Titelaufnahme

Titel
Performanceanalyse im Portfoliomanagement / Hannes Kolar
VerfasserKolar, Hannes
Begutachter / BegutachterinAussenegg, Wolfgang
Erschienen2007
Umfang85 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Mag.-Arb., 2008
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Portfoliomanagement / Attributionsrechnung / Attributionsanalyse / Benchmark / Performanceanalyse / Beitragsrechnung / GIPS / Zeitgewichtete Rendite
Schlagwörter (EN)portfolio management / performance attribution / attribution analyses / benchmark / performance analyses / performance contribution / GIPS / time weighted rate of return
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-17977 Persistent Identifier (URN)
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Performanceanalyse im Portfoliomanagement [0.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der institutionellen, zuletzt auch zunehmend in der privaten Vermögensverwaltung wird verstärkt Wert auf ein systematisches Portfoliomanagement mit ständiger Kontrolle des Veranlagungserfolges gelegt. Nur mit Hilfe einer relativen Attributionsanalyse ist es möglich die Effekte der Anlagestrategie, abgebildet in einem Benchmark, von denen taktischer Allokationen zu unterscheiden und die Auswirkungen von Entscheidungen des Portfoliomanagers zu bewerten.

In dieser Arbeit knüpfe ich die Verbindung von aktueller Forschung zur praktischen Umsetzung. Vorhandene Modelle werden anhand von definierten Qualitätskriterien auf ihre Tauglichkeit untersucht und bewertet. Es werden Modelle der absoluten Attributionsanalyse - Wo kommt der Ertrag her? - als auch der relativen Attributionsanalyse untersucht. Es wird immer von einer Mehrperiodenbetrachtung ausgegangen und eine Aggregierung auf längere Zeiträume, typischer Weise ein Jahr.

Die Definition der Kriterien erfolgt auf Basis mehrjähriger Erfahrungen mit Reportingsystemen als auch Anforderungen von Fondsmanagern. Weitere Aspekte kommen von Normierungen, gesetzlichen Vorschriften und der Kundenbetreuung hinzu. Etliche der geforderten Punkte definieren sich aufgrund des Datenbestandes und dem Umstand, dass ein reales Portfolio oft Bewegungen und Positionen aufweist, welche nicht in ein klassisches Geld/Anleihen/Aktien Portfolio-Modell einzuordnen sind. Exotische Assetklassen und strukturierte Produkte können nicht negiert werden, dürfen zumindest die Analyse nicht ad absurdum führen. Durch Beispiele werden die Modelle veranschaulicht, die Eigenschaften und Erfüllung der Kriterien demonstriert. Eine Implementierung der Modelle für mehrere praxisnahe Testportfolios soll deren Tauglichkeit unter Beweis stellen. Das Ziel der Arbeit ist, Modelle und Algorithmen zur Hand zu haben, welche in praxistaugliche Software gegossen werden können, um ihren Dienst im professionellen Portfoliomanagement und Reporting zu tun.

Während der Analyse hat sich gezeigt, dass neben dem mit Modifikationen dargestellten und ausgereiften Modell der absoluten Attributionsanalyse nur die beiden klassischen Varianten der relativen Attributionsanalyse, additiv und multiplikativ, überzeugen konnten. Diese beiden Modelle folgen einem unterschiedlichen Berechnungsansatz und haben beide klare Vor- und Nachteile, wobei aus analytischer Sicht der multiplikativen Rechnung der Vorzug zu geben ist. Die ebenfalls geprüften Abwandlungen unter Zuhilfenahme von Korrekturfaktoren sind mathematisch ungleich komplexer bei deutlich schlechteren Ergebnissen im Praxistest.

Zusammenfassung (Englisch)

Wealth manager for institutional clients and recently also for private client face increased demand for systematic portfolio management and detailed performance analyses. Only relative attribution analyse can separate gains of strategic asset allocation represented in a benchmark, tactical allocation benefits and stock selection effects.

This paper links latest research to actual needs in financial industry.

Based on theoretical verification and several criteria covering legal aspects over mathematical correctness up to interpretation of results I demonstrate strengths and weaknesses of several models. Beside an absolute attribution model four relative models are analysed. A special focus is given on multi period linking.

The definition of criteria is based on long term experience with financial reporting software, investment fund managers as well as legal regulations, industry standards and common client needs in wealth management. Test portfolios proof models with non standards situation found in real portfolios and usually not covered in scientific papers.

Examples are negative cash balances, derivatives or missing/additional asset classes in portfolio. All these troubles may not nullify results.

Large and multiple examples demonstrate models characteristics and fitness for real live situations. This and ready to use formulas give support to portfolio managers and software authors for their projects.

It turned out common and earlier but mathematical straight models overcome new ones with much more impressive formulas but serious problems inside. The classic additive and multiplicative models are the winners. They follow different approaches and the multiplicative models wins because of its advantages in mathematical aspects and flexibility.

The other tested models failed tests for consistency in real live portfolios.