Titelaufnahme

Titel
Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Baustoffen durch Applikation von Paraffinen / von Jürgen Lukas
VerfasserLukas, Jürgen
Begutachter / BegutachterinDreyer, Jürgen ; Franke, Lutz
Erschienen2005
Umfang124 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2005
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Baustoff / Langzeitverhalten / Paraffin / Baustoff / Paraffin / Schwefelsäure / Korrosion / Biogener Stoff / Beton / Paraffin / Carbonatisierung
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-11032 Persistent Identifier (URN)
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Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Baustoffen durch Applikation von Paraffinen [2.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Arbeit wird das Verhalten von mit Paraffin applizierten Baustoffen gegenüber biogener Schwefelsäurekorrosion und gegenüber Karbonatisierung behandelt.

Mineralisch gebundene Baustoffe wie Mörtel und Beton, aber auch keramische Werkstoffe wie Ziegel, wurden nach unterschiedlicher Behandlung mit Paraffin auf ihr Verhalten gegenüber einem starken chemischen Angriff untersucht. Durch die Applikation von Paraffin kann die Dauerhaftigkeit gegenüber biogener Schwefelsäurekorrosion bzw. bei einem schwefelsauren Angriff erhöht werden. In Abhängigkeit der gewählten Applikation ergeben sich unterschiedliche Verbesserungen bzw.

Schutzwirkungen. Eine deutliche Erhöhung der Dauerhaftigkeit wird durch die Beschichtung des Baustoffes mit Paraffin erzielt.

Durch die Penetration der Baustoffe mit Paraffin kann eine Erhöhung der Dauerhaftigkeit erzielt werden. Die Schutzwirkung basiert im Wesentlichen auf einer Verzögerung der Korrosion zu Beginn der Einwirkung. Durch den Abbau der Feststoffmatrix entsteht ein neues Porensystem, über welches die Säure auf den Baustoff einwirken kann.

Weil sich dort kein Paraffin befindet, kann es den Baustoff vor einer fortschreitenden Korrosion nicht schützen.

Ein hohes Potenzial an Schutzwirkung ist bei Materialien mit hohem Kapillarporenanteil gegeben oder wenn die Feststoffmatrix langsam korrodiert und der Angriff hauptsächlich über das ursprüngliche Kapillarporensystem erfolgt.

Die Karbonatisierung von Beton kann ebenfalls als Säure-Basen Reaktion betrachtet werden. Weil im Gegensatz zu einem starken Säureangriff kein Abbau der Feststoffmatrix stattfindet und somit kein neuer Porenraum entsteht, kann bei den mit Paraffin penetrierten Probekörpern der Karbonatisierungsfortschritt angehalten werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The dissertation is about the performance of paraffin-wax treated building materials against biogenic sulfuric acid corrosion and carbonation of concrete.

Mineral-bounded materials like mortar and concrete but also ceramic materials like bricks, got tested on hard chemical attack after different treatments with paraffin-wax. Through the application of paraffin the durability against biogenic sulfuric acid corrosion can be in-creased. Depending on the application form different properties of the protection effect can be recorded.

An explicit increase of durability is remarkable for materials which are coated with paraffin-wax.

By the penetration of the materials with paraffin-wax an increase of durability can also be established. This is mainly effected by an deceleration of the corrosion process at the beginning of the deterioration. By relieve of the solid phase of the material new cavities are built and through the new pore network the aggressive agent has new ways to assault the solid phase. Because there is no paraffin-wax, no protection happens.

A higher protection potential can be expected for materials with main fraction of capillary pores and for materials with a higher resistance where the corrosion proceeds mainly over the capillary system.

Carbonation of concrete also can be identified as an acid-base reaction.

Unlike the hard chemical attack of sulfuric acid there is no degradation of material. There is not built a new pore space and so the blockage of pores with paraffin-wax is convenient to stop the carbonation process.