Titelaufnahme

Titel
Richtungswechsel der Zeit - fortlaufende Erinnerungen : Ein Entwurf für die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Loibl-Nord / von Tobias Schedel
Weitere Titel
Memorial place KZ Loibl-Nord
VerfasserSchedel, Tobias
Begutachter / BegutachterinStadler, Gerhard
ErschienenWien 2016
Umfang135 Seiten : Illustrationen, Karten, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Konzentrationslager Loibl-Nord / Gedenkstätte / Erinnerungskultur
Schlagwörter (EN)concentration camp Loibl-Nord / memorial place / culture of recollection
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-8406 Persistent Identifier (URN)
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Richtungswechsel der Zeit - fortlaufende Erinnerungen [76.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Konzentrationslager Loibl-Nord und hat als Ziel, dort eine Gedenkstätte zu planen. Der hier vorgestellte Entwurf berücksichtigt, dass sich unsere Erinnerungskultur über die Zeit wandelt. Er beinhaltet verschiedene räumliche und päd- agogische Konzepte und grenzt sich dabei gegenüber anderen, bereits existierenden Gedenkstätten ab. Das Konzentrationslager Loibl-Nord lag an der Grenze zwischen Ös- terreich und Slowenien und war über den Loiblpass mit seinem -Zwillingslager- Loibl-Süd verbunden. Beide wurden 1943 als Arbeitslager errichtet, um mit Häftlingen aus dem Stammlager Mauthausen einen Tunnel als wichtige militärische Nord-Südverbindung zu bauen. Nach der Befreiung 1945 entwickelten sich beide Lagerbereiche sehr unterschiedlich. Loibl-Süd wurde 1954, initiiert von der kommunis- tischen slowenischen Regierung, zu einer Gedenkstätte. Loibl-Nord dagegen verfiel, wurde wieder zu Forstgebiet und blieb bis Mitte der 90er Jahre weitestgehend unbeachtet. Heute gibt es dort kaum noch bauliche Überreste, die an das ursprüngliche Lager erinnern. Verschiedene Initiativen forderten in den letzten Jahren, auch auf dem ehemaligen Gelände des Konzentrationslagers Loibl-Nord eine Ge- denkstätte zu errichten. Die vorliegende Arbeit greift diese Forderung auf. Das hier vorgestellte Konzept versucht nicht, die wenigen noch vorhandenen baulichen Überreste mit Rekonstruktionen zu ergän- zen oder durch Architektur ein Nacherleben zu ermöglichen, wie es bei vielen anderen Gedenkstättenkonzepten erfolgt ist. Der Entwurf verwendet vielmehr eine zurückhaltende Architektursprache, die die Gestaltungselemente Beton, Stahl und Wasser mit der umgebenden Natur verbindet. Dabei werden historische Positionen aufgegriffen und örtliche Begebenheiten und Qualitäten miteinbezogen. Die baulichen Eingriffe verbinden die historischen Bereiche, stellen Informationen zur Verfügung und leiten die Besuchenden durch das Areal. Dadurch werden ihnen verschiedene Anknüpfungspunkte ermöglicht, um sich eigenständig mit der Geschichte des Ortes auseinanderzusetzen.

Zusammenfassung (Englisch)

The diploma thesis deals with the concentration camp Loibl-North, with the intention to plan a memorial. The following design project considers that our remembrance culture is changing over time. It contains different spatial and pedagogical concepts, that distinguish this memorial from already existing ones. The concentration camp Loibl-North was located at the border between Austria and Slovenia. Over the Loiblpass it was connected with its -twin camp- Loibl-South. Both camps were constructed as labor camps, to build a tunnel as an important military north-south connection with prisoners from the main concentration camp Mauthausen. After the liberation in 1945 both camp sites developed in totally different ways. In 1954 Loibl-South became a memorial, initiated by the communistic government. In contrast to that Loibl-North deteriorated, became a forest area again and got nearly no attention until the mid 90`s. Today there are barely any remaining structure to act as a reminder of the historical camp. In recent years, different initiatives have made attempts to establish a memorial on the area of the concentration camp Loibl-North. This diploma thesis documents these attempts. The presented project doesn`t try to complete the structural leftovers with reconstructions or to bring history to life through the architecture, as it has been done in other existing memorials. The project uses a reticent architectural language, that connects the design elements concrete, steel and water with the surrounding nature. It deals with historical positions and includes local conditions and qualities. The structural interventions connect the historical areas, provide information and lead the visitors through the area. In this way connection points are provided to them, to deal independently with the history of the place.