Titelaufnahme

Titel
Das mittelalterliche und frühneuzeitliche Bürgerhaus in Oberösterreich : eine bautypologische und bauhistorische Untersuchung am Beispiel der Stadt Eferding / Roland Forster
VerfasserForster, Roland Karl
Begutachter / BegutachterinDöring-Williams, Marina ; Plakolm-Forsthuber, Sabine
Erschienen2004
Umfang630 teilw. gef. Bl. ; 30 cm : 1 Kt.-Beil. ; Ill., graph. Darst., Kt. ; Kt.-Beil. u.d.T.: Stadt Eferding: Baubestand Ende 18. Jahrhundert
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2005
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Oberösterreich / Architektur / Bürgerhaus / Geschichte 1200-1700 / Eferding / Städtebau / Bürgerhaus / Typologie / Grundrisselement / Geschichte 1200-1700
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-9478 Persistent Identifier (URN)
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Das mittelalterliche und frühneuzeitliche Bürgerhaus in Oberösterreich [40.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der alte Passauer, ab 1367 Schaunberger "Marktplatz" Eferding, der seit 1222 das Stadtrecht besitzt und von den jeweiligen Stadtherrn immer besonders gefördert wurde, bot sich auf Grund der reichen, jedoch noch überschaubaren historischen Substanz für eine umfassende Studie über das bürgerlich-städtische Bauwesen in einem oberösterreichischen Ort geradezu an. Der zeitliche Schwerpunkt der Forschungen wurde auf das 13. bis 17.

Jahrhundert gelegt, wofür nach nur spärlichen Bauresten des Hochmittelalters schließlich zahlreiche Originalobjekte vorhanden sind. Ausgehend von einer Betrachtung des allgemeinen stadtgeschichtlichen und städtebaulichen Hintergrundes sowie einer Dokumentation der Stadtbefestigung liegt in der Folge der Hauptaspekt der Arbeit auf dem Bautypus des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bürgerhauses in seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Der Begriff des Bürgerhauses wird hier jedenfalls so weit gefasst, dass damit im Wesentlichen alle Formen des städtischen Einzelwohnbaus abzudecken sind. Hierzu konnte der Eferdinger Bürgerhausbestand in seinem Gesamtumfang von rund 170 historischen Objekten fast flächendeckend und detailliert aufgenommen bzw. planlich dokumentiert werden. Auf diesem Bestandskatalog aufbauend sind in der Folge eine Reihe von Einzelaspekten im örtlichen, aber auch im weiteren ober- und niederösterreichischen Umfeld behandelt. Ausgehend von Grundlagen wie Parzelle und Baumaterial werden in der Folge Hausformen und -typen genau so behandelt, wie einzelne Ausstattungs- und Gestaltungselemente. Hierbei konnten schließlich in der Zusammenschau für alle wesentlichen Bauformen und -teile des Bürgerhauses teilweise sehr umfassende Entwicklungsreihen bzw. Typologien erstellt werden. Ergänzend zu dieser Analyse des erhaltenen Baubestandes kommt - sowohl für das Einzelhaus als auch für den Gesamtbestand - ein umfangreicher historischer Teil, der in seinen wesentlichen Grundzügen auf einer Vielzahl erstmals ausgewerteter Primärquellen (Urkunden, Grundbücher, Rechnungen) zu den Häusern der Stadt Eferding beruht. Ebenfalls ausgewertet und mit einbezogen wurde auch die gesamte bisherige, allerdings nicht sehr umfangreiche wissenschaftliche und heimatkundliche Literatur über die Stadt. Die hier gewonnenen, durch weitere Forschungen in anderen Stadt- und Marktorten sicher noch ausbaubaren Ergebnisse können, wie der stichprobenartige Vergleich mit anderen Städten zeigt, bereits in der gegenwärtigen Form eine nicht nur lokale, sondern auch schon überregionale Gültigkeit beanspruchen.

Zusammenfassung (Englisch)

The ancient "market place" of Eferding, which holds the municipal law since 1222 and has been patronised by the respective landlords (the bishops of Passau in Bavaria up to 1367, afterwards the counts of Schaunberg), virtually offered itself to be the topic of a comprehensive study on domestic and civic building trade in an Upper Austrian city due to its rich, yet manageable historic substance.

The emphasis of the research was focussed on the 13th through 17th century, wherefore numerous original objects are available, compared to the scarce rests remaining from the precedent medieval centuries.

Starting from a consideration of the general background concerning urban history and urban development as well as a documentation on the town's fortification, the thesis' main aspect is on the types of medieval and early modern citizens' residences in their versatile forms of appearance. The term "Bürgerhaus" (burgher house) is here defined as wide as to cover basically all forms of detached houses in urban surroundings. Hereunto, the stock of Eferding's burgher houses (consisting of approximately 170 historic objects) could be recorded in detail and documented almost entirely. Moreover, a series of single aspects in the closer local as well as the wider Upper- and Lower Austrian vicinity is dealt with, based on this catalogue. Starting from basics like allotments and building materials, forms and types of houses are treated as much as elements of furnishings and design. Partly quite extensive outlines of development and typologies could be drawn for all important forms and building parts of the burgher houses.

In addition to this analysis of the preserved buildings, there is - for specific houses as well as the complete set of buildings - a voluminous historic part, which is mainly based on a multitude of sources concerning the houses of the city of Eferding, here being evaluated for the first time, e.g. charters, cadastral registers, financial accounts.

The entire scientific and local historical literature on the city (though not very large in number) has also been implied and evaluated.

The insight thus received can most likely be extended by research in further cities and townships and may even at the present state already claim validity not only on local, but also on a supraregional scale, as random comparison with other cities shows.