Titelaufnahme

Titel
Fundamentunterfangungen mittels Kleinbohrpfählen : Anwendung im Altbestand von Ostösterreich unter Berücksichtigung des Resttragvermögens der Bestandskonstruktion / von: Markus Killer
VerfasserKiller, Markus
Begutachter / BegutachterinKolbitsch, Andreas ; Stalf-Lenhardt, Marie-Luise
Erschienen2007
UmfangII, 104 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kleinbohrpfahl / Fundament / Unterfangung
Schlagwörter (EN)bored piles / foundation / underpinning
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-15410 Persistent Identifier (URN)
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Fundamentunterfangungen mittels Kleinbohrpfählen [12.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Einsatz von Kleinbohrpfählen mit Durchmessern kleiner 30 cm (in der Literatur auch als Verpress-, Wurzel-, Mini-, Mikro- oder Verbundpfähle bzw. Pfähle mit kleinem Durchmesser bezeichnet) bei der Sanierung von Altbauten sowie zur Ertüchtigung von Bauwerken (z. B. bei nicht mehr ausreichend tragfähigen Holzpfahl-gründungen) gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Im Sanierungsbereich ist nicht zuletzt durch den Trend des Dachgeschoßausbaus von innerstädtischen Altbauten ("Gründerzeitbauten") ein entsprechendes Bauverfahren notwendig geworden, um die daraus resultierenden höheren Fundamentlasten unter Zugrundelegung einer gewissen Resttragfähigkeit des Bestandes in tieferliegende, tragfähige Bodenschichten abzuleiten.

Einer der Vorteile bei der Anwendung von Kleinbohrpfählen liegt in der schonenden Herstellungsweise. Im Vergleich zu anderen Bauverfahren, wie zum Beispiel der Hochdruckbodenvermörtelung (HDBV), sind für Kleinbohrpfähle im bestehenden Fundament keine großen Öffnungen erforderlich, damit werden Auflockerungen des Bestandes vermieden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Lastabtragung, welche analog zu den ursprünglich verwendeten Holzpfählen bzw. Fundamentpfeilern des Bestandes in lotrechter (bzw. annähernd lotrechter) Richtung erfolgt.

Damit lassen sich zusätzliche Schäden am Bestand infolge geänderter Spannungszustände vermeiden. Anhand zweier typischer Wiener Gründerzeithäuser wird für zwei charakteristische Bodenprofile die Vorgangsweise der Lastermittlung vor und nach einer Sanierung sowie die Wahl eines für den jeweiligen Anwendungsbereich passenden (wirtschaftlichen) Pfahlsystems gezeigt. Mit den Werten aus der Lastermittlung werden unter Anwendung der in Österreich zurzeit geltenden Normen für verschiedene Durchmesser die zur Fundamentertüchtigung erforderliche Pfahlanzahl und die notwendigen Pfahllängen rechnerisch ermittelt. Zusätzlich wird auch auf die Problematik des Knickens von schlanken Pfählen näher eingegangen und mögliche Rechenansätze dafür angegeben. Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, für ähnliche Objekte wie die in den Beispielen behandelten allgemeine Berechnungsgrundlagen, die erforderlichen Bemessungsschritte sowie Ansätze für eine grobe Vorbemessung der Fundamentunterfangung anzugeben.

Zusammenfassung (Englisch)

The usage of bored piles of diameters less than 30 cm (in the literature also called as root-, mini-, composit piles respectively piles with small diameter) for redevelopment and also to reshape older buildings in case of damage (as an example for no more sufficient bearing capacity of wooden piles) has got more and more important during the last few years. In the redevelopment area due to the trend of attic extension of older urban buildings ("Gründerzeithäuser") an appopriate building method has become necessary to get the higher foundation loads based on a residual bearing capacity of the original foundation in deeper soil layer. One advantage of using small bored piles is the gentle production. In comparison to other building methods like high pressure soil stabilisation for small bored piles no larger openings are necessary, which avoids a reduction of stability of the existing foundation. An other advantage is that the diversion of loads to the soil is analog to the original used wooden piles in vertical respectively nearly vertical direction. That helps to avoid damages at the existing structure caused by changed tension condition. By means of two typical older Viennese buildings ("Gründerzeithäuser") for two characteristic soil profiles the procedure of loadfinding before and after redevelopment and also the choice of an economical pilesystem is shown. As well as the results of the load finding it is necessary is to calculate the pile amount, pile length and pile diameters for the improvement of foundation by means of the present valid Austrian standards.

Additionally the buckling - problem of slim piles and possible calculation approaches are shown.

Target of the master's thesis is to give general calculation basics, required design steps and an approximative first calculation of foundation - underpinning for similar buildings.