Titelaufnahme

Titel
Vortriebsklassifizierung im konventionellen Tunnelbau : Weiterentwicklung eines leistungsgerechten Vergütungsmodells / Wolfgang Schlosser
VerfasserSchlosser, Wolfgang
Begutachter / BegutachterinJodl, Hans Georg ; Schneider, Eckart
Erschienen2005
UmfangX, 364 S. : Graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2005
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Tunnelvortrieb / Geotechnik / Klassifikation / Vergütung / Modell
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-17728 Persistent Identifier (URN)
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Vortriebsklassifizierung im konventionellen Tunnelbau [26.3 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im ersten Kapitel wird das Forschungsziel der gegenständlichen Arbeit erläutert, es geht dabei um die Entwicklung bzw. die konsequente Weiterentwicklung (u.a. die Formulierung von Verbes-serungsvorschlägen) eines zweckorientierten geotechnischen Klassifizierungssystems inkl.

eines zu formulierenden, auf das Klassifizierungssystem speziell angepassten und Bestandteil der Leistungsbeschreibung werdenden, dynamischen Vergütungsmodells. Dessen primäre Zielvorstellung ist die Förderung einer technisch-wirtschaftlichen Optimierung, indem die leistungsabhängige Vergütung in Form von vertraglich vereinbarten Entgeltanpassungsmechanismen sich den tatsächlich erforderlich werdenden Kosten aus ev. eintretenden klassenbeeinträchtigenden, jedoch aus der Prognose wissentlich erwartbaren Leistungsänderungen kontinuierlich fair und leistungsgerecht anpassen kann, aber den daraus resultierend entstehenden "Mehr"-Arbeitsaufwand beider Parteien in den einzelnen Phasen der Projekt- bzw. Vertragsabwicklung in Grenzen hält.

Da sich die vorliegende Arbeit durch eine Vielzahl an interdisziplinären Verknüpfungen auszeichnet, werden daher im zweiten Kapitel in den einzelnen Teilgebieten zunächst gezielt die Grundlagen und ihre Interdependenzen hinsichtlich der Formulierung eines Vergütungsmodells für Untertagebauarbeiten erarbeitet, um dadurch das Forschungsziel wissenschaftlich belegen zu können.

Unbestreitbar kommt der geotechnischen Klassifikation eine zentrale Aufgabe in den chronologischen Phasenabläufen der Projektabwicklung von Hohlraumbauwerken zu, daher beschäftigt sich das dritte Kapitel ausführlich mit dem Begriff der geotechnischen Klassifikation und ihrer möglichen Zweckbestimmung und Unterscheidungsmerkmale.

Das vierte Kapitel bildet hinsichtlich der differenzierbaren Zweckbestimmung der geotechn. Klassifikation den wissenschaftlichen Exkurs zu den international anerkannten Felsklassifizierungen, wobei sich dieses Kapitel der speziellen Fragen zur Modelleignung und -tauglichkeit im Zuge der Anwendung der flexiblen Tunnelbaumethode NÖT sowie der bau- und betriebswirtschaftlichen Anforderung als Grundlage für der Ermittlung eines angemessenen, leistungsabhängigen Errichtungsentgelts und einer dynamisch, auf die tatsächlichen Verhältnisse anpassbaren, fairen und leistungsgerechten Vergütung widmet.

Die Normenklassifizierungen im fünften Kapitel stellen hinsichtlich der differenzierbaren Zweckbestimmung der geotechnischen Klassifikation den Kern der vorliegenden Arbeit dar, wobei das Arbeitsprogramm zur Entwicklung bzw. zur konsequenten Weiterentwicklung eines zweckorientierten geotechnischen Klassifizierungssystems inkl. eines zu formulierenden, auf das Klassifizie-rungssystem speziell angepassten und Bestandteil der Leistungsbeschreibung werdenden, dynamischen Vergütungsmodells grob in folgende Schwerpunktsbereiche gegliedert werden kann:

o Erhebung des Wissenstandes o Analyse der Funktionsweise - Simulation von Auswirkungen spezieller Leistungsänderungen innerhalb des Geltungsbereiches einer festgelegten Klasse - Aufzeigen der Auswirkungen formulierter Entgeltanpassungsmechanismen hinsichtlich einer fairen und leistungsgerechten Vergütung - genaue Differenzierung vermeintlicher Vor- und Nachteile o Problemerörterung a.d.S. der bauausführenden Unternehmung sowie Schlussfolgerung auf das mögliche Verbesserungspotential Das sechste Kapitel diskutiert in Analogie zum fünften Kapitel, jedoch auf ausschließlicher Bezugsbasis der ÖN B 2203-1 (01.12.2001), die in Österreich möglichen alternativen Modelle zur Vortriebsklassifikation und leistungsgerechten Vergütung.

Ein kritischer Vergleich anhand einer beurteilten Kriterienübersicht der Normenklassifizierungen inkl. ihrer formulierten Vergütungsmodelle im Anwendungsfokus einer fairen und leistungsgerechten Vergütung dient sodann im folgenden siebten Kapitel als Basis der Entwicklung bzw. der konsequenten Weiterentwicklung des rein auf den Ausführungszweck, d.h.

auf die monetäre Er-fassung der leistungsbestimmenden Vortriebstätigkeiten ausgerichteten, geotechnischen Klassifizierungssystems inkl. des zu formulierenden, auf das Klassifizierungssystem im Besonderen angepassten und Bestandteil der Leistungsbeschreibung werdenden, dynamischen Vergütungsmodells.

Das abschließende achte Kapitel der gegenständlichen Arbeit beinhaltet einerseits das zuvor genannte Forschungsziel in Form des Outputs einer anreizgesteigerten und konsequent weiterentwickelten, fairen sowie leistungsgerechten Vergütungsmodifikation AFL (die Kurzbezeichnung leitet sich von den Adjektiven anreizsteigernd, fair und leistungsgerecht ab) für den möglichen alternativen Vergütungsgebrauch im Sinne der ÖN B 2203-1 (01.12.2001) sowie andererseits die Veranschaulichung des damit behafteten Verbesserungspotentials in Form von zusätzlich neu generierten sowie lediglich auf einer bereits bestehenden Basis ergänzten Entgeltanpassungsmechanismen.