Titelaufnahme

Titel
Iranischer Kuppelbau : Konstruktion und Form / von Nicky Nikousokhan-Tayar
Weitere Titel
A historical study of methods of Iranian architecture on the transition from a square groundplan to a circular outline in the dome
VerfasserNikousokhan-Tayar, Nicky
Begutachter / BegutachterinLehner, Erich
ErschienenWien 2016
Umfang118 Seiten : Illustrationen, Pläne, Diagramme
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Univ., Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Abweichender Titel nach Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kuppel / Iran
Schlagwörter (EN)dome / Iran
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-1743 Persistent Identifier (URN)
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Iranischer Kuppelbau [63.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Als charakteristisches Merkmal des iranischen Stadtbilds sind Kuppelbauten von je her ein untrennbares Element der einheimischen Architektur. Die ältesten noch erhaltenen Exemplare stammen aus dem 3. Jahrhundert n.Chr., aus der Zeit der Sassaniden-Dynastie. Im Laufe der Zeit wurde die Bautechnik ständig weiterentwickelt und verfeinert, so dass die Architekten mit wenigen Grundelementen eine sehr große Vielfalt an Konstruktionen geschaffen haben. Aus konstruktiver Sicht kann ein Kuppelbauwerk im Allgemeinen in drei Hauptelemente unterteilt werden: Den Unterbau, die Eckausbildung und die Kuppel selbst. Unterbauten mit einem quadratischen Raumgrundriss haben in der iranischen Architektur die längste Tradition. Eckausbildungen dienen der Überleitung von der eckigen Grundform des Raums in den Kuppelfußkreis und haben sowohl eine gestalterische, als auch eine konstruktive Rolle im Kuppelbau. Die konstruktive Rolle bezieht sich auf die Eckausbildung als tragende Auflage für die Kuppel. Aus gestalterischer Sicht dienen Eckausbildungen als Füllelemente für den freistehenden Raum hinter den konstruktiven Elementen. In den frühesten Kuppelbauten aus dem 3. Jahrhundert kann kaum eine Grenze zwischen konstruktiven und gestalterischen Elementen gezogen werden. Eine wesentliche Innovation erfolgte im 10. Jahrhundert durch die Einführung von tragenden Bögen, wodurch die gestalterischen Elemente von ihrer lasttragenden Funktion befreit wurden. Dies ermöglichte eine explosionsartige Vervielfältigung kreativer Ideen zur kunstvollen Gestaltung des Innen- und Außenraums von Kuppelbauten. Die vorliegende Diplomarbeit stellt zuerst eine Übersicht der Entwicklung von Kuppelkonstruktionen im Iran zusammen. Es erfolgt dann eine detaillierte Untersuchung der Unterschiede in der vielfältigen Gestaltung von jeweils Kuppeln und Eckausbildungen, inklusive der wesentlichen Meilensteine in deren Entwicklung. Dabei gehen wir insbesondere auf zeitbezogene Kenntnisse der Bautechnik, sowie auf den Einfluss von geografischen Gegebenheiten und vorhandene Materialien ein. Die Kuppeln und Eckausbildungen werden auf der Basis von Fotodokumentationen und Plananalysen untersucht und klassifiziert, sowie durch den Einsatz von dreidimensionale Darstellungen nachdokumentiert.

Zusammenfassung (Englisch)

From ancient times till today dome structures have served as a distinguishing characteristic of the Iranian townscape. As such, dome structures are an inseparable element of Iranian architecture. The oldest still preserved structures were built in the 3rd century AD, during the reign of the Sasanian dynasty. Over time and with growing sophistication of the applied engineering techniques, the architects were able to refine these structures and establish a system consisting of few basic constructive elements that can be creatively deployed to effect a large variety of construction options. From an engineering perspective a domed structure consists of three main elements: The dome base or body, the connecting element and finally the dome itself. Traditionally, most Iranian dome structures are built on a body with a square shaped ground plan. The connecting element serves to provide a transition from the polygonal (in our case mostly square shaped) dome base to the spherical dome. The squinch has an artistic or decorative role, but also a constructive or engineering role in the building. The engineering role consists of being a platform that can sustain the weight of the dome. From an artistic perspective, it serves to fill the empty space that is inevitably created in a transition zone when a spherical dome is set on top of a polygonal base. It is impossible to distinguish between the engineering and artistic roles in the early dome structures from the third century AD. A major innovation that happened in the 10th century AD was the introduction of the load-bearing arch that made it possible to separate the artistic from the engineering aspect of the squinch. This led to an explosive spread of creative ideas for the decorative design of a dome structure-s interior and exterior space. This thesis begins with an overview of the development of dome structures in the Iranian architecture. Subsequently it provides a detailed analysis of the differences in construction of the dome and the connecting elements, respectively. This includes the main historical milestones of their development. In particular, we shall discuss the construction techniques in the context of their time, as well as consider the influence of geographical circumstances and available building material. The domes and squinches will be classified based photographical evidence and analysis of construction plans and documented with three-dimensional illustrations.