Titelaufnahme

Titel
Ortsteilzentrum Neu-Rum : Strategie zur weiteren Entwicklung des Gewerbegebietes Neu-Rum / Simon Sellner
Weitere Titel
Communitiy Centre Neu-Rum
VerfasserSellner, Simon Wolfgang
Begutachter / BegutachterinLuchsinger, Christoph
ErschienenWien, 2016
Umfang107 Seiten : Illustrationen, Pläne, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Städtebau / Architektur
Schlagwörter (EN)Urban Design / Architecture
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-2904 Persistent Identifier (URN)
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Ortsteilzentrum Neu-Rum [17.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

'Gewerbegebiete sind die Mistkübel der Nation': Mit dieser Aussage sorgte Peter Lorenz, ein Innsbrucker Architekt, in einem Interview vor rund 4 Jahren für einigen Wirbel. Er bemängelt damit, dass sowohl die architektonische Qualität vieler Gewerbebauten, als auch das raumplanerische Konzept vieler Gewerbegebiete fehlen würde. Die Gewerbegebiete wären oft Anhängsel an die Städte, ohne allerdings mit diesen in städtbaulicher Hinsicht zu korrespondieren. Da die Gewerbegebiete oft - gerade bei großen Städten - in den umliegenden Nachbargemeinden errichtet werden, hat die Stadt keine direkte Möglichkeit auf sie - in Bezug auf die Raumplanung - einzuwirken. Für die Nachbargemeinden sind die Gewerbegebiete eine willkommene Einnahmenquelle zu dem meist ohnehin knappen Gemeindebudget. Dies ist wohl auch der Grund, wieso jede Gemeinde mittlerweile ein eigenes Gewerbegebiet 'braucht'. Aus raumplanerischer Sicht sind diese allerdings oft fragwürdig. Wenn man bedenkt, wieviel Zeit Menschen in Gewerbeimmobilien verbringen - sei es zum arbeiten oder einkaufen - ist es schon sehr verwunderlich, dass bislang ein stärkerer Fokus auf qualitativ hochwertige Architektur, eingeschrieben in einer nachhaltigen,städtebaulichen Entwicklungsplanung, vernachlässigt wurde. Dass aber gerade eine weg- und zukunftsweisende, konsequente Umsetzung von Architektur und Städtebau die Bedingungen des Lebensraumes und -alltages und nicht zuletzt auch zur positiven 'Corporate Identity' der Unternehmen beitragen, und somit helfen kann die Marke bekannt zu machen, zeigte sich in den letzten Jahren gerade in Tirol sehr stark. So setzt etwa 'MPreis', eine regionale Supermarktkette in Tirol, seit Jahren erfolgreich auf Architektur als Wiedererkennungswert und schafft es damit, sich von den anderen Marktteilnehmern deutlich abzuheben. Doch selbst ganze Gewerbegebiete können von hochwertiger Architektur profitieren, stellt man für die gesamte Region und ihr wirtschaftliches Handeln einen durch die Architektur etablierten Mehrwert in Aussicht. Dies beweist zum Beispiel das Gewerbegebiet 'Millenium Park' in Lustenau, Vorarlberg. Hier wurden von der Gemeinde eigene Fachbeiräte eingesetzt, um ein nachhaltiges Industriegebiet zu realisieren. So gilt dieser mittlerweile wegweisend für qualitativ hochwertige Architektur und aktive Standortpolitik. Grundsätzlich muss überdacht werden, ob wir in Österreich in Anbetracht knapper Landressourcen noch derart viele Gewerbegebiete benötigen, oder ob es besser wäre auf diesem Gebiet umzudenken. Mit meiner Diplomarbeit versuche ich einen Ausweg aus diesem Dilemma für ein exemplarisches Gewerbegebiet in Tirol zu finden, indem ich vorhandene Strukturen anhand eines Entwurfes für ein Gemeindezentrums in Neu-Rum formuliere.

Zusammenfassung (Englisch)

'Commercial Areas are the trashcans of the nation.' With this statement Peter Lorenz, an austrian architect from Innsbruck caused quite a stir in an interview 4 years ago: He criticized the fact, that both the architectural quality of commercial buildings as well as the overall urban planning concept for many industrial areas are nonexistent. In fact, Commercial areas are mostly known as appendixes to their respective cities, missing out on opportunities to correspond to a greater vision of an urban development. While larger cities tend to resemble commercial areas in their sourrounding communities, the city has no direct method to influence its underlying spatial planning procedure. Especially for neighbouring communities the commercial areas serve as a welcome source of extra income on top of their mostly scarce municipal budget. This is probably the reason why many communities are in 'need' of their own industrial park nowadays, following a more modern spatial planning perspective. Most of these industrial business zones remain in a questionable state today. Considering the amount of time people spend in commercial areas (including shopping or simply working) it is remarkable why there hasn`t been a larger focus on improving the quality of its architecture as a consequence of a sustainable development plan. This is even more astonishing if you consider the wide positive effect that outstanding architecture can have on a company`s corporate identity - thus helping the brand to elaborate and uniquely draw lots of attention to it. This was demonstrated in a strong manner by a regional supermarket chain called 'MPreis' in Tyrol over the last recent years - setting a new standard in means of its architectural recognition thus staying well ahead of its market competitors. Even in a wider context, an entire industrial estate can profit from high-quality architecture for which many co related businesses and companies will benefit accordingly - as a result, whole commercial areas can take its profit from the situation providing an entire region and its economic welfare with an increase in prosperity. One of the more known examples making use of these aspects is the 'Millenium Park', an industrial area situated in Lustenau, Vorarlberg. Following a method of being directed and mentored by the local muncipality - sustainability and along architectural quality were to be established through advisory board meetings - where clients and planners met in consensus of a built process for the good of the overall region. The result is a highly regarded ecosystem of a functional zone where demand meets its markets in a reasonable form - incorporated by an architectural framework that is assured by a high standard and active location policy. With my thesis i try to find a way out of this dilemma via an exemplary business area restructuring due to an implementation of a community centre.