Titelaufnahme

Titel
Wasser- und Solarkraftprojekte im Rahmen des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung gemäß Kyoto-Protokoll / von Eva Vajda
Weitere Titel
Hydroelectric and solar power plants within the framework of the clean development mechanism
VerfasserVajda, Eva
Begutachter / BegutachterinSchönbäck, Wilfried
ErschienenWien 2016
Umfang114 Blätter : Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung / Kosteneffizienz / Wasser- und Solarkraft-Projekte / Emissionen
Schlagwörter (EN)Clean development mechanism / cost-efficiency / Hydroelectric and solar power plants / Emissionen
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-5080 Persistent Identifier (URN)
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Wasser- und Solarkraftprojekte im Rahmen des Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung gemäß Kyoto-Protokoll [1.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism- CDM) wird im internationalen Klimaschutz als Instrument zur kosteneffizienten CO2-Vermeidung und zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung in den Zielländern eingesetzt. In der vorliegenden Diplomarbeit wird einerseits untersucht, ob bzw. in welchem Ausmaß durch die vier für Fallstudien ausgewählte CDM-Projekte (in China, Indien und Vietnam) CO2 Emissionen, die ohne deren Realisierung aufgetreten wären, kosteneffizient vermeiden. Außerdem wird untersucht, ob bzw. inwiefern sie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Ziellandes leisten. Als empirische Grundlage der Analysen werden die Project Design Documents der vier Projekte aus der Projektdatenbank der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen ausgewertet. Außerdem wird überprüft, ob die Projekte deshalb erst rentabel werden, weil sie als CDM-Projekte zusätzliche Erlöse erzielen, nämlich aus dem (zumeist internationalen) Verkauf der Zertifikate, die für die erzielte CO2-Vermeidung vom der CDM-Executive Board ausgestellt werden (-Certified Emission Reductions- - CER). Die Projekte vermeiden (gegebenenfalls) CO2-Emissionen, indem sie den Bau und Betrieb von Anlagen mit fossiler Technologie ersetzen. Der mutmaßliche Beitrag der Projekte zur nachhaltigen Entwicklung des Ziellandes wird mit Hilfe einer Nutzwertanalyse überprüft. Ergebnis ist, dass drei der vier Projekte keine CO2-Emissionen durch ihren Status als CDM-Projekte zwar kausal vermeiden, aber zu höheren Kosten je Tonne als der bei der Projektplanung zugrunde gelegte (erwartete) CER-Preis beträgt. Eine derartige CO2-Vermeidung gilt (schon bei der Planung) als nicht kosteneffizient. Einzig im Solarkraftprojekt in China kostet die Emissionsvermeidung je Tonne CO2 weniger als der bei der Projektplanung zugrunde gelegte CER-Preis. Aufgrund der dualen Zielsetzung des Instruments wurden offenbar die ineffizient hohen spezifischen Kosten der CO2-Vermeidung hingenommen, weil der durch die Projekte geleistete (erwartete) Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Ziellandes hoch genug bewertet wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

The Clean Development Mechanism, as defined in the Kyoto Protocol, was designed to meet a dual objective. It aims to help industrialized countries to fulfill their own emission reduction commitments and to assist developing countries in achieving sustainable development. This thesis concerns the costs of implemented CDM projects and their contribution to cost effective reductions of CO2-emissions. The analysis is based on case studies of four registered CDM projects selected. The information provided in the Project Design Documents is studied to calculate the costs for emission reductions. A multi-criteria analysis is conducted for measuring the sustainable development benefits of each project. The impact of Certified Emission Reductions (CERs) on the internal rate of return of the respective projects is analyzed in regard of their ability to generate measurable and additional emission reductions. The prices of CERs in the market are explored for measuring the cost efficiency. The results show that for some projects there is a trade-off between the contribution to cost efficiency and sustainability. Most of the case studies generate emission reductions at a cost above the market price of CERs. The assessment of the project costs show that the achieved emissions reductions could have been obtained at lower cost elsewhere. The objective of achieving cost effective emission reductions is not fulfilled by the CDM projects. The CDM could be improved to fulfill the goal of generating cost effective emission reductions by stringent conditions regarding the approval of new projects.