Titelaufnahme

Titel
Wege zur Architektur im Kleingarten : Strategien der Gestaltung baulicher Strukturen im Wiener Widmungsgebiet Eklw / von Wolf-Michael Tschuppik
VerfasserTschuppik, Wolf-Michael
Begutachter / BegutachterinMartens, Bob
Erschienen2001
Umfang143 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2001
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Wien / Kleingarten / Bauen / Wohnen / Wien / Kleingarten / Architektur
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-13415 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Funktion der Wiener Kleingärten liegt neben einem Erholungswert für die Allgemeinheit vorwiegend darin begründet, Wohn- und Regenerationszone für den Einzelnen zu sein. Kleingartenparzellen erweisen sich im Zuge ihrer Benutzung als Refugien, welche ihrem Pächter, resp. Eigentümer, innerhalb des übergeordneten Parzellierungsrasters entsprechend gestalterischen Freiraum gewähren. Die Durchwegung einer kleingärtnerischen Ansiedlung gestattet dem Außenstehenden dem zu Folge einen Einblick in das zumeist dichte Konglomerat aus einzelnen "kleinen Welten". Kleingärten und deren Bebauung steuern somit zwangsläufig einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zum Erscheinungsbild der Stadt Wien bei. Eine tiefgreifende Veränderung erfahren zahlreiche Anlagen durch die 1992 im Wiener Raum eingeführte Widmungskategorie "Eklw", welche es erstmalig gestattet, hiezu ausgewiesene Parzellen auch ganzjährig zu bewohnen, resp. den Hauptwohnsitz eben dort zu begründen. Daß ein tatsächliches Platz greifen des "Wohnens" im Kleingarten eine Reihe an Konsequenzen für das Anlagengefüge, wie auch den Kanon der entstehenden Baulichkeiten nach sich zieht, liegt auf der Hand. Vorliegende Arbeit befaßt sich mit diesen Konsequenzen im kleingärtnerisch genutzten "Stadtraum", welcher seither einer nach und nach auch sicht- und spürbar werdenden Veränderung unterliegt. Sie unternimmt im Gleichschritt den Versuch, bestimmende Randbedingungen rund um die Gestaltung einzelner baulicher Strukturen aufzuzeigen. Die dabei zum Einsatz gelangende Vorgehensweise setzt auf breiter Ebene an. Sie berücksichtigt Absichten und Risiken des Planers ebenso, wie sie die Intentionen und Mechanismen der Fertighausindustrie umreißt. Vorliegende Arbeit erörtert nicht zu letzt auch die Instrumentarien architekturaler Informationsübermittlung innerhalb des spezifischen Kontextes. Im Zuge der Begehung ausgewählter Anlagen wird darüber hinausgehend der Versuch unternommen, maßgebliche Charakteristiken einzelner Baulichkeiten innerhalb des umgebenden Gefüges aufzuspüren. Der inhaltliche Fokus ruht dabei stets auf dem Potenzial architekturaler Gestaltungen im Widmungsgebiet Kleingarten. Weiterführend wird eine überschaubare Anzahl realisierter Entwürfe aus Architektenhand im Rahmen ausführlicher Interviews mit den Architekten einer Untersuchung unterzogen, um nicht zu letzt "allgemeine" Grundsätze für ein Bauen im Kleingarten herausschälen zu können. Gebaute Architekturgestalten im Widmungsgebiet Kleingarten sind jedoch bis dato noch als Einzelfälle zu betrachten. Einige wenige wurden in Roland Hagmüllers Publikation "Das Kleingartenwohnhaus" bereits einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Sammlung gezielt zu erweitern war Gegenstand einer Halbjahreslehrveranstaltung an der TU-Wien, welche letztlich 19 Entwürfe für das gegenständliche Widmungsgebiet hervorzubringen im Stande war. Die getroffene Auswahl folgte dem Kriterium einer breitest möglichen Vielfalt bei gleichzeitig hoher gestalterischer Qualität. Die solcherart zusammengestellte Kollektion liefert letztlich im Rahmen einer Befragung potentieller Bauherren jenes "Stimmungsbild", welches konkrete Hilfestellungen für den Entwerfenden zur umfangreichen Problematik zu liefern im Stande sein sollte.