Titelaufnahme

Titel
Naturwissenschaftliche Untersuchungen an antiken Gläsern aus Ephesos mittels -RFA und REM/EDS / Katharina Uhlir
VerfasserUhlir, Katharina
Begutachter / BegutachterinSchreiner, Manfred ; Wobrauschek, Peter
Erschienen2004
Umfang193 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2004
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Ephesus / Funde / Glas / Röntgenfluoreszenzspektroskopie / Elektronenstrahlmikroanalyse
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-12723 Persistent Identifier (URN)
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Naturwissenschaftliche Untersuchungen an antiken Gläsern aus Ephesos mittels -RFA und REM/EDS [10.26 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Es wurden Glasproben von antiken Glasgefäßen mittels energiedispersiver Mikro-Röntgenfluoreszenzanalyse (-RFA) und energiedispersiver Röntgenmikroanalyse im Rasterelektronenmikroskop (REM/EDS) untersucht. Die Proben stammen von Fundstücken aus Ephesos/Türkei. Hierbei handelt es sich einerseits um Gläser, welche aus einem luxuriös ausgestatteten Wohn- bzw. Amtsbereich (Hanghaus 1) stammen, andererseits um Glasfunde aus der Agora von Ephesos, wo Reste von antiken Glasöfen eine Nutzung als Glaswerkstätte nahelegen. Es sollten drei Fragestellungen geklärt werden:

a) Eine Klassifizierung und Charakterisierung der analysierten Glasproben bezüglich ihrer Zusammensetzung, b) ein Vergleich der Glasproben aus der Agora mit jenen aus Hanghaus 1, um die Möglichkeit der lokalen Produktion zu prüfen und c) die Feststellung der möglichen Provenienz aller Gläser.

Für die quantitative Analyse wurde ein neu entwickeltes -RFA-Gerät verwendet, dessen Instrumentcharakteristika im Vorfeld genau untersucht werden mußten. Es konnte insbesondere eine hohe Abhängigkeit der Spektrenintensitäten vom Einfallswinkel des Primärstrahls gefunden werden. Des Weiteren war die großen Eindringtiefe des Primärstrahls in dieser Matrix ein limitierender Faktor für die Probengröße und die Meßpostion. Um das gesamte Spektrum der Glaskomponenten abzudecken wurden zusätzliche Untersuchungen mittels REM/EDS durchgeführt. Für die quantitativen Auswertungen wurden die Resultate aus der RFA mit jenen aus den REM/EDS-Messungen durch Normierung kombiniert.

Die Ergebnisse aus den naturwissenschaftlichen Analysen konnten im Anschluß statistisch ausgewertet werden. Dafür wurden 2 Methoden gewählt:

a) Einerseits wurden die Konzentrationen der Elemente in zweidimensionalen Streudiagrammen einander gegenüber gestellt und b) andererseits konnte eine statistische Auswertung der Daten durch die Faktorenanalyse (FA) durchgeführt werden. Es folgt eine Diskussion und Interpretation der Ergebnisse.

Zusammenfassung (Englisch)

This PhD-theses deals with the analysis of ancient glasses using energy dispersive micro x-ray fluorescence analysis (-XRF) and energy dispersive microanalysis in a scanning electron microscope (SEM/EDX).

The samples investigated originate from glass objects excavated in Ephesos/Turkey. They originate from an ancient residential area ( Hanghaus 1), and from the Agora of Ephesos, where residuals of ancient glass ovens indicate that there had been a glass workshop. With these investigations the following problems should be considered:

a) classification and characterization of the glasses, b) comparison of the samples originating from the Agora with those originating from Hanghaus 1 to proof a local production and c) determination of the provenance of the glasses.

For the quantitative analysis a new -XRF instrument was used.

Therefore, first of all the instrumental characteristics had to be investigated. A great dependence from the angle of incidence of the primary x-ray beam could be observed, as well as a limitation of the size of the sample and the measuring position due to the high penetration depth of the primary x-ray beam. For the complete determination of the chemical composition of the glass fragments additional investigations using SEM/EDX were necessary.

The results of the analyses could be evaluated using two statistical methods:

a) the creation of scattering plots correlating the concentrations of the element oxides b) performing a principal component analysis.

This is followed by a discussion and interpretation of the results.