Titelaufnahme

Titel
Betreutes Wohnen für Senioren in Wien : Initiativen der Stadt Wien und Potentiale für die Immobilienwirtschaft / von Romana Holzinger-Breuss
VerfasserHolzinger-Breuss, Romana
Begutachter / BegutachterinKraus, Michael
ErschienenWien 2016
UmfangVII, 92 Blätter : Illustrationen, Diagramme, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Univ., Master Thesis, 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Barrierefreies Wohnen / Betreuungskonzept / Senioren / Geriatriekonzept / Seniorenresidenz
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-1514 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Betreutes Wohnen für Senioren in Wien [3.24 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die demografische Prognose für Wien zeigt einen deutlichen Anstieg der Bevölkerung, insbesondere in der Altersgruppe der Senioren bis hin zu den Hochbetagten. Daraus entsteht tendenziell ein enormer Bedarf an geeigneten Pflegeeinrichtungen. In dieser Arbeit soll erörtert werden, ob Betreutes Wohnen für Senioren einen signifikanten Beitrag zur Lösung des Betreuungsproblems für betagte Menschen sein kann und in welcher Form daraus Potentiale für den Wiener Immobilienmarkt entstehen können. Die Stadt Wien hat bereits im Jahr 2004 auf die absehbare demografische Entwicklung reagiert und seither das umfassende Geriatriekonzept umgesetzt, das nun mit dem Konzept "Betreuung und Pflege bis 2030" fortgesetzt wird. Die bestehenden Pflegeheime wurden refresht und redimensioniert und durch modernste Geriatriezentren ergänzt. Die entscheidende Säule für die Betreuung der Senioren ist allerdings die Sicherstellung von ausreichenden Pflegedienstleistungen in Kombination mit barrierefreiem Wohn- und Lebensraum, damit der Verbleib in der eigenen Wohnung so lange wie möglich gesichert ist. Damit dieses Konzept erfolgreich wirken kann, muss für die große Zahl von älteren Menschen ein möglichst hoher Anteil an Wohnungen barrierefrei gemacht werden und über ganz Wien flächendeckend zur Verfügung stehen. Durch Gesetze und Förderungen könnten sowohl auf Seite der Hauseigentümer als auch auf Seiten der Mieter Anreize geschaffen werden, um entsprechende Maßnahmen zu setzen. Die Anzahl der in Wien errichteten Altbauten ist beträchtlich und damit auch der Bedarf an Umbauten zur Erreichung der Barrierefreiheit. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft kann aus diesen Umständen großes Potential erwachsen. Die Stadt Wien deckt die Versorgung für Pflege und Betreuung sozial orientiert für die breite Masse der Wiener ab. Für gehobenes bis luxuriöses Wohnen und entsprechende Pflegeansprüche sind diese öffentlichen Wohnpflegeheime selten passend und so müssen die Interessenten gegebenenfalls auf individuelle Sonderlösungen zurückgreifen. Da dieses Luxussegment kein Bestandteil der städtischen Versorgungsstrategie ist, tun sich hier für private Projektentwickler vor allem in gehobenen innerstädtischen Lagen Potentiale auf - in Wien allerdings ohne Erleichterungen durch Förderungen, wie dies in anderen Bundesländern gegeben ist. Unabhängig von der Exklusivität des Angebots sind für einen effizienten Vertrieb klare und einfach interpretierbare Begrifflichkeiten erforderlich, sowohl zum Schlagwort Betreutes Wohnen als auch in Bezug auf Leistungsdetails wie versorgbare Pflegestufen, Aufenthaltsdauer, Betreuungsintensität und vieles mehr. So können z.B. auch durch Festlegung von Mindest-Qualitätskriterien Produkte für Betreutes Wohnen entstehen, die eindeutig marketingtechnisch beworben werden können - egal ob im sozialen Wohnbau oder im Luxusbereich der Seniorenresidenzen.