Titelaufnahme

Titel
Context algebra applied to spatial concepts / von Jürgen Hahn
Weitere Titel
Kontext-Algebra angewendet auf geographische Konzepte
VerfasserHahn, Jürgen
Begutachter / BegutachterinFrank, Andreas
ErschienenWien 2016
Umfangxiii, 185 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Univ., Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kontext / Kontext-Algebra / Kontext erweitertes Semiotisches Dreieck / Geographische Konzepte / Modell für Nahe
Schlagwörter (EN)context / context algebra / context-enriched semiotic triangle / spatial concepts / model for near
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-6667 Persistent Identifier (URN)
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Context algebra applied to spatial concepts [5.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wörter referenzieren Objekte in der Welt, wobei ein Wort viele Objekte in der Welt referenzieren kann, die als ähnlich wahrgenommen werden. Das Wort "Stadt" referenziert unter anderem die Objekte: Wien, Alexandria oder Las Vegas; das Wort "nahe" kann zum Beispiel die unterschiedlichsten Distanzen referenzieren wie "der Mond ist nahe der Erde" oder "nahe dem Stephansdom". Enthält eine Anfrage an ein Geografisches Informationssystem (GIS) das Wort "Stadt" oder "nahe" muss ein Algorithmus im GIS entscheiden, welche Stadt oder welche Distanz referenziert wird. Um eine Entscheidung treffen zu können, baut diese Arbeit auf der Hypothese auf, dass Kontext Referenzen zwischen Wörtern und Objekten in der Wirklichkeit selektiert. Um diese Hypothese zu belegen, wird eine Kontext-Algebra vorgeschlagen, implementiert und damit das Wort "nahe" modelliert. Die Kontext-Algebra basiert auf der Theorie eines um Kontext erweiterten semiotischen Dreieckes. Dieses Dreieck verbindet Objekte in der Wirklichkeit über Konzepte in einem Agenten mit Wörtern. Kontexte werden mittels der mathematischen Struktur Verband modelliert und auf Objekte, beobachtet in der Wirklichkeit, zusammengefasst in kontextualisierte Konzepte abgebildet. Aus kontextualisierten Konzepten werden typische Objekte (Prototypen) ermittelt, die als Übersetzung von einem Wort auf ein Objekt in der Wirklichkeit dienen. Zum Beispiel kann mittels dem Kontext "Hauptstadt von Osterreich" von dem Wort "Stadt" die prototypische Instanz Wien ermittelt werden. Das mit Immobilienanzeigen initialisierte Modell für "nahe" ermöglicht es, verschiedene Distanzen abhängig vom Kontext (Größe des referenzierten Objektes, Aktivität) zu referenzieren. In unserem Beispiel referenziert "nahe dem See" eine Distanz von 1050 Metern, "nahe der U-Bahn" eine Distanz von 380 Metern und "Gehnähe" eine Distanz von 550 Metern. Die Ergebnisse aus der Anwendung der Kontext-Algebra für das Wort "nahe" zeigen die Plausibilität des um Kontext erweiterten semiotischen Dreiecks. Dies lässt den Schluss zu, dass die Hypothese valide ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Words are used to refer to objects in reality. One word can imply many references to different objects that are categorized as similar. For example, the word "city" can refer to Vienna, Alexandria, or Las Vegas; the word "near" can refer to a range of distances, e.g. "moon is near the earth" or "near St. Stephens cathedral". If a Geographic Information System (GIS) is queried with a sentence including "city" or "near", the challenge for an algorithm executed by the GIS is to decide which exemplar of the word "city" or which distance "near" refers to. To overcome this challenge, the hypothesis is that context selects references to objects in reality. A context algebra is presented, implemented, and used to represent the word "near", in order to evaluate the hypothesis. Context algebra makes use of the theory established by a context-enriched semiotic triangle. The semiotic triangle connects objects in reality to words via concepts in an agent. Context is represented with the mathematical structure lattice and is mapped to a contextualized concept. A contextualized concept is modeled with sets of objects observed from reality, where a typical object is determined. This typical object (prototype) is assumed to be the translation from a word to an object in reality. For example, the influencing context "capital of Austria" for the word "city" selects the prototypical instance Vienna. The initialized model for "near" makes it possible to determine references to different distances according to contexts, e.g. the size of the referenced object or activity. For example, "near the lake" references 1050 meters, "near by subway" references 380 meters, and "near by walking" references 550 meters. The results of the application for "near" provide evidence that the hypothesis is valid, and that it is able to select references which translate for example "near" into metric distances.