Titelaufnahme

Titel
Kosovo - a spatial portrait / by Dukagjin Hasimja
Weitere Titel
Kosovo - Räumliches Porträt
VerfasserHasimja, Dukagjin
Begutachter / BegutachterinZech, Sibylla ; Dillinger, Thomas
ErschienenWien, 2016
UmfangXIV, 235 Blätter : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Dissertation, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher und albanischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Kosovo / Kulturelle und Natürliche Landschaft / Stadtentwicklung / Regionalentwicklung
Schlagwörter (EN)Kosovo / natural and cultural landscape / urban development / regional development
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-6165 Persistent Identifier (URN)
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Kosovo - a spatial portrait [63.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die unvollendete Urbanisierung ist eine große Herausforderung für den modernen Kosovo. Dies ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen staatlichen Unterentwicklung, die den Kosovo seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges auszeichnet und nach den Zerstörungen von 1999 und den darauffolgenden ungeplanten Wiederaufbau des Landes, bei dem die Hauptziele Herstellung von Unterkünften und eine Normalisierung des Lebens waren, fortgeführt wurde. Die Nachkriegstransitionen im Kosovo waren äußerst komplex und haben einen direkten Einfluss auf das Aufrechterhalten dieser Planungsund Entwicklungsdiskurse bis heute. Sie haben auch Einfluss auf die Projektion der zukünftigen Urbanisierung des Kosovos entlang konventioneller Muster von physikalischer Realität vor allem der Städte und der Landschaften, aber auch generell des Räumlichen und urbanen Porträts des Kosovo. Dies wurde auf eine gewisse Weise im -RaumplanKosovos- mit berücksichtigt. Dieser Plan ist das Hauptdokument, das vom kosovarischen Parlament 2010 angenommen wurde. Die vorliegende Doktorarbeit hat das Ziel, zur Veränderung dieses Verständnisses von Raum und Urbanität im Kosovo beizutragen, indem ein 'rohes' Modell für das zukünftige urbane Porträt Kosovos eingeführt wird, das eine wertvolle Erweiterung des 'Raumplanes Kosovos' darstellen würde und zum Prozess der in nächster Zukunft angedachten Revision des Dokuments beitragen könnte. Genauer gesagt will die vorliegende Arbeit einen Beitrag leisten zur Einbeziehung der reichen kulturellen und natürlichen Ressourcen des Kosovos als Hauptkontingent zur Erreichung von Nationalen Entwicklungszielen und zur zukünftigen Integration in die Europäischen sozio-politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Agenden. Dieses Ziel wird unterlegt von der Neuen Lefebvre'sTheorie des Urbanen (new theory of the urban), die mit einbezieht, dass die Zentralität und die urbanen Zentren im neuen Jahrtausend durch exzentrische urbane Konfigurationen ersetzt werden. Dies manifestiert sich in heterogenen Stadtformen und polizentrischen urbanen Regionen. Die Methodologie der Konzepte von -Netzwerke, Grenzen und Unterschiede-, die in der vorliegenden Arbeit angewendet wird, steht im Gegensatz zum Konzept der geschlossenen Grenzen kultureller, wirtschaftlicher und politischer Art. Sie basiert auf Forschung, die im Falle der Schweiz beispielsweise äußerst erfolgreich umgesetzt worden ist. Sie impliziert Lefebvres Komplexe Theorie und das Konzept des urbanen Raums als Komposition von Netzwerken, Grenzen und Unterschieden. Die vorliegende Arbeit setzt eine kombinierte methodologische Strategie um. Sie wird in Kontext gesetzt durch die Nutzung von analytischen Karten und Instrumenten, Designmethoden und kombinierten statistischen Methoden; die Arbeit schafft Ergebnisse durch die Einführung von neuen Typologien, die durch die Extrapolation von natürlichen und kulturellen Schichten, kombiniert mit dem Netzwerk der Siedlungen, generiert wurden. Das Ergebnis der vorliegenden PhD Arbeit ist ein Modell des Anschlusses der strategischen Entwicklungsoptionen an Ergebnisse der Typologien der Kontingente - die Hauptstadt Metropole (Prishtina); Städtenetzwerke; regionale Kooperationen, unter denen a) natürliche und kulturelle Landschaften und Regionen, b) grenzübergreifende Kooperationen gefördert werden sollen- in Übereinstimmung mit politischen Optionen der polizentrischen Raumentwicklung des Europäischen Kontinents, die von der Europäischen Raumentwicklungsperspektive (ESDP) gefördert wird, und umgesetzt durch Netzwerke, Projekte und Programme wie ESPON usw. Zusammenfassend können die Vorschläge, die in dieser Arbeit erarbeitet wurden, eine solide Basis zur Förderung der natürlichen und kulturellen Landschaften und Regionen im Kosovo sein, die eine langfristige Entwicklung im regionalen Kontext und dadurch die Integration in den Europäischen politischen und wirtschaftlichen Kontext garantieren würden.

Zusammenfassung (Englisch)

The present day Kosovo is being challenged with the problem of unfinished urbanization.This is a direct result of a state of underdevelopment that has permeated Kosovofor decades, from the end of the Second World War, to war destructions of 1999 andsubsequent rebuilding of the country that was based on the sole need for shelter andnormalization of life. The complexity of post-war transitions in Kosovo has had directeffect in maintaining such planning and development discourse. It also affected theprojection of Kosovo's future urbanization along the lines of conventional understandingof physical reality of cities and landscapes in particular, and the spatial and urbanportrait of Kosovo as a whole, in general. This was in a way acknowledged in the spatialPlan of Kosovo, which is the main spatial policy document adopted by the Parliamentof Kosovo in 2010. This PhD thesis has therefore set the goal to contribute to theamendment of such understanding by introducing a 'raw' model for the future Spatialand Urban Portrait of Kosovo that would add value to the Spatial Plan of Kosovo, andwould contribute to the process of its revision, envisioned in the near future. More concretely,this thesis attempts to contribute to the insertion of Kosovo's rich cultural andnatural resources as the prime contingent for achieving national development goalswithin the regional context and its future integration into European socio-political, culturaland economic agenda. This goal is guided by the Lefebvre-s new urban theory,which acknowledges that the centrality and urban centers in the new millennium arebeing replaced by non centric urban configurations, manifested in a form of heterogeneouscity structures and polycentric urban regions. The methodology of concepts of-networks, borders, and differences-, adopted in this thesis, as opposed to the conceptof enclosed boundaries of cultural, economic, and political character, is based on theresearch which has already been carried out and proved successful in the case ofSwitzerland, and which implies Lefebvre's complex theory and the concept of urbanspace, as composed of aspects of networks, borders, and differences. The thesisadopts its combined methodological strategy and contextualizes it by employing analyticalmaps and tools, design methods, and combined statistical methods; it synthesizesfindings through introduction of new typologies generated by means of extrapolationof natural and cultural layers, in combination with the network of settlements. Asa result, this PhD thesis proposes the alignment of strategic development optionsbased on findings on contingent typologies - Metropolitan capital (Prishtina); Networkof cities; Regional cooperation, under which shall be promoted a) natural and culturallandscape regions, as well as b) cross-border cooperation - in compliance with policyoptions on Polycentric Spatial Development in the European continent promotedthrough European Spatial Development Perspective (ESDP), and implementedthrough networks, projects and programs such as ESPON, etc. In conclusion, thiswould create the solid basis to promote natural and cultural landscape regions in Kosovo,which guarantee Kosovo's long-term development in the regional context and bythis, its integration in the European political and economic context.