Titelaufnahme

Titel
Protzenarchitektur : Über die fantastischen Architekturen in "Rakkóx der Billionär. Ein Protzenroman" von Paul Scheerbart und seine Auswirkungen auf expressionistische Architekturentwürfe / von Sonja Birgit Sauer
VerfasserSauer, Sonja Birgit
Begutachter / BegutachterinHauser, Sigrid
Erschienen2007
Umfang121 Bl. : zahlr. Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Scheerbart / Taut / Vision / Architektur in Literatur
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-14933 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Autor Paul Scheerbart veröffentlichte 1901 den Text "Rakkóx der Billionär. Ein Protzenroman", in dem er den Umbau eines Felsmassivs thematisiert. Diese Arbeit analysiert, neben der Bedeutung eines Umbaus einer Berglandschaft an sich, die darin vorkommenden Motive der Höhle, des Glases, der Terrassen und der Unterwasserbauten. Es werden dabei sowohl Innenräume als auch Außenarchitektur berücksichtigt. Besonderes Gewicht ist auf den Umgang Scheerbarts mit Technik gelegt.

Nachdem das einzige verwirklichte Architekturprojekt, bei dem Scheerbart mitgewirkt hatte, der Musterpavillon der Glasindustrie auf der Kölner Werkbundausstellung 1914, vorgestellt worden ist, werden die Motive des "Rakkóx"-Romans in ausgewählten Werken der architektonischen Avantgarde nachgewiesen. Dazu werden zuerst einzelne Blätter aus der "Alpinen Architektur" und dem "Weltbaumeister" Bruno Tauts detailliert besprochen und die Analogien zum Roman anhand von Textpassagen aufgezeigt. Nach derselben Methode werden Werke Wenzel Habliks aufbereitet, eines aus einer frühen Schaffenszeit, einige Blätter des Zyklus "Schaffende Kräfte" und das Werk "Der Weg des Genius".

Den Schluss des Kapitels bildet ein Abschnitt über die "Gläserne Kette".

Hier werden ebenfalls beispielhaft Zeichnungen verschiedener Mitglieder des Briefzirkels in Bezug zum Text Scheerbarts betrachtet, um den Einfluss des Romans nachzuvollziehen. Schließlich wird eine Beeinflussung weiterer Kreise angedacht, indem ähnliche Ideen und Motive in Abbildungen aufgezeigt werden, die vordergründig nicht mit Scheerbart in Verbindung stehen.

Ausblickend sind Entwürfe von Frank Lloyd Wright und Bruce Goff kurz vorgestellt, die zu den expressionistischen Architekturvisionen passen.

Denn bei diesen Projekten, obwohl sie erst um 1950 entstanden sind, tauchen Scheerbarts Ideen wieder auf.