Titelaufnahme

Titel
Partizipative Handlungs- und Problemlösungsansätze am Fallbeispiel der Planungsverfahren der 3. Startbahn der Flughäfen Wien-Schwechat und München Franz-Josef-Strauß / von Alexander Schmidbauer
Weitere Titel
Participatory operational- and problem-solving approaches for the case example of planning procedures of a third runway at the airports Vienna-Schwechat and Munich Franz-Josef-Strauß
VerfasserSchmidbauer, Alexander
Begutachter / BegutachterinVoigt, Andreas
ErschienenWien, 2016
Umfang226 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Partizipation / Bürgerbeteiligung / Planung / Verfahren / Flughafen / Startbahn / München / Schwechat / Problem / Flughafenerweiterung
Schlagwörter (EN)participation / civic activism / problem / planning / procedure / airport / runway / Vienna / Munich / spatial planning
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-7002 Persistent Identifier (URN)
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Partizipative Handlungs- und Problemlösungsansätze am Fallbeispiel der Planungsverfahren der 3. Startbahn der Flughäfen Wien-Schwechat und München Franz-Josef-Strauß [45.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zeitgleich werden in Deutschland und Österreich seit 2005 identische Großvorhaben geplant. Sowohl der Flughafen München Franz-Josef-Strauß als auch der Flughafen Wien-Schwechat planen den Ausbau ihrer Flughafeninfrastruktur durch eine dritte Start- und Landebahn zur Steigerung ihrer Kapazitäten am Standort. Während aber in Wien ein nahezu reibungsloser Projektablauf initiiert werden konnte, wurde das Verfahren in München unter beträchtlichem Widerstand der Öffentlichkeit mit einem Bürgerentscheid vorzeitig zum Scheitern gebracht. Erhebliche Unterschiede in Art und Umfang der partizipativen Beteiligung führten dabei in München und Wien zu einer unterschiedlichen Akzeptanz des Vorhabens, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem divergierenden Planungsergebnis stehen. Diese Planungsunterschiede werden im Rahmen dieser Arbeit einander gegenübergestellt und untersucht. Aus dieser Aufschlüsselung der Laborräume, des Ausbauvorhabens und des durchgeführten Planungsprozesses in München und Wien erfolgt eine schrittweise, tiefergehende Analyse der Verfahren, die in einem umfassenden Kontext des rechtlichen und informellen Rahmens sowie der Planungskultur und Planungsqualität diskutiert und bewertet wird. Diese Arbeit zeigt auf, welche Bedeutung die richtige Problemidentifizierung, der passende Planungsansatz und die aktive Einbindung der Öffentlichkeit für Planungsvorhaben besitzen und wie diese Implementierung in Planungsprozessen zu einem positiven Projektausgang beitragen kann. Die Arbeit stützt sich dabei auf ein breites Spektrum aus unterschiedlichen Methoden, die von einer Teilevaluation bis hin zu leitfadengestützten Interviews reichen. Diese Handlungs- und Problemlösungsansätze werden anhand der partizipativen Einbindungsmethode eines Mediationsverfahrens dargestellt und in einem fiktiven Szenario für eine Verfahrenswiederaufnahme am Flughafen München angewendet. Zudem wird eine Übertragbarkeit der vorangegangenen Erkenntnisse auf andere Raumplanungsebenen geprüft. Ziel der Arbeit ist es, die positiven Aspekte der "Planung der (Raum)-Planung" zu stärken und eine Sensibilisierung bei konfliktträchtigen Vorhaben und deren Trägern zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Since 2005, identical major projects have been planned in Germany and Austria simultaneously. Both Munich Franz-Josef-Strauss airport and the Vienna International Airport are planning to expand their airport infrastructure by building a third runway to increase the location-s capacity. While an almost smooth working process of planning could be initiated in Vienna, the proceedings in Munich were opposed by the majority of citizens, resulting in an early project failure through a public referendum. Significant differences in the nature and extent of participatory involvement, which are directly related to the divergent planning result, led to a different acceptance of the project in Munich and Vienna. Within the scope of this thesis, these planning differences are compared and examined. The breakdown of the laboratories, the expansion plans and conducted planning process in Munich and Vienna result in a gradual, in-depth-analysis of the process, which is discussed and assessed in an overall context of the legal and informal framework, planning culture and planning quality. This thesis points out the importance of a correct identification of problems, the appropriate planning approach and the active involvement of the public for planning projects and how this implementation can contribute to a positive project output in planning processes. It is based on a wide range of different methods, ranging from a partial evaluation to semi-structured interviews. These action and problem-solving approaches rely on the participatory integration method and are being presented based on a mediation process and displayed in a fictional scenario of a resuming process at Munich Airport. In addition, the transferability of previous results is tested on other regional and local planning levels. The objective of this thesis is to strengthen the positive aspects of "planning the (spatial)-Planning" and to achieve a sensitization in conflict-prone projects and their project developers.