Titelaufnahme

Titel
Almwirtschaft als stabilisierender Faktor in Österreichs Kulturlandschaft : Darstellung der Beispielregionen Inneres Salzkammergut und Vorderbregenzerwald an Hand von Instrumenten und Projekten / von Christina Timmerer
VerfasserTimmerer, Christina
Begutachter / BegutachterinKurz, Peter
ErschienenWien 2016
Umfang180 Seiten : Illustrationen, Diagramme, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Almwirtschaft / Berglandwirtschaft / Gemeinsame Agrarpolitik / Regionalentwicklung / Bergbauern / Bergbauerngebiete / Alpine Raumordnung / Alpine Regionen
Schlagwörter (EN)Alpine pasture management / CAP / regional development / alpine regions
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-2455 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Almwirtschaft als stabilisierender Faktor in Österreichs Kulturlandschaft [7.08 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der vorliegenden explorativen Arbeit ist die Untersuchung der Bedeutung der Almwirtschaft für die Entwicklung alpiner Kulturlandschaften unter besonderer Berücksichtigung des (agrar-, regional-) politischen und planerischen Instrumentariums an Hand der Vergleichsregionen Inneres Salzkammergut und Vorderbregenzerwald. Folgende Fragestellungen werden unter anderem beleuchtet: Wie kommunizieren und kooperieren die relevanten AkteurInnen und welche Institutionen haben lenkenden Einfluss? Welche Projekte resultieren aus dem zur Verfügung stehenden Instrumentarium? Wo gibt es Unterschiede in den Vergleichsregionen und woran liegt dies? Wie kann künftig mit der Almwirtschaft umgegangen werden und welche Rolle hat die Raumplanung dabei? Das Erkenntnisinteresse gilt den Zusammenhängen zwischen der Kulturlandschaft Alm und den sozialen AkteurInnen, die diese herstellen, erhalten und entwickeln. Es wurden leitfadengestützte Interviews geführt und die Forschungsfragen auf folgenden Ebenen behandelt: Darstellung der Instrumente und AkteurInnen, Analyse ausgewählter Projekte und Perspektive der AkteurInnen. Die agrarpolitischen Ziele und Fördermaßnahmen beeinflussen die Entwicklung der Kulturlandschaft und damit der Almwirtschaft stark. Die AkteurInnen haben einen starken persönlichen Bezug zur Alm und wünschen sich deren Fortbestand. Ein regionalspezifisches Fördersystem fehlt bislang und Kleinstbetriebe werden benachteiligt. Ohne ausreichend bewirtschaftete Almen würde die alpine Kulturlandschaft ihr -Gesicht- verlieren und durch die multifunktionale Wirkung würden weitere Wirtschaftsbereiche alpiner Regionen negativ beeinflusst werden. Es besteht Handlungsbedarf auf politischer Ebene, sodass Rahmenbedingungen und Zielsetzungen für eine Stabilisierung der Almwirtschaft und alpiner Kulturlandschaften geschaffen werden können. Planerische Empfehlungen umfassen unter anderem die schärfere Abstimmung des Förderinstrumentariums auf regionale Gegebenheiten, die Erhöhung der Förderungen für die Almwirtschaft, die Forcierung des Bürokratieabbaus in der Förderabwicklung, die Anpassung der übergeordneten europäischen Rahmensetzungen, die Profilierung der Almwirtschaft sowie verstärkte Transparenz und Kostenwahrheit. Die Kulturlandschaftsentwicklung erfordert integrierte und vernetzte Handlungsansätze. RaumplanerInnen müssen die komplexen Strukturen und Zusammenhänge verstehen und es liegt in ihren Händen zukünftige Strategien und Konzepte aus aufeinander abgestimmten Maßnahmenbündeln zu entwickeln. Die almwirtschaftliche Nutzung muss bei planerischen Konzepten in einen ganzheitlichen Ansatz eingebunden werden und in den raumplanerischen Entwicklungskonzepten alpiner Regionen explizit Berücksichtigung finden.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this exploratory study is the investigation of the importance of alpine farming and pasturing for the development of alpine cultural landscapes with a special focus on (agricultural-, regional-) political and planning instruments as applied in the regions Inneres Salzkammergut and Vorderbregenzerwald. Among others the following questions are elaborated: How do relevant localstakeholders communicate and cooperate and which institutions excert guiding influence? What kind of projects do the existing instruments facilitate? Which differences in the regions compared can be Almwirtschaft als stabilisierender Faktor in Österreichs Kulturlandschaft 3 identified and why do they exist? How can we deal with alpine farming and pasturing in the future and what is the role spatial planning needs to play? The research interest focuses on the relationship between the cultural landscape and the social actors who create, maintain and develop it. Interviews were conducted and the research questions were addressed on the following levels: representation of instruments and local stakeholders, an analysis of the selected projects well as the stakeholders- perspectives. The agricultural policy objectives and support measures do influence the development of the cultural landscape and thus alpine pasture management to a great extent. The stakeholders are emotionally strongly connected to the alpine pastures and the continuity of their existence is what they wish for. A regionally adapted specific subsidy system is still missing and small scale farms are put at a disadvantage. Without sufficiently cultivated pastures the alpine cultural landscapes would lose their -face-. Due to the multifunctional effects on other sectors alpine regions would be affected in a negative way. Action is required at the political level, so as to establish supporting basic conditions and objectives for the stabilization of alpine pasture management. Planning recommendations include a regionally adaptable subsidy system, increased subsidies for alpine pasture management, the adjustment of overall European frameworks, the profiling of alpine pasture management, enhanced transparency as well as ecologically true - cost pricing. The cultural landscape development requires integrated and networked action approaches. Spatial planners have to understand the complex structures and correlations. They are in charge of developing future strategies and concepts of coordinated sets of measurements. Alpine pasture management must be included in planning concepts based on a holistic approach. Therefore alpine pasture management must be an integrative part of future spatial concepts for alpine regions.