Titelaufnahme

Titel
Fließzonentheorie I. und II. Ordnung für den Einzelstab mit offenem Dreiblechquerschnitt / von Christoph Hagel
VerfasserHagel, Christoph
Begutachter / BegutachterinRubin, Helmut
Erschienen2004
UmfangVIII, 125 Bl. : Ill., graph. Darst.,
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2005
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Stab / Baustahl / Plastizität / Stoffeigenschaft / Tragfähigkeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-10614 Persistent Identifier (URN)
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Fließzonentheorie I. und II. Ordnung für den Einzelstab mit offenem Dreiblechquerschnitt [5.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wird ein System über seine elastische Grenze beansprucht, sind die Voraussetzungen für die Anwendung der normal gebräuchlichen Elastizitätstheorie nicht mehr erfüllt und es müssen die auftretenden physikalischen Nichtlinearitäten berücksichtigt werden. Um das tatsächliche Systemverhalten bei jeder beliebigen Laststufe bis zur Traglast weiter beschreiben zu können, bedient man sich der so genannte Fließzonentheorie. Sie erfasst das plastische Materialverhalten (im Gegensatz zur Fließgelenktheorie) in jeder plastizierten Zone des Systems und stellt damit eine wesentlich genauere Beschreibung der Realität dar.

In dieser Arbeit wird der Einzelstab mit offenem Dreiblechquerschnitt bei statisch bestimmter Lagerung unter Berücksichtigung der Wölbkrafttorsion anhand der Fließzonentheorie untersucht. Der betrachtete Dreiblechquerschnitt stellt einen typischen Querschnitt des Stahlbaus dar. Dementsprechend wird zur Beschreibung des Materialverhaltens ein linear elastisches - ideal plastisches Werkstoffgesetz (Baustahl) angenommen. Ausgehend von einer Betrachtung eines allgemeinen Dreiblechquerschnitts wird eine Theorie zur Beschreibung des Systemverhaltens des Einzelstabes bis zur Traglast hergeleitet. Das Gleichgewicht wird dabei zunächst am unverformten System formuliert; man spricht daher von der Fließzonentheorie I. Ordnung. Auf ihr aufbauend wird durch Erweiterung die Fließzonentheorie II. Ordnung angegeben, die als Sonderfall die Fließzonentheorie I. Ordnung beinhaltet. Bei der Beschreibung mittels Fließzonentheorie II. Ordnung wird das Gleichgewicht am verformten System gebildet, was bei einer Untersuchung von stabilitätsgefährdeten Systemen unerlässlich ist. Die vorgestellte Theorie kommt mit Hilfe eines Computerprogramms zur Anwendung. Durch Berechnung von Systemen aus Literatur und Versuchen werden die mit dieser Theorie erhaltenen Ergebnisse verifiziert. Sowohl für Theorie I. als auch für Theorie II.

Ordnung werden ausgewählte Systeme untersucht. Die dabei auftretenden grundlegenden Phänomene werden analysiert und diskutiert.