Titelaufnahme

Titel
Technisches Optimierungspotential des Schienengüterverkehrs aus Infrastrukturbetreibersicht / von Jérôme Perraudin
VerfasserPerraudin, Jérôme
Begutachter / BegutachterinOstermann, Norbert ; Schöbel, Andreas
Erschienen2007
Umfang89 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. u. franz. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Güterverkehr / Schiene / Verkehr / Kombinierter Verkehr / Eisenbahn / Infrastrukturbetrieb / Rahmenbedingung / Fahrplan / Telematik / ERTMS
Schlagwörter (EN)Freight / Rail / Transport / bimodal traffic / Infrastructure / legal / schedule / Telematics / ERTMS
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-17219 Persistent Identifier (URN)
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Technisches Optimierungspotential des Schienengüterverkehrs aus Infrastrukturbetreibersicht [1.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Anteil der Schiene am Güterverkehr ist in den letzten Jahrzehnten in ganz Europa zugunsten des Straßenverkehrs stetig gesunken. Gründe dafür sind nicht nur der Rückgang der Schwerindustrie bei gleichzeitigem Wachstum von Konsumgütern, die für den Transport durch LKW geeignet sind, sondern auch die fehlende Kostenwahrheit des Straßenverkehrs wegen der billigeren Nutzung der Infrastruktur und die Möglichkeit des grenzüberschreitenden Verkehrs ohne länderspezifische technische Erfordernisse. Diese Entwicklung führt zu den bekannten Problemen, wie der Überlastung des hochrangigen Straßennetzes und den damit verbundenen Umweltbelastungen (z. B.: Lärm, der Ausstoß von Treibhauseffektgasen...).

Seit Anfang der 90er Jahre wird auf der Ebene der Europäischen Union versucht, faire Wettbewerbbedingungen zwischen den verschiedenen Verkehrsarten unter Berücksichtigung der externen Kosten zu gewährleisten, um ein interoperables und effizientes transeuropäisches Netz schaffen zu können. Die grenzüberschreitenden Eisenbahnprojekte sind im europäischen Budget für Infrastrukturausbau vorrangig. Um den Richtlinien der Europäischen Kommission (EC 2001/14, u. a.) zu entsprechen, wurden z. B. die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) umstrukturiert. Dabei wurden der Beförderungsanbieter (ÖBB Personenverkehr AG und Rail Cargo Austria AG für Güterverkehr) und der Infrastrukturbetreiber getrennt, sodass ein freier Zugang zum Netz durch verschiedene Transportanbieter in Zukunft möglich ist.

Unter Berücksichtigung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen und vor allem des Wettbewerbs mit dem Straßengüterverkehr, muss ein Infrastrukturbetreiber Kapazitäten für Schienengüterverkehr anbieten, die sich durch Zuverlässigkeit, Sicherheit, Flexibilität und Pünktlichkeit (vor der Schnelligkeit) gegenüber dem Kunden auszeichnen.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über aktuelle Forschungsaktivitäten im Schienengüterverkehr zu geben, die eine Erhöhung des Marktanteiles der Schiene zum Ziel haben. Eine Beurteilung der Wirksamkeit der einzelnen technischen Maßnahmen bildet den Abschluss dieser Arbeit.

Zusammenfassung (Englisch)

In Europe, the share of rail in the modal split of the freight transport has constantly decreased in favour of the road transport in the last years. Reasons for that are not only the decline of the heavy industry and meanwhile the growth of consumer goods, more fitted to the truck transport, but also the lack of objectivity of the costs in the road transport - with for example the low cost for the infrastructure use - and the possibility of routes beyond the boarders with no technical constraint specific to each country. This development has led to the well known problems of the overloaded motorway network or the linked environmental consequences (noise, emission of greenhouse effect gases...).

Since the beginning of the nineties, the European Union has tried to guarantee a fair competition between the different means of transport by taking the external costs into account to create an efficient and interoperable transeuropean network. The cross boarder rail projects have priority in the European budget for the construction of infrastructure. To apply the directives of the European Commission (e.g.

EC 2001/14), the Austrian Federal Railways (ÖBB) for instance have been restructured. The transport provider (ÖBB Personenverkehr AG, passenger traffic Inc. and Rail Cargo Austria for the freight transport) and the infrastructure manager have split to assure a free network access for the different transport providers.

In consideration to these legal general conditions and above all to the competition with the road transport, the infrastructure manager has to offer enough capacities to the freight trains and highlight oneself to the customers with the reliability, the security, the flexibility and the punctuality (more important that speed). This work aims to give an insight into the current research activities in the field of rail freight transport which goal is the increase of the market share of the rail. An assessment of the efficiency of the different technical measures will be the conclusion of it.