77/EU the energy from the biogenous fraction of waste has to be seen as energy from renewable sources. All countries, excluding Austria and Germany, have implemented the directive without significant changes. According to directive 2003/87/EU WEP are excluded from emission trading until 1.1.2008, but there are indications that the situation could change after this date.

The whole amount of residual waste in EU15 is round about 230 Mio. t/a; 26 % are burned in WEP and 18.838 gWh electricity is produced. The analysed countries cover 89% of the total amount of residual waste in the EU25. 403 kWh electricity is produced per ton of residual waste, which is equivalent to 14,3 Euro per ton (+ 201,5 kWh * tariff normal regime). The model and amount of subsidies is not standardised, each country has its own solutions. In the EU subsidies could be paid for 177 mio. ton waste per year.

As a result the "Bilanzmethodes" potential is very high in Europe.